Mittwoch, 4. November 2015

"Geschickt eingefädelt", 1. Folge: Der Partyknopf und Sex sells

Jetzt ist sie also gelaufen, die erste Folge von "Geschickt eingefädelt", der Näh-Castingshow bei Vox mit Guido Maria Kretschmer. Ich habe zwar die ganze Sendung schon beim Zuschauen mit Herrn Nahtzugabe besprochen, der aufgrund meiner beständigen Quatscherei über Nähthemen schon eine Art theoretischer Nähnerd geworden ist (kennt sich aus, näht aber nicht), aber ich habe dennoch Gesprächsbedarf. Wie fandet ihr die Folge? Ich komme ja nicht umhin, das deutsche Format mit dem britischen Vorbild zu vergleichen, ich habe hier mal geordnet, was mir aufgefallen ist:

Die Kulisse


Hier ist Vox sehr nah am Original: ein Fabrikgebäude mit lichtdurchfluteteten Räumen, Ziegelwände, ein alter Orientteppich, alte Nähmaschinen als Deko. Ich bin erleichtert, dass das Set kein rosa Barbiezimmer geworden ist, so wie die Kulisse, in der Das große Backen stattfindet. Einen Ortswechsel in ein Café gibt es nicht - und nun ja, die Themse ist doch etwas cooler als die Spree an der Nonnendammschleuse, trotz Stadtautobahn im Hintergrund.

Die Kandidatinnen


Ich frage mich, wie unvorbereitete Zuschauer mit der Menge an neuen Leuten und Informationsschnipseln zurechtkommen. Gar nicht, vermute ich, denn auch bei jeder ersten Folge des GBSB bin ich als Zuschauerin nur am Sortieren, um mir ein Bild von den Kandidatinnen zu machen. Die Folge sprang sehr von einem zum anderen und es fiel mir schwer, mit den Personen eine Geschichte zu verbinden.

Dennoch hatte jede Kandidatin einen Moment, in dem sie glänzen konnte, in dem sie sympathisch, klug, interessant oder witzig rüberkam. Auch wenn die Jury meistens die besten Dialogzeilen bekam - Florian, wie er inmitten der Petticoatkleider steht, die er verkauft, Katja, wie sie zuhause von Kleid zu Kleid wechselt (meine Güte, hat sie schon großartige, aufwendige Sachen genäht!), Meike, wie sie den "Partyknopf" sucht, Ella, wie sie kluge Dinge über das Nähen ohne Konfektionsgrößen sagt - das bleibt in Erinnerung, und ich freue mich sehr darüber, dass niemand vorgeführt wurde und vor allem, dass es keine Einzelinterviews gibt, bei denen die Kandidatinnen fiese Sachen über ihre Mitbewerberinnen sagen.

Dass die Teilnehmenden alle mehr oder weniger in das binäre Schema "näht technisch gut, ist aber nicht kreativ" (Celine, Ines) oder "ist kreativ, kommt aber mit der Technik nicht zurecht" (Frank, Katja) hineingepresst werden - geschenkt, das kennt man ja schon von der BBC-Sendung, ebenso wie die verschiedenen Typen: "die überehrgeizige Akribische", "die sportliche Oma", "der kreative junge Mann" und so weiter. Das wird in den nächsten Folgen noch deutlicher zutage treten.

Die Jury


Guido Maria Kretschmer erfüllt eine Doppelfunktion als Gastgeber und Jurymitglied. In seiner ersten Rolle tritt er als Komplize der Kandidaten auf, berät, baut auf und rät zum Schummeln ("das muss Inge ja nicht wissen"), wird pastoral ("Nähen heißt Vertrauen") oder zum Küchenpsychologen, wenn er einen Zusammenhang zwischen Florians Verunsicherung angesichts ungleich langer Schnittteile und mangelndem Vertrauen in der Kindheit herstellt. Als Jurymitglied macht er nicht viel anderes als in Shopping Queen, nur dass er sich hier zum Teil etwas unbeholfen und mit hektischer Körpersprache durch eine Kulisse bewegen muss. Das Kommentieren aus dem Off ist wohl doch eher seine Sache. Die modische Aktualität des Genähten ist sein Bereich, der "persönliche Style" des Kandidaten, seine Sprüche ("Das ist sehr weit weg von Mode") gleichen denen aus Shopping Queen - Guido-Fans wirds freuen, auf mich wirken die Sprüche austauschbar, sehr routiniert, aber immerhin ganz charmant und nicht bösartig bloßstellend.

