Mittwoch, 13. Juni 2012

Blümchen-Zwischenstand und grundsätzliche Überlegungen zu Wickelkleidern


So sieht das Blumen-Wickelkleid (122 aus Burda 2/2007) für Meikes Blümchenmonat inzwischen aus: noch nicht weit  Das Ober- (und das Unterteil) sind zusammengenäht, die Falten eingelegt und die Passform getestet. Ich habe mit reichlich (3cm) Nahtzugabe zugeschnitten, und was die Oberteillänge betrifft hätte es sogar noch mehr sein können. Die Taille sitzt bei Burda-Schnittmustern für mich immer einige Zentimeter zu hoch, dafür sehen die Schultern diesmal nicht so breit aus wie sonst.


Trotzdem bin ich nervös, denn Wickelkleider aus Webstoffen sind ein schwieriges Kapitel. „Wickelkleider schmeicheln jeder Frau!“, liest man ja ab und zu. Jaja, aber nur passende Wickelkleider! Kürzlich hatte ich mal wieder welche im Laden anprobiert: in der kleineren Größe passten die Schultern, dafür fiel mir die Brust aus dem Ausschnitt. In der größeren Größe war die zwar bedeckt, wenn ich das Kleid atmungsbehindernd fest wickelte, dafür waren die Schultern zu weit und ich fühlte mich wie eine in der Mitte abgebundene Knackwurst. "Schmeichelnd" hab ich mir ja anders vorgestellt.

Über die typischen Wickelkleid-Problemstellen habe ich mir daher einige Gedanken gemacht, die ich hier sortieren will. Ich hoffe auch auf Input von euch - lasst uns doch mal Wickelkleid-Erfahrungen sammeln und vergleichen.  

Also Wickelkleid-Problemstellen sind zum Beispiel:
Die Ausschnitttiefe: die Vorderkanten bilden immer eine Diagonale von Halsansatz bis zum Rockansatz und enden an oder in der Nähe der Seitennaht. Sie kreuzen sich irgendwo in Brusthöhe.


Dabei können folgende Probleme auftreten: a) der Kreuzungspunkt liegt allgemein oder im Verhältnis zur eigenen Anatomie zu tief, so dass man das Kleid nur mit Unterkleid o. ä. tragen kann.

Dieses Problem tritt je wahrscheinlicher auf, je länger das Oberteil ist bzw. je tiefer die Taille liegt. Bei Wickelkleidern mit Empirelinie bilden die Vorderkanten ein flaches „X“ und damit einen weniger tiefen Ausschnitt. Wickelkleider, bei denen das Wickeloberteil in der natürlichen Taille endet, beschreiben ein steiles „X“, damit steigt die Gefahr, dass der Kreuzungspunkt an einer ungünstigen Stelle liegt.

Mögliche Abhilfe: die vorderen Kanten nicht in einer Gerade verlaufen lassen, sondern in einem leichten Bogen. Wenn die Kanten wie bei meinem Schnitt mit einem Beleg verstürzt werden, spricht nähtechnisch nichts dagegen. Mich beunruhigt allerdings, dass die Vorderkanten bei allen Schnitten, die ich kenne, eine exakte Gerade bilden – möglicherweise gibt es dafür gute Gründe, die ich nicht verstehe. Ich probiere den leichten Bogen einfach mal aus, dann werden wir ja sehen.

Problem b) ist mit der Vorderkantenfrage eng verknüpft: die Kanten können aufklaffen und abstehen, das passiert sowohl bei viel als auch bei wenig Oberweite.

Mögliche Abhilfe: „Kneifen“ des Ausschnitts, eine Änderung, die ich bei Stichelbeere abgeguckt habe. Dazu wird gleich am Schnittmuster ein kleines Dreieck wie ein kleiner Abnäher herausgefaltet bzw. eingeschnitten und übereinander geschoben, wodurch die Ausschnittkante kürzer wird und besser anliegt. (Wollte ich hier auch machen, habe ich aber vergessen - zur Not nähe ich später einfach einen kleinen Abnäher in die Kante.)

Nächstes Problem: Bewegungsfreiheit in den Schultern/Rücken. Das Problem ist für mich nicht so leicht zu analysieren, es tritt aber genauso bei Blusen auf, immer dann, wenn ich etwas aus dem obersten Regalfach holen will: der Schulter/Ärmel/Rückenbereich scheinen einfach nicht für ausgreifende Bewegungen gedacht.

Mögliche Abhilfe: keine Ahnung. Ist es mein Problem, dass ich solche Bewegungen ab und an machen will? Ich vermute, es hat etwas mit der generellen Passform zu tun. Vor längerer Zeit hatte ich eine Bluse von H&M, damit war das oberste Regalbrett kein Problem. Der Armausschnitt sollte auf jeden Fall nicht zu groß sein, er zieht sonst das ganze Teil mit nach oben, wenn man den Arm hebt. Funkenmariechen-Jacken haben zum Beispiel sehr enge Ärmel und Armausschnitte und einen Zwickel unter dem Arm - dann kann man ihn zum Kamelle-Werfen senkrecht nach oben strecken. Also: Armausschnitt nahe an die Achsel ran, das ist Dank der breiten Nahtzugaben kein Problem.

