Donnerstag, 14. August 2014

Näh-Gadgets

Im tiefsten Herzen bin ich ja eine Nähzubehör-Puristin und davon überzeugt, dass die Hobby-Industrie-Mafia (egal für welches Hobby) eine Menge überkandidelten Kram auf den Markt bringt, den kein Mensch wirklich braucht. Schaut euch zum Beispiel mal diese elektrische Schrägbandformmaschine von Simplicity für 99,99$ an - verrückt, oder? Ich habe einen der üblichen Schrägbandformer und benutze nicht mal den...


Aber was ich eigentlich erzählen wollte: vor kurzem kaufte ich doch mal wieder ein Nähzubehörteil und bin begeistert! Dieser Kreidestift mit auswechselbaren, auch farbigen Minen, löst nämlich das Problem des Anzeichnens auf weißen oder sehr hellen Stoffen, wo die üblichen Werkzeuge der Nähzubehör-Puristin, nämlich normale Schneiderkreide und Seifenstücke, versagen. Eine Zeitlang hatte ich bei hellen Stoffen die radierbaren Frixion-Stifte benutzt, über die ich hier schon mal geschrieben hatte, aber erstens war mein Vertrauen, dass die Linien beim Bügeln wirklich immer verschwinden, nicht ganz so hoch (und Suschna berichtete gerade, dass sich mehrere Monate alte Vorzeichnungen nicht mehr wegbügeln ließen), zweitens kosten die Stifte 3 Euro pro Stück und sind ziemlich schnell leergeschrieben - mithin viel zu teuer für Näh-Geizhälse wie mich. Von dem Kreidestift mit Minenset, der weniger kostete als drei Frixion-Stifte, werde ich viel länger etwas haben, und die Minen gibt es im Nachfüllpaket für 4 oder 5 Euro.


Das aller- allerbeste Nähzubehör aller Zeiten ist meiner Ansicht nach übrigens dieses kleine, nur 10 cm lange Alulineal. Es trägt die sympathische dänische Bezeichnung Sømometer und stammt von Stoff&Stil, im aktuellen Katalog heißt es Saum-Messer und ist etwas anders bedruckt. Bei Ebay gibt es solche Lineale mit dem Markennamen Sew Mate auch ab und zu, sie sind dort aber fast dreimal so teuer.

Die Vorsprünge und Aussparungen bezeichnen alle Maße, die beim Nähen, Bügeln oder Markieren wichtig sind: Mit den Maßen für 1 cm, 1,5 cm und 2 cm zeichne ich Nahtzugaben an, mit 3 cm, 4 cm und 6 cm bügele ich Säume um. Knopflöcher einzeichnen, hier was nachmessen, da auf dem Schnittmuster etwas dazuzeichnen - dazu benutze ich fast nur noch das Sømometer. Praktisch an dem Ding im Gegensatz zu normalen Linealen und Maßbändern: Man erkennt das relevante Maß auf einen Blick und kann sich beim Ablesen nicht so leicht vertun.

Habt ihr auch solche Lieblingswerkzeuge, auf die ihr nicht verzichten wolltet? Nachdem mich der Kreidestift so glücklich macht, verpasse ich vielleicht etwas Wesentliches, wenn ich sämtliches Spezialzubehör weiterhin ignoriere?

46 Kommentare:

  1. Danke für die Tipps! Das Alu-Lineal ist ja wirklich unschlagbar, das brauche ich dann wohl auch. Ich bin auch eher der puristische Typ, was das Nähzubehör angeht. Meine Schneidematte und den Rollschneider brauche ich aber immer wieder. Früher benutzte ich es nur zum Quiltstoffteile ausradeln - mittlerweile schneide ich damit nicht nur die meisten Kleidungsteile aus, sondern vor allem die Folienschnittmusterteile. Da ging mir vorher nämlich regelmässig die Schere stumpf. Ich habe für die Matte auch einen neuen Platz (unter der Couch in meinem Zimmer), sodass ich sie flux rausziehen kann, auch wenn ich nur eine Kleinigkeit ausschneiden muss.
    Liebe Grüße!