Aus diesem Buch stammt Inges grünes Kleid: Tomoko Nakamichi, Pattern Magic


"Guter Bulle - böser Bulle" ist ja eine beliebte Taktik, und der liebe Guido findet sein Gegengewicht in der strengen Inge, die im Verlauf der Sendung gleich zwei Mal einzelnen Kandidaten "Selbstüberschätzung" attestieren darf und beim Inspizieren der Nähwerke noch ein paar andere starke Sprüche loslässt. Nach dem, was man vorab lesen konnte, war ihr Verhältnis zu den Kandidatinnen in Wirklichkeit sehr gut und sehr herzlich - aber im Privatfernsehen braucht man wohl unbedingt eine Figur, auf die sich die negativen Emotionen der Zuschauer konzentrieren können. Diese Rolle erfüllt Inge, sicher umso mehr, als dass nicht nähende Zuschauer ihre Detailkritik an den Nähwerken sicher kaum nachvollziehen können. Sehr hübsch auch der Gegensatz, der zwischen ihr und Guido aufgebaut wird: Einmal fängt die Kamera Guidos belustigtes Augenrollen ein, während Inge von unsichtbaren Blindstichsäumen spricht.      
Welche Rolle Anke Müller erfüllt, wurde mir hingegen nicht klar. Sie soll "die Kreativität" der Kandidaten bewerten, sagt aber entweder vollkommen banale Sachen, die der Zuschauer selbst sehen kann, so der denn hinguckt, oder Sätze wie "Mir gefällt der Rock supergut." oder "Das ist eine superschöne Farbe." In der zweiten Hälfte der Sendung wurde glücklicherweise alles etwas weniger super, so dass ich hoffe, dass sie sich in den nächsten Folgen noch entwickelt und deutlicher wird, wofür sie steht.

Das Nähen


Ich fand das Nähen selbst kam recht wenig vor, was meint ihr? Letztlich wurden immer wieder sehr ähnliche Bilder gezeigt, die den Vorgang bebildern sollten: Stoff, der durch eine Overlockmaschine gezogen wird, Kandidatinnen beim Handnähen, Kandidatinnen beim fernsehwirksamen Bügeln mit viel Dampf oder direkt an der Schneiderpuppe. Zwar gab es sogar die gleiche animierte technische Zeichnung wie in der britischen Sendung, die den Aufbau eines Bleistiftrocks erklärt, aber was und warum die Kandidaten machen, blieb im Dunkeln. Im BBC-Original erklärte ein Moderator aus dem Off die Etappen des Nähvorgangs, außerdem hatte die Moderatorin Claudia Winkleman vom Nähen keine Ahnung und konnte als Stelllvertreterin des Zuschauers den Teilnehmerinnen sehr glaubwürdig naive Fragen zum Nähen stellen. Ob Inges trockene technische Erklärungen, ihr Betonen von Sorgfalt und Handarbeit bei nicht-nähenden Zuschauern den Funken überspringen lassen?

Die Aufgaben

Bei der ersten Aufgabe solte ein Bleistiftrock nach einem Schnittmuster genäht werden, "Style"-Vorgabe: "Sexy" sollte er sein. In einer Besprechung der Jury werden die nähtechnisch wichtigsten Stichworte für die Aufgabe genannt: Nähte, die ohne Versatz aufeinander treffen und ein mit Blindstich unsichtbar angenähter Saum. Sehr gut, so wissen auch Nähunkundige, worauf es bei der Bewertung ankommt.

Der Verlauf der Aufgabe folgt der aus GBSB bekannten Dramaturgie: Mit dem Fortschreiten der Zeit wird die Musik dräuender, es gibt eine Teilnehmerin (Katja), die sich eine Zusatzschwierigkeit einbaut, und dadurch letztendlich scheitert. Ein anderer Kandidat (Frank) wählt hingegen eine vollkommen untypische Nähreihenfolge, und der Rock gelingt ihm trotzdem.

