Samstag, 13. Februar 2010

Schneekoller


Wir schreiben das Jahr 2010. Berlin ist von einem Gletscher bedeckt, der jeden Tag einige Zentimeter an Stärke dazugewinnt. Höchste Zeit also, ein letztes Mal nahestehende Menschen anzurufen und "Ich liebe dich!" in den Hörer zu schluchzen, denn, wir kennen das ja aus The day after tomorrow, wenn die Klimakatastrophe erstmal in Gang ist, steckt man in Nullkommanix im Existenzkampf.

Wie man sieht habe ich einen Schneekoller. Es schneit nämlich schon seit mehr als 24 Stunden - sehr feinen Schnee, wie gefrorener Nieselregen, aber dafür unaufhörlich. Die Freude und Überraschung vor sechs Wochen - hach, die Straßen und Bäume so weiß, wie das auch glitzert, und die dicken Schneemützen auf den Autos und Mülltonnen - hat sich abgenutzt. Und gleich muss ich nochmal raus, um etwas Nahrung in den Bau zu schleppen.


Das einzig gute: mangels Alternativen bleibt am Wochenende jede Menge Zeit zum Nähen. Diese leicht frühlingsgrünen Notizbücher mit Hüllen sind am letzten Wochenende entstanden. Die Notizbücher im Format A6 gekauft, die Hüllen selbstgemacht und zum Verschenken gedacht. So ein kleines Notizbuch in einer hübschen Hülle ist für fast jeden ein gutes Geschenk - die Stoffe kann man auf die Beschenkte oder den Beschenkten abstimmen, in der Herrenversion zum Beispiel aus Tweed (oder für einen Baumfreund mit aufgedruckte Blättern).

Hier bei Mamas Kram gibt es eine Fotoanleitung, wie man eine gefütterte Buchhülle näht. Nach diesem Prinzip mache ich das auch, nur dass der Außenstoff der Hülle bei mir noch mit einer festen Bügeleinlage (Vlieseline H250 oder entsprechendes) verstärkt wird, und bei diesen Hüllen habe ich in der hinteren Klappe noch ein Gummi mitgefasst, mit dem man das Buch verschließen kann.



Aus der Serie Berlins härteste Zimmerpflanzen: meine seltsame Riesenbegonie, deren Namen ich nicht kenne, glaubt fest an den Frühling und blüht, ausgerechnet jetzt. Dank Heizungsluft sehen die Blätter entsetzlich aus. Aber schön, dass wenigstens ein Familienmitglied Optimismus verbreitet.
(Erster Teil der Serie, der Geldbaum, hier.)

9 Kommentare:

  1. hej!
    ich mag deinen blog wirklich gerne und du scheinst ja auch öfter mal bei mir vorbei zu schauen (worüber ich mich sehr freue), also wollte ich dich fragen, ob du lust auf einen linktausch hast. ich verlinke dich & du verlinkst mich? wenn ja, hinterlass einfach einen kommentar bei mir. (:
    viele liebe grüße!

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  2. deiner begonie geht es ausgezeichnet ! sie blühen immer um diese jahreszeit, natürlich nur bei guter pflege......
    im sommer sind sie auch gern draussen im hellen schatten......sie mögen knalle sonne nicht so...die blätter sind empfindlich...je größer und dünner die blätter umso empfindlicher....
    es gibr mannigfaltige arten mit recht ausgefallenen in sich gedrehten, beharten, marmorierten undundund....ich mag sie sehr !
    vor allem die unscheinbaren blüten, die man oft erst auf den zweiten blick registriert....
    im kleinen haus gibt es leider keine....zu klein mein haus...geht nicht konform mit meiner pflanzenliebe...leider !

    vorfrühlingsgrüße
    aus dem saukalten süden....
    stella

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  3. mit pflanzen kenn ich mich leider gar nicht aus...bei mir müssen pflanzen sehr robust sein, um zu überleben. daher kann ich dir zu deiner begonie nur sagen, dass mir die blüten gefallen:o) ebenso wie deine notizbücher, die hüllen find ich sehr schön!
    liebe grüße
    alex

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  4. Schöne Notizbuchhüllen! Sie sind ja auch deshalb praktisch, weil man in den Laschen noch Zettel, Stifte u.ä. verstecken kann, so hat man alles dabei. Den Link kannte ich noch nicht. Ich will auch mal etwas über Buchhüllen machen, da kommt der Hinweis gerade recht.
    Begonie ist also robust, gut zu wissen. Sieht jedenfalls sehr schön zart und filigran aus.

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  5. P.S. Hast den den Beitrag zur Zimmerpflanzen-Serie bei Karen schon gesehen?

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  6. Ja, ich komme gerade von Karen und musste auch lachen. So eine Begonie braucht aber mehr und regelmäßiger Wasser als ein Geldbaum.
    Unsere heißt intern "Elfriede" und wird im Sommer riesig groß - im Winter bekommt sie notgedrungen die trockene Heizungsluft ab. Sie steht an einem Nordfenster, das ist nach ein paar Versuchen der ideale Platz, sie mag keine direkte Sonne. Stella hat aber recht, auch diese hat sehr ausgefallene Blätter und Stiele - mit rötlichem Hauch bzw. roten Borsten. Dass jetzt tatsächlich die richtige Blütezeit ist, wusste ich gar nicht und habe gedacht, sie ist ein bißchen durcheinander.

    noch einen schönen Sonntag!

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  7. Hi Lucy, thanks for commenting on my origami blouse, yes the book id owesome, the sizing is correct I think, anyway every garment in accompanied by a note from the author explaining how to cut, whether the fitting is loose or rather skinny. You know I just made one thing and I am actually working on the budding romance dress, I cut smaller beacause it's quite loose. I'm sure you'll adore the book, if you have questions about the origami part, I could help, it's not difficult at all, one cam make them by looking at the pictures. Really easy. Congratulations for your blog, I have the feeling we have the smae aesthetic, See you, Lucia

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  8. AH, yes, no problem for the comments in English, I wish I could speak and understand German as you speak French:)

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  9. Lucia, I'm very curious how the dress will turn out. :)

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