Drittes Problem: Bequemlichkeit in der Taille. Das unvergleichliche Tragegefühl von Kleidern rührt daher, dass das Hauptgewicht eines Kleides auf den Schultern ruht, nicht in der Taille. Anders bei Wickelkleidern: zumindest bei Kaufkleidern muss ich das ganze Kleid fest zusammenschnüren, damit ich überhaupt bedeckt bin, ständiges Verrutschen, Zupfen und Knackwurst-Effekt inklusive.
Mögliche Abhilfe: Es müsste theoretisch möglich sein, ein Wickelkleid ebenso zu tragen wie ein normales Kleid, und zwar so, dass es im zugebundenen bzw. -geknöpften Zustand den Körper relativ locker umschließt. Voraussetzung dafür ist, denke ich, eine gute Passform und genügend übereinander liegender Stoff. Ich habe daher den Untertritt beim Rock (d. h. das unten liegende Rockteil) schon mal um 10cm verbreitert.

Sonstige, bisher undefinierbare Probleme: Ich habe den Eindruck, dass es weitere Faktoren gibt, die über Erfolg oder Mißerfolg eines Wickelkleides entscheiden. Ich denke da nur an Mellenis Wickelkleid-Reihe nach Butterick 5030: das rote ist, soweit ich weiß, ein Lieblingskleid, alle weiteren Kleider nach diesem Schnitt (ein braun gemustertes und eins aus blumigem Jersey) kommen nicht an Kleid Nummer Eins heran - warum auch immer. Christel alias Oh-Mimmi hat Butterick 5030 auch genäht - es sieht auf jeden Fall toll aus. Und dann ist da ja noch Mellenis Karowickelkleid nach Onion 2010, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Und bei euch? Mit welchen Schnittmustern habt ihr Wickelkleid-Erfolge oder -Mißerfolge erlebt? Habt ihr spezifische Änderungen oder Tipps? Über einen Kommentar würde ich mich freuen, ihr könnt auch gerne zu älteren Beiträgen von euch verlinken, wenn ihr schon mal über Wickelkleider geschrieben habt. Vielleicht kommen wir so zu einer Schnitt-und-Änderungssammlung, so dass wir uns alle nur noch tolle, schmeichelnde Wickelkleider nähen.  

43 Kommentare:

  1. Das Problem liegt eigentlich woanders, ab ob ich das anständig erklären kann, weiß ich noch nicht.
    Seit ich mich mit dem Schnittemachen beschäftige, habe ich sehr viele Aha!-Momente; einen solchen hatte ich auch bei der Wickelkleid - "Es klafft, wo es nicht klaffen soll" - Problematik.

    Wenn der Stoff in der Vertiefung zwischen den Brüsten kreuzt (ja auch kreuzen muss), dann muss der Stoff dort eng anliegen. Bei einem normalen Schnitt mit hohem Halsausschnitt aber ist der Bereich zwischen links und rechts aber nicht weiter beachtet: der Stoff spannt sich (verzeih die Deutlichkeit) zwischen den beiden höchsten Brustpunkten horizontal. Schneide ich hier nun ein Dreieck ein - dann klafft es.
    Daher ist die schön erwähnte Methode von Stichelbeere auch die Richtige. Erstellt man den Schnitt selbst, so mißt man den Höhenabstand zwischen höchster und tiefster Stelle auf Brusthöhe und nimmt diesen Unterschied in Form eines Abnähers aus dem Papierschnitt heraus und verteilt die Weite auf die anderen Abnäher oder Kräuselungen.
    Habe ich aber einen Fertigschnitt, so weiß ich nicht, wieviel dort schon entfernt wurde - bei Burdawickelkleidern kam es mir immer so vor, als wäre dort gar nichts entfernt worden.

    Aber irgendwie habe ich nun nicht den Eindruck, das einleuchtend und verständlich erklärt zu haben ....

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mir ist es klar, was du meinst - und das greift meinen Gedanken auf, dass sich die Vorderkanten anschmiegen müssen und das nur mit Abnäher geht (wo immer der untergebracht ist).

      Löschen
    2. Anschmiegen und Abnäher - das ist die perfekte Kurzfassung. Vielleicht schaffe ich es ja mal, das anhand von Bildern zu zeigen...?

      Löschen
  2. Ach ja...Wickelkleider!
    Ich liebe Wickel ja in jeder Form- Kleid, Bluse, Jacke, Shirt- egal!
    ABER: Das mit der Passform ist wirklich so eine Sache.
    Ich sitze gerade in meinem Japan-Wickelkleid vorm Rechner. JETZT ist es toll, aber VOR den Änderungen war es das gar nicht.
    Zunächst sollte man vielleicht in einer passenden Größe nähen, das wär schonmal ein Anfang.
    Ich hatte das Problem, dass der Rücken zu schmal war und die Vorderteile wie bei dir beschrieben aufklafften.
    Letzte Rettung war in diesem Fall, einen zusätzlichen Streifen mittig in das Rückenteil einzusetzen, dadurch hat sich das Aufklaffen dann glücklicherweise von selbst erledigt.
    Bei einer Bluse vom Schweden-Discounter habe ich auch diese von dir Angesprochene Rundung- der Ausschnitt läuft diagonal in einer Linie vom Kragen bis unter die Brust, dann fängt ein Bogen an, den man schon fast als 90°-Kurve bezeichnen könnte. Bei mir sitzt das super, ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es bei etwas mehr Oberweite eben auch nicht sitzt. Ausprobieren würde ich den Bogen aber auf jeden Fall! Seufz!
    Entschuldige den langen Kommentar- ich bin irgendwie gerade voll im Wickelthema...:o)
    LG,
    BuxSen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nee, ist doch interessant! Die Rückenteilpassform ist bei einem Wickelkleid also noch wichziger als bei anderen Sachen - eigentlich logisch, aber so hatte ich das noch nie betrachtet: bei anderen Sachen zieht sich eben die Seitennaht nach hinten und der Stoff verteilt sich irgendwie, bei Wickelkleidern geht der Ausschnitt auf...