Die Jurybewertung ist gut nachvollziehbar und arbeitet die Punkte ab, die in der Jurybesprechung genannt wurden. Offensichtlich gibt die technische Ausführung den Ausschlag, "Style" und "Sexiness" (was immer man darunter verstehen mag) kommen nicht zum Anschlag.

Bei der zweiten Aufgabe wird ein Oberhemd in ein "Top für eine Szeneparty" umgearbeitet - das Stichwort "sexy" schwebt auch hier im Raum. Jurorin Anke gibt etwas konfus die Bewertungsmaßstäbe zum besten: Elemente können übernommen werden, letztlich soll das Hemd aber nicht wieder als Hemd getragen werden, am besten wäre, das Teil vollkommen umzuarbeiten.

Beim Urteil der Jury kommen diese Maßstäbe aber nicht recht zum Tragen: Tobias näht eine Corsage aus Pailettenstoff, an der lediglich der Hemdkragen als Dekoration prangt, während Florian das Hemd mit einem Schößchen und gekürzten Ärmeln zur Bluse umdekoriert, das Hemd also nicht grundlegend verändert. Dass das so nicht gefragt war, spielt aber irgendwie keine Rolle mehr.  Anders als im BBC-Vorbild weiß die Jury von Anfang an, welcher Kandidat welches Teil gestaltet hat - bei der Doppelfunktion von Guido als Moderator und Jury nicht anders möglich - aber der große Reiz, dass die Jury nicht wusste, wen sie bewertet, fällt natürlich weg.

Die Dramaturgie


In der ersten Folge einer Staffel wird viel zwischen den Kandidaten hin- und hergesprungen, so dass sich kein roter Faden einstellt, das ist im britischen Vorbild nicht anders. Ich fand vor allem den Anfang und das Ende der Sendung schlecht markiert, am Anfang wusste ich nicht: Ist das noch ein Trailer, oder hat die Sendung schon angefangen? Zum Schluss nach der Verabschiedung von Katja und der Vorschau auf die nächste Folge war ich mir auch nicht sicher, ob die Sendung jetzt wirklich vorbei ist. Das kann allerdings in der Absicht des Privatfernsehens liegen: der Zuschauer soll dranbleiben und in die folgende Sendung hinüber gezogen werden, daher gibt es keine markierten Brüche.

Fazit


Ich bin kein besonderer Kretschmer-Fan, daher nerven mich Wendungen wie "dein besonderer Style" oder die übermäßig oft fallenden Begriffe "kreativ" und "sexy". Die halbnackten Frauen und BHs am Anfang der Sendung und am Ende in der Ankündigung der nächsten Folge - "wenn Florian Ines an die Wäsche geht" - sind wohl ein Versuch, auch männliche heterosexuelle Zuschauer zu fesseln.

Obwohl mich Nähen interessiert und die Sendung schnell geschnitten ist, fand ich sie eher langweilig, für mich gab es da keinen Spannungaufbau, kein Mitfiebern. Und auch Nählust wurde mir nicht übermittelt. Hatte ich nach den GBSB-Folgen immer sehr große Lust, mich sofort mit einem neuen Projekt an die Maschine zu setzten, verspürte ich bei "Geschickt eingefädelt" nichts dergleichen. Ich kann aber nicht genau festmachen, woran das liegt. Wie geht es euch?


Medienschau zu "Geschickt eingefädelt"


Einige Medienjournalisten bekamen offenbar die erste Folge der Sendung - oder einen Zusammenschnitt - vorab zu sehen. Über die hämische Fernsehkritik auf Kosten der Kandidaten bei Brigitte online habe ich mich gestern schon etwas aufgeregt. Wie Fernsehkritik richtig geht, zeigt hingegen der Kollege von der Süddeutschen Zeitung: "Der Umarmer aller Frauen ist knallhart": Sein Spott gilt wenn, dann dem Moderator und den Jurymitgliedern.

Die Rheinische Post nimmt "Geschickt eingefädelt" als Aufhänger, um Einzelhändlerinnen aus der Region zum Näh- und Handarbeitsboom zu befragen, zitiert Trendforscher und Statistiken: Neue Näh-Sendung mit Guido Maria Kretschmer. 

SPON nennt die Sendung "rührend altmodisch", begrüßt aber das "ruhige, freundliche Format", das die Kandidaten nicht vorführe: Faden verloren? Hilfe Naht!

