Freitag, 31. August 2012

Alles schon mal dagewesen




Schaut doch mal, was ich gefunden habe! Oben: Burdastyle 9/2012 (das aktuelle Heft), Modell 116, unten: "Brigittes schneller Schnitt" aus Heft 21 von 1972.

Das belegt die These, dass modisch gesehen doch alles irgendwann wiederkehrt, und dass man manche Sachen einfach nur lange genug - hier: 40 Jahre - aufheben muss, damit sie wieder modern sind. Die beiden Röcke sind - das erkennt man auf den Bildern nicht so gut - exakt gleich lang, nämlich 50cm. Der Brigitte-Rock ist möglicherweise einen Tick glockiger, aber das werde ich herausfinden, indem ich beide Schnitte herauskopiere.

 „Brigittes schneller Schnitt“ war übrigens eine Nähbeilage in der Brigitte in den frühen 70er Jahren. Von Carola hatte ich diese und noch einige andere ältere Schnittmuster bekommen, vielen Dank noch einmal. Man konnte sich damals mit Brigitte eine komplette Grundgarderobe nähen. Jede Beilage enthielt zwei zusammenpassende Modelle in drei Größen, 38, 40 und 42. Der Schnitt für das Oberteil ist hier auch dabei und wird in zwei Varianten, als Jacke und als elegante Bluse gezeigt. Das Schnittmuster und eine sehr knappe Nähanleitung sind auf der Rückseite des Bogens.

Den Brigitte-Rock hatte ich mir schon vor ein paar Wochen auf den „bald nähen“-Stapel gelegt, zusammen mit einem großen Rest dünnem Jeansstoff. Jetzt, da ein identischer Rock in der neuesten Burda erschienen ist, fühle ich mich in meiner Wahl natürlich ab-so-lut bestätigt. Juhu, ich hatte Recht!

Nur wie ein in den Rock gesteckter Pullover länger als 5 Minuten so ordentlich bleiben kann, wie bei der Dame auf dem Burda-Foto ist mir ein Rätsel, und warum der Pulloverabschluss sich darunter nicht als Wulst abzeichnet auch. Ihr T-Shirt-Reinsteckerinnen da draußen, wie macht ihr das? Ständig zupfen und ordnen? Oder einfach nie hinsetzen?

22 Kommentare:

  1. Das sind ja nur Modefotos, da sitzt doch immer alles ;). Sinnlos, aber fotografisch notwendig. Ich steck bisher nie was rein. Mag ich nicht! Der Rock gefällt mir auch in der neusten Burda. Ich hab nur überhaupt keine Lust auf Röcke nähen. Über sowas hab ich heute auch nachgedacht. Mir gefällt einer, aus einem anderen Heft... den ich wirklich gerne mal probieren würde, aber! da kommt auch noch dazu, dass ich so dermaßen ungerne kopiere. Schlimm. Bin gespannt, wie deiner dann aussieht. Mad for Mod hat den schon umgesetzt, den aus der Burda.
    ... Und klar kommt alles wieder, der Rock war sicherlich auch in den 40 Jahren mindestens noch drei mal in. Derzeit kommt es mir eh so vor, als ob sich ganz viel ganz schnell wiederholt. Der Militärlook z.B., mit dem versuchen sie es doch schon seit mindestens 10 jahren jedes zweite Jahr wieder und so lange es nicht wirklich ankommt, wiederholt sich das sicherlich so weiter..... Kommerz, halt.
    Vera

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    1. Genau, auch immer gerne genommen: Marine und Safari!

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  2. Die Shirts müssen eine gewisse Länge haben und die Röcke einen Bund, dann klappt es. Oder Du gehst auf Nummer Sicher und ziehst Bodys an, es gab auch mal Blusenbodys. Bin gespannt, ob das wieder kommt.
    Viele Grüße
    Julia

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    1. Ich hoffe nicht! Die Zeit, als es kaum noch normale Blusen gab, hatte ich schon ganz verdrängt. Obwohl, jetzt könnte ich mir das ja passend nähen.