      Löschen
  3. Das ist mal wieder ein toller Post, von Dir. Ich bin SEHR gespannt auf die Antworten. Ich habe ja auch noch einen Wickelkleidstoff hier liegen, der mal Onion 2012 werden wollte und sich nun weigert.

    AntwortenLöschen
  4. Ich habe meinen augenblicklichen Lieblingschnitt, Vogue 8379 (gezeigt heute beim MMM) auch schon aus gewebter Baumwolle genäht und bin von dem Ergebnis nicht überzeugt. Vielleicht war der Stoff auch zu fluffig für diesen Schnitt. Meiner Meinung nach muss Stoff für ein Wickelkleid den Körper umfließen. Einige Problempunkte, die du benannt hast sind bei diesem Schnitt gut gelöst.
    Der Ausschnitt sitzt perfekt, ich nähe allerdings die beiden Vorderteile fest. Meine Taille ist so kurz, da brauche ich keinen zusätzlichen Stoff. Die Taille sitzt auch an der richtigen Stelle. Auch in gewebtem Stoff ist das Kleid nicht unbequem, es sitzt halt nur nicht so gut wie die Jerseymodelle.
    Ich bin mittlerweile soweit Wickelkleider nur aus Jersey zu nähen. Mal sehen , ob du ein Ergebnis erzielst, dass mich ins Zweifeln bringt.
    LG, Claudia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Deine Wickelkleider sitzen wirklich gut - und den Verdacht, dass Webstoff nicht die beste Idee ist, hab ich auch. Es hat ja wahrscheinlich einen Grund, dass Wickelkleider meistens aus Jersey gemacht werden. Aber ich wills jetzt wissen!

      Löschen
  5. Wickelkleider sind ein ganz schwieriges Thema, das hast Du ja ausführlich geschrieben ;) Daß B5030 bei mir gut sitzt, war leider ein Trugschluß ... Es war (auch mit diversen nachträglichen Änderungen) ein Zupfkleid. Also eines, bei dem man ständig verunsichert rumzupft, damit nichts verrutscht oder "sperlt". Auch in Jersey und mit fixiertem Oberteil wars nicht besser.
    Onion hab ich ganz zu Anfang mal genäht, aber schnell wieder verworfen, als ich Bilder von mir in diesem Kleid gesehen habe ... grauslich!
    Woran es liegt? Ich denke, daß Wickelkleider eben nicht JEDER Figur schmeicheln ... und ich hab nach einigen Fehlversuchen erkannt: was mit Babybauch an mir gut aussah, betont jetzt genau die Stellen, die ich lieber kaschieren möchte.
    Leider kann ich Dir also auch nicht weiterhelfen, weil ich das Thema erstmal weit von mir geschoben habe. So praktisch sie auch sind, Wickelkleider werden in den nächsten Jahren wohl keinen Einzug mehr in meinen Kleiderschrank finden ...:(

    LG Christel

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach schade, dass das Vogue-Kleid nicht sitzt, es sieht so gut aus...

      Löschen
  6. Bei meinem ersten Wickelkleidversuch hatte ich diese und einige mehr Probleme. die einfachste Lösung erschien mir, den "Ausschnitt" auf den Rücken zu verlegen. Wie die Schnittmuster dazu heißen, weiß ich leider nicht, da ich da etwas Freihand gearbeitet hab (gutpassendes Oberteil im Rücken gezweiteilt und mit Knöpfen versehen. den Rockteil basteln war da etwas kniffeliger). Beim nächsten Mal werde ich allerdings an die beiden halben Rückseitenoberteile ein Dreieck anstatt der Knöpfe "basteln".
    Für das "Arme hoch"-Problem gibt es, glaube ich, keine Lösung aus festen Webstoffen (solange das Kleid Ärmel hat).

    Liebe Grüße,
    Pauline

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Von Colette Patterns gibt es ein rückseitig gewickeltes Kleid - Crêpe, glaube ich. Braucht allerdings 4 Meter Stoff!

      Löschen
  7. Hmmm , diese Wickelkleider , die angeblich jeder Frau stehen, sind wirklich ein Problem... was Kaufkleider angeht, habe ich schon alles von billig bis zur angeblichen Wickelkleid Queen (Frau v. Fürstenberg )anprobiert und nichts hat mich überzeugt . Aber als Selbermacherin hat man ja Möglichkeiten : Das Ausschnittproblem lässt sich wahrscheinlich so lösen wie Du beschreibst , das Taillenproblem sollte auch in den Griff zu bekommen sein ; das mit der Bewegungsfreiheit lässt sich m. E. nach bei Kleidern mit Ärmeln nur durch stretchigen Stoff ( ich meine nicht Jersey , sondern gehöriger Stretchanteil ) lösen , und wenn der Stoff keinen Stretch hat geht 's glaub ich nur mit der von" buntekleider" des öfteren beschriebenen Methode : Ärmel ab , was ich mir bei Deinem Stoff sehr schön vorstellen kann .... ich fürchte, ich war jetzt nicht sehr hilfreich ... Hoffe , dass Dein Wickelkleid so schön wird , dass ich weiterhin behaupten kann , Wickelkleider finde ich toll - nicht an mir , aber an anderen Frauen !
    Liebe Grüsse Dodo