Die Focus-online Autorin schwankt beim Ansehen der Sendung zwischen der Erinnerung an die Schrecken der Handarbeitsstunde und Langeweile: "Geschickt eingefädelt" - Warum Guido Maria Kretschmer jetzt Frauen unter den Rock schauen will

Auch die Fernsehkritik von t-online fand die Show "zum Einschlafen": "Geschickt eingefädelt" ist ein fernsehtechnischer Blindstich

Die Fernsehkritikerin bei n-tv sieht die Sendung als folgerichtige Weiterentwicklung der Kochshows im Fernsehen, fragt sich aber: Brauchen wir das? Vox-Show "Geschickt eingefädelt" "Zieh' das bitte niemals an!"

Eine differenzierte Sendungskritik bei Klamm.de: Eine handwerklich gut gemachte Sendung, bei der es tatsächlich um den Inhalt gehe und nicht darum "irgendwelchen persönlichen Schnickschnack auszuschlachten oder Talentlosigkeit zum infantilen Massen-Amüsement zu nutzen": Geschickt eingefädelt - Kretschmer glänzt auch außerhalb der Bluebox

Die Kritikerin der Rheinischen Post fand die Sendung etwas "müde" und nur dann amüsant, wenn Guido kommentiert: Kraftloser Start von "Geschickt eingefädelt"

Simone Deckner vom Stern sieht Inge als heimlichen Star der Sendung und lobt den klugen Schachzug, sie "als Gegenpol zum natursanften Guido Maria Kretschmer", "Deutschlands schnuffeligstem Star-Designer" zu besetzen: Guido und das toughere Schneiderlein

Quote: Nicht so gut wie "Die Höhle der Löwen", aber respektabel: Marktanteil 7,9%.

75 Kommentare:

  1. Eine sehr schöne Zusammenfassung von dir!
    Nachdem ich das gelesen habe, ist mir direkt auch wieder aufgefallen: Das Nähen kam wirklich ein bisschen zu kurz, das stimmt. Nachdem ja extra mit den kostenlosen Schnitten für die Sendung geworben wurde, wäre doch dort eine kleine eingebaute Anleitung hilfreich gewesen.
    Aber gut, als Hobbyschneiderin kann ich wohl darüber hinwegsehen.

    Was mich allerdings sehr genervt hat, waren die schon angekündigten Sticheleien. Die sind einfach unnötig. Stattdessen lieber ein paar "superschöns" streichen und vernünftige Kritik einbauen.
    Schauen wir mal, wie es weitergeht!

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    1. Zu den Schnitten: Ich glaube die wollen, dass man das Buch zur Sendung kauft, da sind die Schnitte nochmal drin, und dann mit Anleitung. Das Buch ist allerdings weitgehend mit dem 1. Buch zum britischen Sewing Bee identisch, nur dass ein Schnittmuster von Kretschmer zusätzlich drin ist.

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  2. Danke für deine tolle Zusammenfassung zur Sendung. Habe sie bsiher noch nicht komplett gesehen, gebe Dienstagsabends immer meinem Aqua-Zumba Kurs dem Vortritt zum Fernsehgucken... Daher habe ich bisher erst ca. 40 Minuten gesehen, ahne aber auch schon wie es weitergeht. Aber ich bin weiterhin gespannt, auch wenn mir die Truppe zu "gewöhnlich" zusammengecastet wurde und jeder in eine bestimmte Rolle gesteckt wird.
    Auf jeden Fall interessant zur Typologie der verschiedenen Nähtypen - damit habe ich mich vor drei Jahren für meine Abschlussarbeit befasst.

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    1. Haha, dann könntest du ja eine wissenschaftlich fundierte Analyse über die Typen schreiben- und überprüfen, ob die Produzenten Identifikationsmöglichkeiten für alle Näherinnen und Näher geschaffen haben. Ich weiß gar nicht, mit wem ich mich eigentlich identifizieren sollte - aber ich finde auch eher Leute toll, die ganz anders nähen als ich.

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  3. Ich konnte -wegen einer Dienstreise- nur die letzten 20 Minuten sehen und hoffe sehr, dass die Sendung irgendwo in einer Mediathek "nachgesehen" werden kann.