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    1. Und der Schrägbandformer ist ja echt unglaublich überflüssig! Meinen kleinen benutze ich aber meist doch, wenn ich Schrägband benötige.

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  2. Herzlichen Dank für diesen Einblick! Ich habe ein ähnliches Metallmass, das ich auch super finde - und ich habe die genau gleiche Kreide (zu der muss ich aber sagen, dass ich sie kürzlich von einem weissen Stoff nicht wegbrachte, was aber klarerweise mein Fehler ist, da ich nicht getestet hatte...). Mein absolutes Lieblingswerkzeug ist der Rollschneider mit Matte. Ich hatte lange keinen und weiss nicht, wie ich ohne konnte. Ansonsten brauche ich auch meinen Standard-Schrägbandformer des öfteren und, tja, den Nahttrenner. Sonst habe ich aber nix Spezielles, was ich brauche oder empfehlen könnte.
    Liebe Grüsse vom Wullechneuel

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    1. Bei Rollschneider+Matte zögere ich noch, aber bald bin ich so weit. Neulich gabs in der Quiltgruppe mal eine Gelegenheit, beides zu benutzen, und ich war von den perfekt geraden Schnitten sehr begeistert. Eine kleine Schneidematte hätte ich sogar schon, allerdings aus dem Künstlerbedarf, weiß nicht, ob die in Kombination mit Rollschneidern für Stoff geeignet ist.

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  3. Der Saummesser ist auch mein Lieblingswerkzeug und liegt immer griffbereit.
    Den Kreidestift muss ich mir noch genauer anschauen. Das wäre etwas für mich.

    Lg Mathilda

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    1. Einen ähnlichen Kreidestift gibts auch von Prym, allerdings mit ganz feinen Minen, wie ein Druckbleistift - vielleicht für grob gewebte Wollstoffe nicht so geeignet? Aber ich vermute nur, habe den Prym-Stift noch nie ausprobiert.

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  4. Is ja 'n Ding! Genau diesen Kreideminenstift habe ich vor einiger Zeit auch gekauft. Ungeplant, ein Impulskauf! Ich sah ihn im Laden und wunderte mich, warum ich sowas bisher noch nicht gesehen hatte. Es schien, als könnte ich alle meine Anzeichen-Probleme damit lösen. Nach dem ersten Verwenden wollte ich auch schon einen Beitrag über das tolle Teil schreiben, ist aber irgendwie untergegangen. Ansonsten investiere ich auch lieber in Stoffe, als in zuviel Zubehör und kann keine Tipps geben.
    Der Saum-Messer ist mir vor einigen Jahren schon mal (virtuell) in einem Forum begegnet. Die Besitzerin schwärmte vom Umbügeln ohne erst anzuzeichnen, weil das Ding ja aus Metall ist. Hm, bis jetzt komme ich ohne aus. Aber das heißt ja nix ;-)

    LG
    anne

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    1. Haha, ja, das war bei mir auch ein Impulskauf, in München, und ich habe den Stift letztlich nur gekauft, weil ich den hier in B. noch nirgends gesehen hatte und er damit ja auch ein Nähsouvenir ist.

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  5. Ja, mein meist gebrauchtes Utensil ist mein Nahttrenner (größer als normal) und mein Quiltlineal (das kann man auch schon mal bei Umbauarbeiten sein). So ein Saummaß habe ich auch, sehr hilfreich, habe es aus Kunststoff von einer dt. Firma (will hier keine Werbung machen). Aber so hat jeder seine Lieblinge. Liebe Grüße, Elke

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    1. Du kannst die Firma hier gerne sagen - aus Kunststoff ist mir dieses Lineal noch nicht über den Weg gelaufen. Wobei ich gerade vorteilhaft finde (fürs Bügeln), dass dieses hier aus Metall ist.