    AntwortenLöschen
  8. Ich finde, ein gut sitzendes Wickelkleid ist ungemein schmeichelnd. Ja, bei jeder Frau! Wenn: es gut passt und der "Wickelpunkt" die richtige Stelle betont. Genäht habe ich bisher nur zwei "Pseudo"-Wickelkleider, also gekreuztes Oberteil, Taillennaht, normales (nicht gewickeltes) Rockteil. Der Effekt ist der gleiche. Das mit Empire-Taille steht mir (wie immer bei hoher Taille), das mit tiefer gelegter Wickelung überhaupt nicht (kurzbeinige Birnenform schätzt nicht die Hüftbetonung). Da beide Kleider aus Jersey sind/waren und ich eher überschaubare Formen habe, stellte sich das Thema Auseinanderklaffen nicht. Viel Erfolg; ich finde Deinen Stoff sehr schön!

    AntwortenLöschen
  9. Fürstenberg hat die meisten ihrer Kleider nicht umsonst aus Jersey nähen lassen- denn das passt sich einfach besser an.
    Warum sollte man es sich also schwer machen?
    Jersey ist bequem, meist bügelfrei und die guten Qualitäten fallen auch so schwer, wie es sein muss. Zudem gibt es da inzwischen die tollsten Muster!

    Klar kannst du es sportlich nehmen und versuchen, den optimalen Schnitt aus Webware für dich herauszukitzeln.
    Das würde ich wahrscheinlich auch probieren, wenn ich nicht schon das weltschönste Jerseywickelkleid hier hätte. :)

    Ich bin gespannt!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Japp, sportlich ist der richtige Ausdruck - ich wills's jetzt wissen! Und irgendwie sehe ich nie kleidtaugliche Jerseys.

      Löschen
  10. Hmmm, fuer Wickelkleider ist bei mir leider schon geraume Zeit die Relation 'Erster (offizieller) Busen' und 'zweiter (Bauchumfang) Busen' nicht mehr ausreichend im Lot um noch chic auszusehen; darum: I'm out of here!

    ABER: Die Aermel und sich damit strecken koennen:
    Darf ich Euch mal kurz zu Simone (anmasis-welt) zum MMM Post 13. Juni - bzw. Kommentare dazu - umleiten, bitte; koennte vielleicht hilfreich sein.

    Liebe Gruesse,
    Gerlinde

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke! (du hast ja ein enzyklopädisches MMM-Gedächtnis!)

      Löschen
    2. ;-) etwas Glueck, denn: ausser der 'leicht elefantischen Optik' habe ich mitunter GsD ein aehnliches Gedaechtnis!
      Und wenn ich schon zu sonst nicht viel - ausser Bloedeln und up-cheeren - tauglich bin ....
      Angebot und Nachfragen miteinander 'verstoepseln' ist eine Lieblingstaetigkeit von mir (sehr zum Leidwesen meines Mannes, welcher dann mitunter - wenn unterwegs - sich schon mal anhoeren und ueberzeugen lassen muss, dass " 'XY' sucht genau DAS seit Ewigkeiten; ich glaub' ich nehm' das mit!" ) :-D

      Liebe Gruesse,
      Gerlinde

      PS: Aber wehe es hat den Mantel von 'heimlich/vertraulich' - da gibt's dann immer grosse Verwirrung und Verblueffung, wenn nachstehende landlaeufige Meinung ueber mich DOCH nicht zum Tragen kommt: "die quasselt sooo gerne, der 'reisst' es' alles notfalls hinten raus, wenn nicht vorne!" (= bayerisch lieb-boshafter Satz; sicher Equivalent bei Euch auch existent, oder?!)

      Löschen
  11. Der Stoff ist ja toll! Damit stelle ich mir das Kleid auch eher ärmellos vor.
    Ansonsten kann ich die Ausführungen gut nachvollziehen, auch Michous Analyse. Wickelkleider (pseudo) habe ich nur gekauft und aus Jersey. Auch da besteht das Unterkleidproblem, oder ich halte den Ausschnitt mit einer fetten Sicherheitsnadel oben von innen zusammen, das verzieht sich dann auch leider. Schmeichelnd sind die auch nur, wenn sich keine Röllchen unter dem Jersey abzeichnen, d.h. sie helfen nur denen, die ohnehin kein Problem haben.
    Den aufklaffenden Ausschnitt hatte ich ja ganz extrem bei dem grünen Lutterlohkleid
    http://suschna.wordpress.com/2011/05/18/schon-wieder-mittwoch/
    Wie du auch musste ich daran viel basteln, und er sitzt bis heute nicht richtig. Daher habe ich das Kleid auch nie ernsthaft angehabt.
    Seufz.