    LG Luzie

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    1. Gibt es eine Woche lang kostenlos in der Vox-Mediathek: http://www.nowtv.de/vox/geschickt-eingefaedelt-wer-naeht-am-besten/list/aktuell

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    2. Leider braucht man dafür einen Flash-Player. Ich hoffe ja, dass jemand die Sendung bei Youtube hochläd.

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  4. Vielen Dank für die Zusammenfassung und die vielen Links vom letzten Post. Ich habe die Sendung gestern gesehen und war irgendwie irritiert weil es wie GBSB war aber irgenwie doch nicht. Es hat doch was gefehlt zu einer gut gelungen Sendung, für mich, nur nachmachen ist halt doch zu wenig. Ich kannte Guido Maria Kretschmer vorher nicht, habe noch keine andere Sendung mit ihm gesehen, fand ihn aber sympathisch. Die Schneiderin, Inge war genau so wie meine Lehrinnen in der Modeschule waren, wirklich. Elegant, streng, genau, wirklich das hat mich total erinnert. Die Dritte in der Runde war ein bisserl farblos in ihren Aussagen.
    Das die Presse es eher als langweilig bewertet wundert mich nicht, mein Mann fand es auch langweilig aber er näht auch nicht :) ich glaube es ist schon eher eine Sendung für "Liebhaberinnen" aber warum nicht es gibt ja auch für andere Spezialgebiete Sendungen.
    Was mir auch gefehlt hat war die genaue Vorstellung der Kanditaten dadurch habe mir gar nicht alle gemerkt um sie jetzt ab zu rufen. Entweder war das bei GBSB besser oder ich habe besser aufgepasst weil mein Englisch nicht so gut ist.
    Ich werde nächste Woche auf jedenfall wieder schauen weil jetzt will ich wissen wie es weiter geht.
    Dank nochmals für die vielen Links
    LG
    Teresa

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    1. Ich dachte beim Sehen auch die ganze Zeit: Das ist genauso wie die englische Sendung. Aber irgendwie hat ein bißchen der Pep gefehlt. Oder das liegt an uns, weil wir das Vorbild kennen und deshalb von der Sendung kaum noch überrascht werden können.

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  5. Ich fand die Sendung unterhaltend- nicht mehr aber eben auch nicht weniger. Wie eine Sendung im Privatfernsehen eben so abläuft. Für mich war aber relativ schnell klar, wer "fliegen" würde. Da hat man versucht eine Spannungskurve aufzubauen- war aber irgendwie nix..
    Was sehr klar rüberkam welche Rolle den einzelnen Kandidaten/ Kandidatinnen zugedacht worden ist. Dann glaube ich schon das alle dort so sind wie sie sich gegeben haben, aber das Casting und die Kandidatenauswahl ist sehr geschickt gewesen. Jeder findet eine Figur mit der er sich identifizieren kann, jeder findet eine Figur die er unsympathisch findet.
    Ich persönlich fand Guido ganz ok- für mich der heimliche Jury Star ist jedoch Inge. Ich mag ihre Art und ihre Kritik ist meiner Meinung nach treffend und gerecht.

    Alles in allem für mich unterhaltsam, aber nichts was mich wirklich fesselt.

    LG Nicole

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  6. Danke für die tolle Zusammenfassung. Mich hat die Sendung auch nicht vom Hocker gehauen und die Nähszenen, oder warum wer was wie näht kamen mir auch etwas zu kurz. Ich habe mich schon ein bisschen gewundert, was den Kandidaten zum them Hemd Upcyclen ein- bzw. nicht eingefallen ist. das Netz ist voll mit Ideen dazu. Sicher war die Zeit ziemlich knapp. 2,5 Std. würde ich wahrscheinlich schon zum Ausschen der Stoffe brauchen, vor allem wenn ich so eine große Auswahl hätte. Wenn der Spannungsfaktor aufgrund eines netten Umgangs mit den Kandidaten etwas leidet kann ich damit leben, aber Lust zum Nähen hat es mir jetzt auch nicht gemacht.
    LG, Michelle

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    1. Ja, das muss man auch mal sagen: Die Zeitvorgaben sind sehr kurz, und die Teilnehmerinnen stehenn ja nichmal ganz anders unter Druck, als wenn man sich zuhause die gleiche Aufgabe stellen würde. Hut ab, was die Leute in der kurzen Zeit geleistet haben.