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  6. Wie weich ist denn der Kreidestift? Mein Problem mit den herkömmlichen Schneiderkreiden war, dass man feine oder weniger steife Stoffe kaum präzise mit anzeichnen kann, weil sich durch den nötigen Druck der Stoff verzieht. Früher gab es ja noch die "Industriekreide", die war weicher, ist aber schwer zu finden. Könnte wohl unter "Sublimierkreide" laufen? Kreiderädchen, -bürstchen etc. konnten mich nicht überzeugen.
    Allerdings las ich vor einiger Zeit den Seifentipp. Hach, genial. Mein Problem ist weitgehend gelöst und flache Seifenreststücke wandern seither direkt in die Nähschublade.

    Grundsätzlich gehöre ich auch zu den Nähzubehör-Puristen. So sehr, dass ich die meisten mitgelieferten Füßchen erst nach langem Gebrauch der Nähmaschine wirklich ausprobiert habe. Heute nutze ich eine ganze Reihe davon, da sie einem das Leben doch sehr erleichtern - es sind zur Grundausstattung auch noch einige hinzugekommen. Alltagswichtig finde ich neben RV-Fuß und Knopfloch-Fuß, ohne die es kaum geht, den Obertransportfuß (Walking Foot), den Kantensteppfuß, den Stopffuß, den ich zum Flicken und freien Quilten verwende, und den vorne offenen Applikationsfuß.

    Das Kantenlineal gehört auch zu den Dingen, die ich erst mit Verspätung entdeckt habe und jetzt begeistert nutze. Bei meinem kann man den Maßzeiger verschieben, was auch ganz praktisch ist.

    Einen Rollschneider habe ich mir fürs Patchworken gekauft und natürlich nutze ich ihn auch, um gerade maßhaltige Streifen zu schneiden, z.B. für Schrägbänder. Allerdings nicht zum Zuschneiden von Bekleidung, da mir dafür die ausreichend große Schneidunterlage fehlt - und es mit der Schere auch sehr gut funktioniert.

    Für manche Zwecke sind improvisierte Lösungen ohnehin unschlagbar: z.B. nehme ich zum Stoff unters Füßchen geleiten eine aufgebogene größere Büroklammer. Bewährt sich seit Jahrzehnten.

    Viele Grüße
    Ursula

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    1. Oh, falls du das noch liest: kannst du den Büroklammer-Trick nochmal genauer erläutern? Ich kann mir gerade gar nicht vorstellen, wobei du das verwendest, aber ich liebe solche improvisierten Nähhelfer aus dem Haushalt und würde das gerne auch können.

      Mit dem Kreidestift lässt sich auf jeden Fall besser zeichnen als mit der normalen Schneiderkreide, mit weniger Druck und um Längen präziser. Bei Seidensatin oder dünnen Viskosejersey würde man auch mit diesem Stift an die Grenzen kommen, aber für die Materialien, die ich täglich verarbeite, ist er prima.
      So weit ich weiß ist Sublimierkreide ein chemisches Produkt, also sie enthält keine Kreide. Demgegenüber habe ich ein gewisses Misstrauen, weil ich Fälle kenne, in denen sich diverse Markierstifte und -kreiden doch nicht mehr entfernen ließen oder nach einiger Zeit wieder auftauchten. Über manche Markierungen darf man auf keinen Fall drüberbügeln, dann werden sie dauerhaft (eine Bekannte ruinierte sich damit 2 Tage vor dem Hochzeitstermin das Brautkleid), andere verschwinden bei hoher Luftfeuchtigkeit auf einmal von selber und dann steht man blöd da - ich mag das nicht. Im Orag-Haus in München hatten sie noch so genannte "englische Kreide", das ist eine Schneiderkreide in Dreiecksform gepresst, die anscheinend weicher ist und als Bindemittel einen Anteil Fett enthält. Laut Verkäuferin muss man etwas aufpassen, dass es keine Fettflecke gibt. Ich ärgere mich jetzt, dass ich kein Stück zum Ausprobieren und Vergleichen mitgenommen habe, denn woanders scheint es diese Kreide nicht zu geben.