    AntwortenLöschen
  12. Ich glaube auch, dieses "schmeichelt jeder Frau" bezieht sich nur auf Jersey-Wickelkleider. Ich habe ein selbstgenähtes aus Web-Stoff, das geht nur mit Top und Leggings. Und ein gekauftes aus Jersey, schon Jahre alt, eigentlich gar nicht meine Farbe, aber ich ziehe es immer wieder gern an. Weil es sich von selbst zurechtzuppelt. Obwohl bei Kaufkleidern die Taille bei mir nie an der richtigen Stelle sitzt. Bei Burda-Schnitten muss ich die Oberteile übrigens immer um 4cm verlängern. Das hilft dir jetzt sicher auch nicht weiter, ich weiß. Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, keine mehr aus Webstoff zu nähen.

    LG
    anne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es hilft mir insofern weiter, weil ich mich bei meiner Oberteilverlängerung schon gefragt hatte "3cm länger - kann das sein?" Also es kann!

      Löschen
  13. mh, das verfolge ich jetzt mit spannung
    ich habe ja wenig kleid erfahrung, da bisher überzeugte rock shirt trägerin, jetzt im wandel.
    mit wickelshirts habe ich etwas erfahrung.
    wichtig ist das kreuz. das flache, denke ich eher für die kleinen körbchenträgerinnen, bei den größeren größen sitzt diese naht dann nicht unter der brust.
    jersey und webstoff ist dann auch ein unterschied -einen jersey kann man dann noch dehnen oder ein bündchen ansetzen, das habe ich bei meinem kleid mit wickeloberteil aus der knip gemacht.
    jemand schrieb, das das kreuz genau in der mitte sein muß, das es gut sitzt, dem kann ich zustimmen.
    ich habe auch schon eine unsichtbare naht - wenn bündchen dran - in das kreuz gemacht, damit es nicht aufklappt. das geht aber bei einem kompletten wickelkleid ja nicht.
    ich werde verfolgen und mir weiter gedanken machen.
    lg monika
    konntest du das kleid von wiebke anprobieren?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Müsste ich mal machen (ich nehme aber an, ihre Größe ist mir zu klein), denn für den Schnitt hätte ich noch einen geeigneten Strickstoff für den Herbst..

      Löschen
  14. Die Industrie will ja immer sparen und ausgeklügelte Konstruktionen brauchen Zeit,deshalb ist die Masse an Wickelkleidern und/oder jersey der Trend der letzten Jahre wie ich finde.Denn nur bei Jerseus hat man die chsnce verschiedenen Körbchengößen unterzubringen, bei Webware muß es eher genau an die Körperform angepasst sein.Hast du eine Schneiderpuppe? Wenn man die Wickelteile diagonal zuschneidet und nur die vorderen Kanten mit einem geraden Stoffstreifen versäubert,müßte man einen gute Passform hinbekommen, wo nichts aufsteht.Das wäre einen Versuch an einem ollen Webstoff wert.
    Die Existenz der elastischen Stoffen bzw.-mischungen hat uns aber ein wenig die Augen verschleiert über die Beweglichkeit von Kleidungsstücken aus Gewebe.
    Es ist nicht möglich in Webware Glühbirnen über Kopf einzuschrauebn ohne sich danach wieder herichten zu müssen, es sei denn alle Ärmel haben einen Keil in der Achsel.Die Schlitze in den historischen Kleidungsstücken (in achsel, ellebogen, schulter), durch die man auch dekorativ das Unterhemd gezupft hat, sind ja einfach aus dem Bewegungsdrang entstanden.Vorrangig bei Männern, Frauen konnten/mußten durch Haltung glänzen.
    ich durfte mal zugucken wie ein zarte Japanerin fachgerecht eine korpulente Deutsche eingewickelt hat, weil das Puplikum miente, Kimono ginge nur bei zarten Asiatinnen.Sie machte das perfekt und es sah wie angegossen aus, was uns verblüffte.Aber der Bewegungsradius ist schon eingeschränkt mit dem klassischen Kinono, nix mit Akte ais dem obersten fach zerren.Aber prinzipiell auch ein Wickelkleid.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, das bestätigt meinen Verdacht, dass die Masse an Jerseysachen in den Läden vor allem da ist, weil dabei nicht so auffällt, wenn es nicht gut passt. Leider gibt es aber auch eine Tendenz zu großen Armausschnitten, z. B. bei Winterjacken (ich nehme an, weil die in der Fabrik leichter zu nähen sind). damit kann man eigentlich nur mit angelegten Armen herumlaufen!

      Löschen
    2. " ... nur mit angelegten Armen ...."

      Wenn Du die 'verstaerkte Luft-Durchzugs-Aktion' bei Jacken mit grossen Armausschnitten meinst (die ist mir dann oefter mal zuwider): strick Dir doch einfache farblich passende Stulpen dazu. Diese kannst Du notfalls wie einen 'Stoepsel' zwischen Aermel-Ende und Ellbogen im Jacken-Aermel zusammen schieben (oder als 'Halb-Handschuhe' bis zur Fingermitte ziehen ;-) = flexible kleine Dinger!)
      Ich hab' auch frueher schon gar manch einer eine Art Einsatz am unteren Aermel-Ende eingenaeht, welches dann in Buendchen-Form endet und damit 'Hecht-Suppen-Durchzug' ( = Ausdruck u/oestl. Landsleute? ;-) !) verhindert.
      Ansonsten mag ich die grossen Armausschnitte - speziell fuer Jacken - eigentlich recht gerne: alle eigenen 'coutuerige Kreationen' passen leichter hinein incl. div. Lagen/Schichten an Klamotten.
      Da mag aber jetzt der hiervon schlimmer betroffene und darum wohl auch eher danach jammernde kaeltere Sueden des Landes fuer die Jacken-Hersteller als einfach tolerablere Gesamtloesung dafuer verantwortlich sein - sorry!