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  3. Ja, ja, das kommt alles wieder, also nichts wegschmeissen, kann man immer wieder anziehen. Das mit dem reinziehen in den Rock, das mag ich auch nicht besonders. Der Rock gefällt mir, hatte mir auch schon überlegt, den evtl. mal zu nähen. Aber was ich immer alles so nähen will, das schaffe ich nie.
    LG Tina

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  4. Sehr interessant. Auf meinem als übernächstes Nähen-Stapel liegt so ein ähnlicher Schnitt (zwei Kellerfalten). Ich besitze sehr viele alte Nähhefte, und ja, alles kommt irgendwie wieder. Finde ich auch ganz beruhigend, da lohnt sich mein Nichts-Wegwerf-Fimmel.
    Von den schnellen Schnitten hab ich auch ein paar, aber ich glaube, die passen mir nicht. Ich denke, dass der Brigitte-Schnitt zeitentsprechender etwas ausgestellter gestaltet ist.

    Ich trage auch nie Blusen oder Pullis im Rock, das würde für mich bedeuten ich betone meine unvorteilhafteste Stelle und dieses Dauergezuppele (man denke nur an den Toilettengang) ist nix für mich Pragmatikerin. DAnn ja lieber noch Gummibund in Pulli und Blusen unten wie in den Achzigern (hab ich das jetzt wirklich gesagt?).
    Ich denke mal, das Burda Modell könnte keinen Schritt laufen, vermutlich sitzt der Rock so weit, dass er ihr sofort auf die Hüfte rutschen würde. Und gesessen ist diese Dame natürlich nicht mit dem Rock.

    Bodies! Das hatte ich schon wieder ganz verdrängt. War das nicht so Ende der 80er? So gar nicht meins, auf alle Fälle. Wobei manche Freundinnen im Bekanntenkreis das ganz super fanden. Erstaunlich, woran man sich erinnern kann...

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    1. Ich meine Bodies "waren" Ende der 80er bis Anfang der 90er. Ab Mitte der 90er war kein Ersatz mehr zu kriegen... Leider...

      Ich stecke auch viel rein, wie Michou, und kann bestätigen, das funktioniert, wenn die Teile lang genug sind. Keine Wurst, kein Rutschen.

      LG, Bronte

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  5. Tja, ich bin die Außenseiterin hier: außer kurzen Strickpullis trage ich nichts über dem Bund - denn da (auch beim Pulli) verrutscht es doch erst recht ...? Da ich breite Hüften habe, sehen darüber gezogene Oberteile eh nicht toll aus, während sie wesentlich gestreckter wirken wenn ich die Taille betone - also Blusen und T-Shirts rein. Beides muss natürlich länger als eine Handbreit über die Taille hinunter reichen, sonst rutscht es in der Tag. Ansonsten bleibt eigentlich alles da, wo ich es hingesteckt habe :-)
    Und bei dem Burdabild ist der Pulli ja eh schon in der Taille angeschoppt, da kann ja nichts mehr rutschen, denke ich.

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  6. Das auf dem Foto ist einfach ein Steh-Pullover ;-)

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  7. Ahh, ich mag den Kellefaltenrock auch sehr gerne. Witzig, dass es den schon mal vor 40 Jahren gegeben hat.

    Bei mir ist das mit Oberteil rein oder raus auch immer so ein wenig abhängig davon, wie der Stil ist. Bluse kommt in einen engen Rock immer rein, das ist schon deshalb notwendig, weil ich viele Kostüme im Job tragen muss, das sieht dann sonst doof aus. In diesem Fall kommen auch die T-shirts immer in den Rock.

    Tatsächlich ist das nur dann ein nicht ständiges Rutschen, wenn die Oberteile lang genug sind. Und da fängt das Problem bei Kaufkleidung schon an. Die sind oft so kurz, bzw. werden das nach dem ersten Waschen, dass es nur noch oben drüber geht. Dann kann ich die nur noch in der Freizeit über den Rock tragen.

    Ein Pulli in den Rock, geht nur wenn man wirklich sehr schmale Hüften hat, bei mir sieht das aus wie Presswurst. Ich denke bei dem Burdabild ist das Mädel einfach super schmal, da kann man schon mal einen Pulli in den Rock stecken.

    Liebe Grüße von Ute

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    1. Ah, Ok, es kristallisiert sich langsam heraus, was bei mir das Problem ist: T-Shirts und Blusen sind einfach zu kurz. Besonders erstere, Kaufteile, haben nach der Wäsche immer so eine unentschlossene Länge: zu lang zum Drübertragen, zu kurz zum Reinstecken. Also: Selbermachen.