      Die Nähmaschinensonderfüße werden wahrscheinlich demnächst Thema der Stoffspielerei, hatte Griselda angekündigt - da ich mich damit noch überhaupt nicht befasst habe, freue ich mich auf interessante Entdeckungen. Und stelle mal wieder fest, dass es beim Nähen wirklich noch viel zu lernen und auszuporbieren gibt.

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  7. So beschrieben ist so ein Saummesser wirklich praktisch, aus Gewohnheit bin ich bisher ohne klar gekommen.
    Neuerdings habe ich ein Bügeleisen mit selbstständiger Abschaltfunktion. Das finde ich sehr praktisch weil meins beim Nähen meistens an ist und ich es anschließend auch schon vergessen hatte.
    Schneidlineal und Schneidmatte finde ich ebenfalls praktisch, beim Tapeten zuschneiden waren diese auch sehr hilfreich.
    Schon lange überlege ich, ob ich mir eine Zackenschere zulege.
    LG Ute

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    1. Die Zackenschere habe ich bisher nur dazu benutzt, Filz dekorativ mit Zackenrand auszuschneiden... Glücklicherweise habe ich nur das Ikea-Modell. Aber Angelika einen Kommentar weiter unten liebt ihre Zackenschere, scheint mir - vielleicht geht es dir ja wie ihr?

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  8. Ich habe eine Bügelschablone (aber nur die Standardausführung) - die ist super, da muß ich keine Säume mehr direkt ausmessen.
    Rollschneider, Schneidematte und Quiltlineal finde ich auch praktisch.
    Schrägbandformer - ja unbedingt, sogar verschiedene Breiten.
    Clover Clips für's Taschen nähen, wenn es ein ganz dicker Packen ist.
    Kreiderädchen hab ich das von Stoff und Stil, das gibt es theoretisch auch in blau zum Nachfüllen, das hab ich aber noch nicht ausprobiert.
    Zackenschere hab ich die vom Möbelschweden, vor Ewigkeiten gekauft , nie benützt und mit Erstaunen vor ein paar Monaten festgestellt wie schön glaichmäßig man da die Nahtzugabe zurückschneiden kann, z B. beim Hosentaschen wenden.
    Als verzichtbar haben sich erwiesen der Kantenformer (Prym?) und die Saumhilfe (magnetisch, Prym?) und mit der Wendenadel habe ich immer noch nicht meine Freiden gemacht.
    Es scheint ich hab wohl doch mehr Zubehör als ich dachte ;-))
    lg Angelika


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    1. Oh ja, du hast lauter Sachen, die ich nicht habe. Aber was man wirklich braucht, hängt auch davon ab, was man näht: Taschenclips sind bestimmt praktisch, wenn man häufig Taschen näht, bei mir würden sie kaum benutzt werden.

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    2. Ach ja, und meiner Zackenschere gebe ich jetzt nochmal ne Chance!

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  9. Ja, das Saummesser von S&S habe ich auch und möchte es nicht mehr missen.
    Ansonsten habe ich nur das übliche Zusatzwerkzeug, wie verschiedene Scheren, Nahttrenner und ein paar zusätzliche Nähfüßchen.
    Der Kreidestift mit auswechselbaren Minen gefällt mir. Danach werde ich auch mal Ausschau halten. Danke fürs Zeigen.
    LG von Susanne

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  10. Sehr cool! Gleich bestellt! Denn ich bin - zugegebenermaßen eher der Typ Nähgadgetfreak! - allerdings benutze ich bisher auch tatsächlich alle gadgets, die ich hier liegen habe :O) Eines meiner allerliebsten ist dieses Handmaß aus Edelstahl: http://www.filztex.de/html/handmass.html . Für mich hat sich die Investition auf jeden Fall gelohnt. Danke für den Tipp!
    <3-liche Grüße
    annilu

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    1. Oh ja, das Handmaß sieht ja solide aus, das gefällt mir auch. Die Investition ist ein bißchen hoch für einen Spontankauf, aber möglicherweise fragt mich ja mal jemand nach Geschenkwünschen.