      LG, Gerlinde

      Löschen
  15. Liebe Nahtzugabe,
    eine spannende Diskussion hast du da angefangen. Es gibt ist eine gute Gelegenheit systematischer über Wicklekleider zu schreiben. Ich habe Erfahrung mit vier Wickelkleidern mit ganz unterschiedlichen Schnitten. Alle sind aus Jersey, mit Webstoff habe ich keine Erfahrungen. Zunächst meine Figurmerkmale denn sie sind für die Probleme und Changen bei diesen Kleidern von großer Bedeutung. Onion 2037 z.B. sieht bei flachen, schlanken, großen Frauen wunderbar aus. Ich nähe aber für eine kleine Statur, größere Brüste (85 E), fast keine Taille, insgesamt stabile Figur.

    Knotenkleiderschnitte - Um die Brüste herum sehen die Kleider bei mir furchtbar aus. Sie betonen die große Brust ohne ihr zu schmeicheln. Die Raffungen unter der Brust kaschieren meinen Bauch nicht sondern betonen ihn.

    Onion 2037 - du hast meine Problem mit den Schnitt gut beschrieben. Der Ausschnitt klafft auf wenn der Rücken die richtige Größe hat. Der Bindegürtel muss immerzu korrigiert werden weil er bei meiner wenig definierten Taille hin und her rutscht. Schnitte bei denen Rock und Oberteil getrennt zugeschnitten werden sind offensichtlich besser.

    Vogue 1027 (http://vonmema.blogspot.de/2012/04/schnittmusterbeschreibung-sommerkleid.html) - ein guter Schnitt für meinen Figurtyp. Es ist allerdings ein Pseudowickelkleid. Der Rockteil ist nicht gewickelt. Dadurch, dass der weite schmeichelnde aber schwere Rock (ich denke es ist ein halber Teller) auf der Taille sitzt, verrutscht nichts. Das Oberteil ist weit genug, macht einen tiefen aber korrekten Ausschnitt und am Kreuzpunkt mit wenigen Stichen fixiert, gibt er ein sicheres Gefühl. Mein Kleid ist etwas zu groß aber trotzdem im Alltag gut zu gebrauchen.

    Knipmode spezial Oktober 10, Hilko, die Herbst-Trendstoffe, Schnitt 103 (http://vonmema.blogspot.de/2012/01/selbst-gemacht-und-sonntags-gezeigt_22.html) Der bisher beste Schnitt für mich. Das Kleid ist kompliziert gebaut. Das Oberteil hat viel mehr Stoff wie die anderen Wickelkleider. Es ist zwar gerade geschnitten aber duch die Falten oben am Hals und unten an der Taille liegt der Stoff als wenn er im Bogen zugeschnitten wäre und es ist fast so, als wenn dein Vorschlag (oben in Nahtzugabes Text) schon umgesetzt worden ist. So wird Klaffen in fast allen Situationen verhindert. Die Taille hat zwei Paar Bindebänder die unabhängig voneinander funktionieren. Das erhöht das Sicherheitsgefühl ganz erheblich. Das Kleid sitzt an der Taille und rutscht nicht. Der Armausschnitt ist sehr hoch, der Ärmel ist eng. Bücher aus oberen Regalen zu holen ist kein Problem. Der Schnitt ist es wert eine Beschreibung zu Verfassen. Das werde ich nachholen.

    Das Problem der engen Ärmel und der mehr oder weniger guten Beweglichkeit im Oberkörper ist ein Problem und es ist unabhängig vom Wickelkleiderschnitt. Ich habe grade mit Gussets unter den Armen experimentiert aber ganz befriedigend ist das noch nicht. Es ist ein Thema für eine neue Post.

    Ich bin gespannt auf den Fortgang der Diskussion.
    Freundlicher Gruß Mema

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für die systematische Aufzählung!
      ich halte also fest:
      - ob Ober-und Unterteil in einem stück oder mit Taillennaht geschnitten sind, macht einen Unterschied, Taillennaht ist für kurvige Figuren besser
      - viel Stoff im Oberteil ist vorteilhaft, z. B. als Falten an Taille und Schulter, nicht nur Abnäher

      Löschen
  16. Ein sehr interessantes Thema, da bin ich auf die Zusammenfassung gespannt. Im Schnitte analysieren bin ich ja kein großer Held, weswegen mein Beitrag in einem gut passenden Beispiel besteht. Vielleicht seht ihr ja die Besonderheit des Schnittes. Mein perfektestes Wickelkleid ist dieses: http://marabunte.wordpress.com/2012/01/04/mmm-weihnachtskleid-weihnachtskleid/ . Bis auf das Hochrutschen beim Ärmelheben gibts daran nichts zu meckern. Die Taille ist ein wenig erhöht und die Vorderteile sind gebogen, was im hochgeschlossenen Zustand schon fast zugeknöpft wirkt. Sie springen, auch wenn der Schalkragen als solcher getragen wird, nicht auf. Das Kleid hat an der Taille etwas Spiel, die Knöpfe halten es ausreichend zusammen, schnüren aber nicht ein, so dass es sich wie ein "normales" Kleid trägt. Es könnte aber sein, dass das mit einem glatteren Stoff nicht so gut klappt. Anders dagegen beim Knip-Fame-Kleid (das habe ich noch nicht gezeigt), welches ja auch gebogene Vorderteile im quasi gewickelten Oberteil hat. Die stehen bei meiner nicht vorhandenen Oberweite ab, so dass das Kleid nur mit Hintersicherung tragbar ist. Bogen ist also offensichtlich nicht gleich Bogen. Ich könnte mir vorstellen, dass hier kleine Abnäher helfen.
    Herzliche Grüße,
    Malou

