Mittwoch, 13. August 2014

Thema der Stoffspielerei im August: Weben und Verwandtes


Am letzten Sonntag im Monat, am 31. 8. ist wieder Stoffspielerei, ich bin Gastgeberin und sammele die Beiträge. Als übergreifendes Thema schlage ich Weben und Verwandtes vor - aus purem Eigennutz, denn ich hatte mir schon sehr lange vorgenommen, in diese Richtung zu experimentieren. Seit Monaten wartet hier ein kleiner Schulwebrahmen, den mir D. aus der Quiltgruppe netterweise überlassen hatte. Aber auch ohne Equipment lässt sich einfach weben - bei dieser Anleitung braucht man zum Weben zum Beispiel nur ein stabiles Stück Pappe. Bei Pinterest findet man zahlreiche Sammlungen, in denen einfache Webprojekte zusammengestellt sind, nur ein Beispiel hier

Noch schwieriger als das Wie finde ich jedoch das Was: Kleine gewebte Wandbehänge scheinen zur Zeit im Trend zu liegen, aber kann man auch Dinge weben, die man tatsächlich benutzen kann? Diese Untersetzer bei Purl Soho finde ich recht ansprechend (mal abgesehen davon, dass der Nutzen von Untersetzern im Nahtzugabe-Haushalt recht begrenzt ist), die anderen gewebten Projekte bei Purl bee, vor allem die Schals, sind zwar schön, aber alles andere als leicht und schnell gemacht und keine Anfängerprojekte, so weit ich das einschätzen kann.

Aber außer mit Garn lässt sich ja auch experimentell weben: mit Stoff- und Filzstreifen, mit Video- oder Kassettenbändern oder mit Stahlwolle wie bei der Textile Art, winzig klein auf einer Streichholzschachtel oder in ganz großem Maßstab, und auch verwandte Techniken wie Flechten oder Techniken, die sich mit der Struktur von Gewebe befassen, Hohlsäume zum Beispiel, würden sich anbieten. Das Motto "Weben und Verwandtes" darf gerne nach Belieben ausgedehnt werden. Wenn ihr nicht zu den regelmäßigen Stoffspielerei-Teilnehmern gehört, wäre es nett, wenn ihr dann zum Termin einen Link zu eurem Beitrag in einem Kommentar hinterlassen würdet, damit ich euch finde. 

Zum Schluss noch ein Inspirationslink, was mit handwerklicher Weberei alles möglich ist: Wie ich heute aus dem aktuellen Burda-Heft gelernt habe, ist die Firma Malhia Kent die Erfinderin und Lieferantin des typischen bunten Chanel-Tweeds und entwickelt besondere Stoffe für die Haute Couture aus ungewöhnlichen Materialien, zum Beispiel mit Federn und Glitzersteinen, mit Perlen, aus Bast oder aus Papier. Auf der Webseite kann man sich durch die aktuellen Kollektionen klicken, vom Wollstoff mit Streifen- oder Tartanmuster bis hin zu den wildesten Materialkombinationen.

Ich freue mich auf eure Einfälle zu dem Thema! 

9 Kommentare:

  1. Danke für die interessanten Links und die Erinnerung an Thema und Termin.
    Als verwandtes Thema fällt mir noch Strahlenweben ein, welches als Bastvariante allgemein bekannt ist.
    LG Ute

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  2. Bin auch als von aussen mitschauende gespannt, für was du dich entscheidest. Eine alte Dame, eine Bekannte meiner Mutter, hatte einen riesigen Webstuhl in ihrem Wohnzimmer und bei jedem Besuch als Kind hat mich das zutiefst fasziniert.

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  3. Leider bin ich gleich bis Ende August weg und hätte eh keine Zeit. Aber ich muss zugeben, mit Weben verbinde ich größtenteils die planlosen Kindergarten- und Schulwebereien aus Wollresten - es hat mich bisher nicht wirklich interessiert (Perlenweben hingeben kann ich mir für mich gut vorstellen). Die Projekte von Purl Soho allerdings finde ich sehr schön, aber auch sehr aufwändig. Bin äußerst gespannt, was hier so passiert und ob ich doch noch infiziert werde!
    Liebe Grüße!

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    1. Ja, genau, ich werde mit planlosem Wollresteweben anfangen, da kann ich auf meine Grundschulerfahrung zurückgreifen, und dann mal schauen, was sich daraus entwickelt. Wenn ich zum Schluss eine Handytasche habe, bin ich zufrieden.

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  4. Ach, ich durfte mal einen ausrangierten Webrahmen von der Arbeit mitnehmen und habe ihn dann verschenkt. Ich würde auch gerne mal wieder eine Kette scheren :) und nun zieht die beschenkte Freundin gerade weg, da wird das erstmal nichts. Bin gespannt auf Deine Webergebnisse. LG Ottilie

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    1. Oh, kennst du dich richtig damit aus? Dann schau besser weg - wir bewegen uns hier auf Grundschulniveau ;)

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  5. Hallo Lucy!
    Wenn du weben willst, dann ist es erstmal eine gute Idee, Wollreste zu benutzten. Keinesfalls Leinengarn, weil das leiert. Nimm als Kettfäden festeres Material, z.B. dünneres Baumwollgarn (nicht das zum Häkeln, sondern ruhig festeres Garn, das sich nicht durchhängt und ausleiert). Beim Weben drauf achten, dass der Schussfadennicht gerade eingelegt wird, sondern in einem Bogen, damit genug Faden für die Ränder bleiben. Die ziehen sich andernfalls unschön zusammen und machen einen krummen und schiefen Rand. Steht das Gewebte rechts und links über, war der Schußfafen zu lang, zieht es sich zusammen, war der Bogen zu kurz. Dasist Übungssache.
    Ich finde Weben toll, es ist eine schöne Sache, bißchen tüftelig mit der Kette, aber bei einfachen Rahmen ohne Problem im Selbstversuch zu schaffen.
    Viel Erfolg und vor allem viel Spaß damit!
    LG, Ulrike

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    1. Danke! Ich habe im "Werkbuch für Mädchen" einiges übers Weben gefunden und mich da ein bißchen belesen, und dann werde ich am Wochenende einfach mal probieren. Beim Weben auf Pappe hatte ich gerade das Phänomen, dass sich die Ränder etwas zusammenzogen - trotz Bogen, der Bogen muss also noch größer sein. Gar nicht so einfach, ein Gefühl dafür zu entwickeln!

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  6. Hallo, ich bin begeistert. Da ich gerade eine große Kissen-Bezug-Produktion begonnen habe und alle Kissen anders gestalten möchte, fiel mir auch Weben ein. Hab ich noch nie gemacht, aber große Lust es mal zu tun. Dein Link zu dem Pappwebrahmen finde ich prima. Damit werde ich jetzt beginnen.
    Liebe Grüße!

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