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  11. Danke für den Tipp mit dem Saummesser. Muss ich haben!
    Ich arbeite viel mit dem einfachen Handmaß - dies scheint mir jedoch sinnvoller zu sein.
    LG
    Astrid
    Unverzichtbar für mich sind:
    Schneidmatte plus Rollmesser, NAHTTRENNER, perfekte Scheren und Schmalkantenfuß für die Nähmaschine

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  12. Genau diese beiden Utensilien sind auch meine meist benutzten. Die farbigen Kreiden nehme ich auch, um Aufkleber aus Tafelfolie zu beschriften.
    Ein weiteres nützliches Instrument ist für mich der Rollschneider zusammen mit einem Patchworklineal, mit dem sich Streifen und gerade Teile optimal zuschneiden lassen.
    LG
    Susanne

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  13. Witzig, diesen Saummesser habe ich auch gerade entdeckt und bei Stoff und Stil mit deutschem Aufdruck gekauft. Ist ganz neu, deshalb bin ich noch nicht dazu gekommen, es zu benutzen. Aber ich bin sicher, das es zu einem Lieblingswerkzeug werden wird. Ich neige nämlich dazu, das Handmass aus Plastik durchs Bügeln am Saum zu verhunzen. Dusselig, aber so ist es nun mal. Da kommt mir so was aus Metall gerade recht.
    Danke auch für den Kreidestift-Tipp. Den werde ich mir auf jeden Fall noch besorgen.
    Ein anderes Lieblingszubehör von mir sind Essstäbchen zum Ecken ausstülpen. Sehen schön aus und sind billig in jedem Asia-Supermarkt zu haben.
    LG Griselda K

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    1. Oh ja, guter Tipp. Auf jeden Fall besser, als die Scherenspitze zu verwenden, die sich dann - hupps - plötzlich doch durchbohrt.

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  14. Das Handmaß ist genial; benutze es auch regelmäßig. Zum Anzeichnen verwende ich öfters kleine Seifenstückchen oder Aquarell-Buntstifte, die sich einfach mit kalten Wasser ausspülen lassen. Und - bisher noch nicht genannt - unentbehrlich ist für mich mein Spulenring aus Gummi für die Nächmaschinenspulen.
    Ida

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  15. Deine Kreideminen finde ich sehr attraktiv. Ich benutze zum Anzeichnen immer Heft-und-Tafel-Stifte von Faber in weiß und gelb. Preislich wohl gleich, aber überall erhältlich.
    Dieses Somometer muss ich unbedingt haben. Ich habe mich schon immer gefragt, warum es so ein Ding nicht gibt! Ich arbeite immer mit meinem großen Geodreieck, was gut funktioniert, aber die Gefahr, sich zu vergucken ist groß.
    Ansonsten schleiche ich um Zubehör immer lange drumherum, bevor ich es kaufe. Was ich dann aber einmal habe, benutze ich auch.
    Meine Favoriten sind Matte und Rollschneider (nicht mit Klingen geizen), ModiiKantenformer Universal, ein größerer Nahttrenner und WonderClips. Die QuiltNadeln von Clover sind so geil (Entschuldigung)! Sie sind seeehr lang und flexibel. Außerdem benutze ich zum SM-Kopieren allergeilstes Architektenpapier: Fest und transparent, leider etwas kostspielig. Besonders loben möchte ich meinen Elektriker, der mir eine Tageslichtlampe ausgesucht und montiert hat, die wirklich überirdisch hell ist, auch immer ein Grund zur Freude!
    Druckluftspray finde ich auch super. Ist im Fachgeschäft allerdings völlig überteuert, da brauche ich jetzt mal eine andere Quelle. In der Industrie kostet eine Dose ca. 6 statt 20 €.
    Zuguterletzt brauche ich beim Nähen immer spannende Hörbücher und meinen Hund am linken Fuß...
    Ups, jetzt mache ich aber Schluss ;-)
    Ich empfehle mich, haha,
    Kathrin

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    1. Nachtrag: hat jemand Erfahrung mit dem ParallelKopierRad von Prym?