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dein Sybille-Kleid gefällt mir richtig gut! Bei dem Schnitt ist genau dieser Bogen im Vorderteil, so wie ich mir das vorgestellt hatte (dass das nicht in jedem Fall klappt, behalte ich im Auge). Auch die Knöpfung (?sagt man das so) entspricht dem, was ich oben sagen wollte. Möglicherweise sind Knöpfe besser als Bänder? *notier*

      Löschen
    2. " ... Knoepfe besser als ..."

      Sei da bitte sehr vorsichtig; ausgerechnet wo Du ja mit einem nichflexiblen Stoff arbeitest.
      Koenntest Du 'Knoepfe' PLUS Band vielleicht irgendwie so einkalkulieren, dass Du dann erst ganz zum Schluss entscheiden kannst, welches wegfaellt oder bleiben soll?

      Ausserdem hat 'Sonemi' (ich glaube beim Schmetterlingskleid) beschrieben, wie Jersey seine End-Abmessungen durch Eigengewicht veraendern kann; wird bei Dir ja entsprechend 'entfallen' aber dann wohl neue 'Probleme' aufwerfen - deswegen sammelst Du ja hier gerade 'Ideen und Fallen'.

      LG, Gerlinde

      Löschen
  17. Ich bin mal gespannt, wie du das ganze löst. Habe selbst bei Jersey schon so meine Probleme mit der Passform gehabt. Ich bleibe dran :-)

    AntwortenLöschen
  18. Ich nähe ja nicht mehr nach fertigen Schnitten, weil ich daran so viel ändern müsste, dass ich mir den Schnitt auch gleich komplett selbst erstellen kann.

    Ich habe mir mal ein Wickeltop genäht, das ein absolutes Lieblingsteil ist:
    http://die-linkshaenderin.blogspot.de/2011/10/endlich-mal-mitgemacht-me-made-mittwoch.html

    Da sieht man auch gut die Form des Vorderteils: Die Kante hat einen deutlichen Knick. Sie geht vom Hals runter bis zum Kreuzungspunkt und dann fast horizontal zur Seite. Es wird seitlich befestigt und geht dann wieder schräg nach unten zum Saum. Man könnte daraus bestimmt auch einen Kleiderschnitt machen.

    Der Kreuzungspunkt kann ja auch über der Brust liegen, das ist dann nicht so offenherzig, aber wohl auch nicht so schmeichelnd.

    Ich persönlich mag an Wickelsachen gerade, dass sie keine quer verlaufenden Nähte in der Mitte haben, das schmeichelt der Figur (meiner jedenfalls) mehr. Deshalb kommen für mich keine Modelle infrage, deren Bändern mehrmals um die Taille gewickelt werden oder die aus einem Oberteil und einem Rockteil genäht werden. Also theoretisch, ab und zu blättere ich doch mal in Schnittmustern. Aber wenn mir etwas gefällt, entwerfe ich es doch lieber selbst.

    Ich könnte mir kein Kleid aus unelastischem Webstoff nähen, das sitzt bei mir einfach nicht. Selbst wenn es statisch perfekt wäre, sobald ich mich bewege, ändert sich mein Körper so sehr, dass es nicht mehr gut aussieht. Über das Heben der Arme hast Du ja schon geschrieben. Bei mir kommt noch dazu, dass ich breite Schultern habe und die Schulterblätter quasi ein Eigenleben führen. Und der Busen bewegt sich ja auch, wenn die Arme hoch gehen. Außerdem variiert mein Unterbrustumfang um 9 cm beim Ein- und Ausatmen, das macht mir auch immer Probleme beim BH-Kauf. Nein, Oberteile und Kleider müssen bei mir elastisch sein.

    Vielen Dank für das spannende Thema!

    Liebe Grüße,
    Henriette

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nachtrag: Jersey ist auch nicht gleich Jersey. Manche sind dehnbarer als andere. Manche sind nur in Querrichtung dehnbar, andere auch längs. Und wenn sie bi-elastisch sind, muss die Dehnbarkeit längs und quer nicht gleich stark sein.

      Bänder finde ich persönlich besser als Knöpfe und andere "feste" Lösungen, weil sie flexibler sind, wenn man mal ein paar Pfund zugenommen oder auch nur mittags reichlich gefuttert hat.

      Löschen
    2. Deine Wickeljacke sieht gut aus! Ein Kleid würde durch ein so hoch angesetztes Bändchen wahrscheinlich nicht genügend zusammengehalten werden - wenn man sich hinsetzt z. B. strebt der untere Teil doch sicher auseinander. Wir kriegen schon noch raus, was geht und was nicht.

      Löschen
    3. Auf der anderen Seite werden die Teile innen zusätzlich durch einen Knopf und ein Band mit mehreren Knopflöchern zusammen gehalten. Vorn ist die Jacke also über einen großen Bereich doppelt.