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  8. Ich hab mir das beim Durchblättern der Zeitschrift auch gedacht. Ich hab mir so einen Rock in der Schule, in den Siebzigern, auch genäht.
    LG Elke

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  9. Ich schließ mich Michou an: eigentlich sind meine Hüften zu breit, um Shirts außen zu tragen. Deshalb: lange Shirts/Blusen in den Rock, oder enge, kürzere Pullover außen. Die breiteren Hüften sind auch der Grund, warum ich den Burda-Schnitt leider nicht nachnähen werde, auch wenn mich das Schnittmuster spontan sehr angesprochen hätte. Bei Burda gibt's zu wenig Taille/Hüfte-Differenz für mich.
    Schade, denn der Schnitt hat echt Potenzial zum schnellen Lieblingsschnitt zu werden. Sieht toll aus, in einem herbstlichen Material!

    Christel

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  10. Unliebsame Schatten und Wülste gehen einmal durch die Bearbeitung. In diesem Fall schätze ich, aus eigener Erfahrung, ist der Rock für das Model relativ weit und wurde hinten mit Klammern auf Form gebracht und zwar so auf Zug, dass sich noch nichts abzeichnet. Traue keinem Foto, dass Du nicht selbst gefälscht hast. ;)

    Beste Grüsse Doris

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  11. Ich gehöre auch zu denen, die seit ein Paar Jahren alles reinstecken. Aber wie schon geschrieben, es muss dafür länger sein und unten nicht zu breit. Ein t-Schirt/Bluse kommt nur drüber, wenn es zu kurz ist oder der Rock auf Hüfte sitzt. Was bei mir öfter ist als ich will. Bodys-das war doch in den Neunzigern, fand ich fürchterlich. Wie geht man damit schnell aufs Klo?

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  12. Reinstecken ist auch schlecht wenn unten UND oben viel. Dafür sind Bodys gut, zum Druntertragen, da flutscht nichts raus. Den Kloh-Umstand nehme ich dafür gern auf mich. Von Falke oder so gibt es die auch immer noch, zwar teuer, aber halten ewig. Ein Blusen-Body war das Teil, dass ich bei Kik an der Ostsee gekauft hatte. Sowas hatte ich auch noch nicht, Tragepremiere steht noch aus.
    Worauf ich bisher leider vergeblich warte: Die Wiederkehr des Hosenrocks.

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    1. Ach, vielleicht musst du gar nicht mehr lange warten. Nachdem diese 80er-Overalls wieder da sind und ich auch schon eine schicke Latzhose gesehen habe, kommt sicher als nächstes der Hosenrock dran.

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    2. Darauf muss man nicht warten, finde ich. Einfach tragen. Ich hab sogar einen Onion-Hosenrockschnitt. Kann also gar nicht aus der Mode sein ;)

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    3. Also, das ist jetzt vielleicht ganz fies, aber ich warte darauf, einen Hosenrock KAUFEN zu können.

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  13. Oh, das ist ein Problem, das ich nicht habe! Toll! Bei mir funktioniert das anscheinend mit den T-Shirt im Rock oder ich gehe häufig genug aufs Klo, um das zurecht zu zuppeln. Ich würde sagen, die T-Shirts müssen knapp bis zum Hüftknochen gehen, damit beides gut aussieht. Aber ich habe gerade keines an, um eine wirklich valide Aussage zu treffen.

    Das Tolle, wenn frau für sich definiert hat, keinerlei Problemzonen zu haben, ist, dass frau auch nicht wirklich oft zuppeln muß.

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  14. oh, bin gespannt wie deine Versionen aussehen :)
    stimmt schon, Schnitte kommen sehr sehr oft wieder, ab und an hilft aber Aufheben nicht, weil die Stoffe das Alter verraten und die dann absolut unpassend wirken heutzutage (schon viele Beispiele herumlaufen gesehen.. *lach*)

    lg Georgina

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  15. Das T-Shirt als Catsuit (ohne Beine!) nähen!

    Dann kannn nichts nach oben rutschen!

    LG Luitgard

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Vielen Dank für deinen Kommentar!