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    2. Architektenpapier bzw. das Transparentpapier von der Rolle von Modulor wollte ich schon seit längerem zum Schnitt-Kopieren ausprobieren - meinen Plastikverbrauch mit der Baumarktfolie finde ich nämlich nicht besonders gut, ich nähe die meisten Schnitte ja nur ein Mal. Vermutlich ist Transparentpapier ein bißchen umweltfreundlicher. Danke fürs Erinnern!

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  16. Das Saummesser von Stoff&Stil ist auch mein liebstes Nähutensil, auch wenn ich gar nicht mehr wirklich Kleidung nähe. Meins habe ich fast vier Jahre - und hüte es wie meinen Augapfel.
    Toll ist es gerade, weil man es "direkt" mit Bügeleisen (auch gerne von der Sorte Dampfmaschine) benutzen kann - ohne Nebenwirkungen.
    Beim Möbelschweden gab es das mal in einem Set (vielleicht gibt es das auch immer noch) - da war das aber aus Plastik - keine gute Kombi mit Bügeleisen. :D
    Leider greife ich oft zu Schnick-Schnack den ich dann nicht brauche (was auch daran liegt, das im Rheinland ein Großhandel für Prym & Co. existiert, der ab und an auch für Normalnäherinnen öffnet). Mein Highlight: Ein biegsames Kurvenlineal - was für ein Quatsch! Auch der Schrägbandformer dümpelt irgendwo vor sich hin. Vor 16 Jahren gekauft - 1 x benutzt!
    Das ParallelKopierRad von Prym finde ich aber gar nicht so unnütz. Vor allem, wenn ein Schnitt ein wenig mehr "Nahtzugabe" braucht.^^ Ich habe das ein paar mal benutzt, aber nähe halt kaum noch Kleidung. Auf der Herstellerseite gibt es dazu ein Video, das sollte man sich anschauen - ich war ohne Beschreibung ein wenig überfordert mit dem Teil - und wie man es zusammensetzt. Mit Anleitung hat es dann aber problemlos geklappt. ;)

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    1. Das biegsame Kurvenlineal benutze ich immer, um Ärmelkugeln zu konstruieren - unverzichtbar für mich!
      Aber natürlich braucht jeder unfterschiedliche Dinge :)

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  17. Meine große Schneidematte und meinen Rollschneider möchte ich nicht mehr missen. Meiner hat ein Abstandslineal, mit dem ich an der Nahtlinie entlang fahre, die Klinge schneidet im eingestellten Abstand. So habe ich immer eine gleichmäßige Nahtzugabe. Unverzichtbar ist für mich auch mein Handmass aus Metall, aber deinen Saummesser finde ich auch klasse!
    Die geerbte Zackenschere lag lange in der Schublade, aber inzwischen benutze ich sie zum Zurückschneiden der Nahtzugabe und bin sehr zufrieden.
    Einen Minenstift habe ich auch, aber irgendwie funktioniert meiner nicht richtig und bleibt in der Schublade. Mehr brauche ich eingentlich nicht. Nähfüßchen sind vielleicht noch interessant. Ich könnte nicht ohne mein Füßchen für nahtverdeckte Reißverschlüsse und neu entdeckt habe ich den Blindstichfuß. Ich verwende ihn nicht nur zum Säumen, sondern auch zum Absteppen von Kanten.
    LG Rita