      Löschen
  19. Liebe Lucy,
    also für mich persönlich ist das Thema erstmal durch.
    Die von Dir verlinkten Kleider belegen ja sehr anschaulich die Heikelheit (gibt es das Wort) von Wickelschnitten. Das Winterkarokleid war ein Dauerbrenner des Winters, da hatte ich nichts auszusetzen. Aus einem dünnen Stöffchen genäht: mehr als fraglich.
    Und das rote Kleid: ja, es sieht klasse aus. Aber richtig oft trage ich es nicht. Das Tragegefühl ist nicht so wie bei ganzen Kleidern. Obwohl es eigentlich gut sitzt.
    Wenn ich den Stoff nochmal gefunden hätte, hätte ich bei dem Jerseykleid vielleicht die Ärmel nochmal geändert. Aber das ist ja keine Frage des Wickels. Der braune BW-Stoff ist einfach nicht geeignet.
    Insofern kann ich nur nochmal die Problematik untermauern aber leider keinerlei praktische Tipps liefern zur Lösung von Wickelproblemen...
    Melleni

    AntwortenLöschen
  20. das ist völlig egal, obv das bogen grade oder wölbung ist! entscheidenddabei sind folgende faktotren:
    1.richtige postion der taille. die taille ist da, wo ein gummiband sich festsetzt in dem wir uns links und rechts beugen. man wird überrascht, wie hoch unsere tatsächliche taille liegt im vergleich zu all dem gekauften zeug. also, ich waage zu bezweifeln,dass burdataille zu hoch sein kann. es ist eh unser empfinden aufgrund der falscher kleidung ,die wir jahre lang getragen haben.
    2.richtige länge diagonale. d.h. diagonale muss fast auf spannung sich ziehen und ist absolut abgestimmt auf die korrakte position der taille.
    3. richige übetrittbreite- es darf weder zu viel noch zuwenig sein.

    bei diesen 3 punkten ist das völlig egal wie die kante der diagonale verläuft und wie tief unter der brust sich die teile kreuzen.
    damit so ein kleid gut gelingt sollte man jeden schnitt mit persönlichem basisschnitt abgleichen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Himmel, ich liebe Deinen Fachfraulichen 'Senf' - ich schmelz noch irgendwann total hin und weg mit Dir !!!

      Wenn's Dich nicht gaebe - muesste man Dich erst erfinden ! :-D

      LG, Gerlinde

      Kaufklamottige 'Nr. 1 Diskrepanzen' sind mir auch schon aufgefallen!

      Löschen
    2. Ah, noch ein Faktor: die "richtige Übertrittbreite" - wahrscheinlich hast du da Recht, aber wovon hängt die deiner Meinung nach ab?

      Was den Kreuzungspunkt der VT betrifft, so ist dieser m. E. nicht oder kaum variabel, sofern man von einem Schnitt ausgeht, in dem die Taille der natürlichen Taille entspricht. Bei einem Schnitt in Empireform oder tiefer gesetzter Taille wandert der Kreuzungspunkt hingegen nach oben bzw. unten - und daraus kann man schon ableiten, welche Schnittformen als Wickelteil praktikabel sind und welche nicht.

      Löschen
    3. die übertrittsbreite ist nach dem modell verschieden. aber der wichtigste punkt ist immer zusammenabreit der 3 komponenten.
      die richtige länge bis zur taille, die richtige länge der diagonale(was auch sehr oft technisch falsch ausgeführt wird(gedehnt beim nähen)) und übertitt.
      ok, wenn du diagonale exakt zur taillenlinie führst so ist ihre länge in direkter abhängigkeit von übertritsbreite.

      beispiel dafür wie gut die komponenten abgestimmt sein können liefert das modell von Blumarine aus der ausgabe Burda 06/2011. extrem schmal über die mittellinie des kleides(ich glaub nur 5 cm. macht man das breiter- sieht eaus wie ein bademantel) aber... diese 5 cm reichen vollkommen aus um das kleid perfekt sitzen zu lassen.
      bei mir kannst du dieses modell 2 mal sehen in meinem blog ,unter "modern project". ist nur eins von beispiele.
      eine andere möglichkeit zur befestigung von wickel ist silikonband, der auf umbruchinnenseite draufgenähnt wird, der exakt die länge des papierschnittes im bereich diagonale hat. das kannst du hier ansehen:
      http://club.season.ru/index.php?s=&showtopic=22264&view=findpost&p=539084
      vorteil von silikonband ist- er hält ausschnitt zusammen und verhält sich dabei nicht starr,wie es z.b. bei einem formband der fall wäre.

      Löschen
  21. Ach da bin ich aber froh, dass es noch andere gibt, die diese Probleme mit Wickelkleidern haben. Dabei gefallen mir Wickelkleider doch so gut... an anderen. :-(
    Leider kann ich nichts zur Problemlösung beitragen, denn zuletzt bin ich an Oland von farbenmix gescheitert und weiß jetzt, dass auch die Kombination aus Raglan und Wickelform für mich nicht funktioniert, solange ich bei Fertigschnitten bleibe; irgendwie scheint meine Unterbrustweite im Verhältnis zur Brustgröße nicht zu passend. Wenn dann noch zu enge Ärmellöcher dazu kommen, dann sitzt irgendwie gar nichts mehr. *seufz* Vermutlich muss ich mich an das Thema Basisschnitt doch mal herantrauen...

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für deinen Kommentar!