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  18. Witzig, den Kreidestift mit auswechselbaren Minen hab' ich mir vor ca. einem halben Jahr gekauft. Und bin wie Du sehr zufrieden damit. Zum einen lassen sich die Stiftfarben je nach Stofffarbe benötigt auswechseln; zum anderen können die Minen mit einem haushaltsüblichen Spitzer sehr schön angespitzt werden - und zeichnen damit sehr genau. Das war nämlich bisher mein Problem mit den sonst üblichen Schneiderkreiden.
    Achja und von Clover hab' ich noch drei Kreidestifte in rosa, hellblau und weiß. Die nehme ich auch recht gerne her für Baumwolle oder Leinen. Die sind nicht ganz so hart wie der auswechselbare Kreidestift, für's Anzeichnen auf mein neuestes Samtwestenprojekt war aber doch der Kreideminenstift besser.

    Dann hab ich noch einen Rollschneider und eine große Schneidematte (grün). Das Material ist das gleiche wie meine kleine DINA4-Matte, die ich für meine Papierarbeiten angeschafft hatte. Daher denke ich, dass Du Deine vorhandene Matte getrost für den Rollschneider nutzen kannst. Außerdem hab' ich mir dazu ein Quiltlineal gegönnt. Auch diese drei Dinge nutze ich viel und gerne.

    Meine Zackenschere und mein Schrägbandformer führen ein Schattendasein in der Schublade. Dabei dachte ich beim Kauf, dass ich ohne diese Dinger nicht leben könnte...

    Aber den Somometer finde ich klasse. Bisher hab' ich mich mit Pappe beholfen bzw. mein Handmass (auch ein für mich sehr wichtiges Utensil) beim Bügeln geschrottet.

    Hat denn jemand eine Wendenadel wie sie z.B. Griselda für's Wenden der Taschenhenkel benutzt? Ich bin mir recht unschlüssig, ob das in die Kategorie "unbedingt notwendig" oder eher in "Dinge, die die Welt nicht braucht" fällt.

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    1. Danke für die Info zu den Schneidematten, wenn ich die alte Matte weiterverwenden kann fällt die Entscheidung für den Rollschneider schon mal etwas leichter.

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    2. Ich hab zunächst auch meine Papierschneidematte für den Cutter für die Pw-Anfänge benutzt. Von Ernst Heyda oder so. Aber damit wurden die Rollschneiderklingen super schnell stumpf. Hatte mich schon gewundert. Mit der Olfamatte hält die Klinge und hält und hält ;) Und die Matte hab ich auch schon ein paar Jahre.
      Die Minen benutz ich auch gerne. Noch schöner finde ich inzwischen aber den feinen Minenstift von Prym, die sind noch präziser und man hat nicht soviel Kreidestaub. Ich bin aber auch keine wirkliche Puristin ;)
      Liebe Grüße, stoffmadame

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    3. Hm, jetzt hab' ich doch nochmal nachgeschaut aus welchem Material meine vorhandene grüne Schneidematte ist. Ich hatte die damals von Buttinette gekauft. Sie ist aus Polyvinylchlorid, aus dem gleichen Material ist auch die Olfa-Matte, die besagte Firma auch vertreibt. Inwieweit die Olfa weicher ist als die buttinette und sich das auf die Rollschneiderklingenhaltbarkeit (was für ein schönes Wort :)) kann ich nicht sagen - ich hab' keinen direkten Vergleich.

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  19. yessss, die stifte hab ich auch und finde sie genial. vor allem, da sie wirklich auch besser auf jersey & co anzuwenden sind, da relativ weich. Das saummaß hab ich im plastikformat, nicht schlecht, aber blöderweise kann man da mit dem rollschneider auch zackig mal was wegschneiden davon. und zum direkten umbügeln auch weniger geeignet, daher bei der nächsten stoff+stil-bestellung unbedingt die metall-version mitbestellen!
    ansonsten auch der rollschneider + matte. seit kurzem bin ich im besitz eines patchwork-lineals, sooo toll um schrägbänder, bündchen usw. zuzuschneiden, damit geht das ruck-zuck.
    übrigens, sublimier-kreide ist nix anderes als selbstlöschende kreide und total doof, weil ziemlich hart und nicht wirklich gute farbabgabe, also schlecht zu sehen, selbst auf dunklem stoff (meine jedenfalls, wird entsorgt).
    lg,
    molli

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    1. Ah, Danke, das ist interessant, dann muss ich Sublimierkreide wohl eher nicht ausprobieren.

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  20. Meine neueste Errungenschaft ist eine Packung Sicherheitsnadeln mit "Knick". Damit hefte ich Quilttop, Füllung und Unterseite zusammen. Die bohren sich nicht immer so in den Holzboden und das Ganze geht leichter von der Hand als mit normalen Sicherheitsnadeln. Wollte ich schon immer mal haben.
    Die Kreidestifte habe ich auch seit kurzer Zeit und kann nun endlich richtig gute Markierungen machen. Ich hatte Trickmarker ausprobiert, da verträgt sich aber irgendwas nicht mit meinen bemalten Stoffen und die Linien verschwinden innerhalb weniger Sekunden- da kam ich mit dem Nähen nicht hinterher…
    VG
    Kristina

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    1. Wenn du den violetten Filzstift von Prym ausprobiert hast: ich glaube der verschwindet schon bei hoher Luftfeuchtigkeit, da reicht es, dass es draußen regnet und das Fenster offen steht. Ich hatte den Stift vor längerer Zeit ausprobiert und fand ihr für mich auch nicht sinnvoll.

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  21. Diesen Kreidestift benutze ich seit ein paar Jahren und er ist eins meiner wichtigsten Nähwerkzeuge.
    Auch ganz wichtig: Ein Werkzeug zum Anzeichnen von Knopflöchern, das sich zieharmonikaartig auseinanderziehen lässt, sodass man immer gleiche Abstände zwischen Knopflöchern, Schlaufen, Dekoelementen o.ä. hat. Leider weiß ich nicht mehr, wie es heißt und bei welchem Shop ich es gekauft habe; meine Freunde wollen nämlich auch eins :( (ich versuche mich seit Jahren aufzuraffen, meine alten Rechnungen durchzusehen, ich habs nämlich online gekauft *gg*)

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    1. Ha, ich habs doch noch gefunden - das Dings heißt "Maßeinteiler"!

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    2. Ah Danke, so einen "Maßeinteiler" habe ich ab und zu schon mal in amerikanischen Nähblogs gesehen.

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  22. Danke, diese Kreide werde ich mir auf jeden Fall besorgen.
    Mein liebstes Nähgadget ist der improvisierte Fadenabschneider an meiner Maschine, da könnte man auch den Abreißer von einer Zahnseidepackung benutzen. Und das Ikea-Papiermaßband, geklebt vorn am Nähmaschinentisch.
    Eine gute Zackenschere habe ich mir schenken lassen, damit schneide ich vor allem leicht fransende Stoffe gern zu. Und der Rollschneider, der war ein kompletter Reinfall. Klinge wurde sehr schnell stumpf, ich habe Angst davor und kann gerade Linien auch besser mit der Schere schneiden. Und eigentlich brauche ich auch gar nicht so super gerade Linien. Wohl alles eine Typfrage.

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  23. mein heissgeliebtes, unverzichtbares Naehuntensil:
    http://www.scheren-onlineshop.de/Hobby/Storchenschere/
    Ihr Schnitt ist wahrlich unvergleichlich und ihre Schaerfe langlebig.

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  24. Meine Kollegin ( Schneiderin) und ich ( Handnäherin ) amüsieren uns oft über die Ausstattung von vielen Hobbyschneiderinnen . Da ist so viel unnützes Zeug dabei . Manches kennen wir nicht mal und seltsam , trotzdem nähen wir .
    Mein liebstes Teil ist der Nähring , gefolgt vom Nahttrenner .

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Vielen Dank für deinen Kommentar!