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  7. Sehr unterschiedliche Menschen im Wettbewerb. Da ist es fast egal, ob gesungen, gemodelt oder gekocht wird. Das Nähen ist nur ein Nebenschauplatz. Es würde die meisten Zuschauer wahrscheinlich auch nicht interessieren Details über Vlieseline, Nähmaschinenfüße und Abnähergestaltung zu erfahren. Für echte Hobbynäher natürlich unbefriedigend!
    Aber ich werde trotzdem weiter zuschauen, den auch so ist die Sendung interessant!
    LG Monika

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  8. Danke für diese schöne Zusammenfassung. Kannte Guido kretschmer kaum. Ich war froh, dass es in der Sendung keine gehässigen Bemerkungen gab,,dann hätte ich ausgeschaltet. Ich hätte mir gewünscht, dass es für die Zuschauer mehr Infos zu Nähtechniken gibt. die Kandidaten hätte man noch deutlicher herausstellen können. Vielleicht kommt da ja noch mehr.
    Das Thema herrenhemd umgestalten fand ich interessant.
    LG schurrmurr

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    1. Ich denke schon, dass da noch mehr kommt - in der britischen Sendung ist es am Anfang auch immer recht unübersichtlich, weil alle Kandidaten zu Wort kommen sollen. Wenn es dann nur noch 3 oder 4 sind ist mehr Raum für den Einzelnen.

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  9. Meine Erwartungen waren durch GBSB vermutlich bereits ziemlich hoch. Diese dann zu erfüllen war dann sicher nicht ganz einfach. Ich werde mir sicher die weiteren Teile auch noch ansehen, schon allein wegen der Aufgaben, wo ich mir bei jeder einzelnen leider sagen muss, das hätte ich aufgrund des Zeitdrucks NIE geschafft. NEVER EVER. Hut ab also vor allen, die sich auf dieses Wettnähen eingelassen haben, egal wie es am Ende ausgeht.
    Etwas traurig war ich, dass es nach zwei Challenges bereits vorbei war. Beim GBSB waren es pro Folge doch jeweils drei, wenn ich mich recht erinnere...Und da war er schon wieder: der Vergleich mit dem englischen Vorreiter... ähem....
    Und Inge ist mein Favorit in der Jury. Für mich die einzige, die sinnvolle und konstruktive Kommentare von sich gibt. Hart manchmal, aber gut, das Leben ist kein Ponyhof und wir können sicher alle noch dazulernen.

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    1. Ja, zumindest hat Inge Ahnung und gibt nicht diese Sprechblasen ("superschön...") von sich.
      Ich frage mich aber, wie sie auf Nicht-Nähende wirkt mit ihren Fachwortschatz: bekommt man da Lust, das Nähen zu lernen? May Martin beim GBSB war vom Typ her viel freundlicher, zugewandter, ihre Kritik kam m. E. ganz anders rüber (oder zumindest kommt das bei mir als Nicht-Muttersprachlerin so an).

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    2. @Lucy in the Sky
      Das kommt Dir wirklich nur so vor. Auch May Martin ist sehr streng aber freundlich genau wie Inge auch.
      Gekünstelte Freundlichekeit wie die von Anke Müller ist mir zuwider. Sie gibt keine qualifizierten Kommentare von sich und ihr Stil sich zu kleiden ist sehr kindlich. Ich kann Anke Müller nicht ernst nehmen.

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  10. Danke Lucy für Deine übersichtliche Zusammenfassung, ich habe schon darauf gewartet ;-). Ich habe keinen Fernseher und hatte zunächst mit technischen Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Livestream zu kämpfen und konnte erst nach der Rockaufgabe in die Sendung einsteigen. Das was ich von der Sendung gesehen haben, hat mir gut gefallen. ich fand es überhaupt nicht langweilig. Man darf vielleicht nicht außer acht lassen, dass wir fast alle das britische Original kennen, die Masse der 1,5 Mio. Zuschauer aber nicht. Die haben darum auch keinen Vergleich und wohl auch nicht eine so hohe Erwartung wie wir. Den Kretschmer habe ich noch nie vorher gesehen und fand ihn ziemlich gut. Seine "schnuffeligkeit" schafft eine herzliche Atmosphäre und das ist gut so. Dei britische Moderatorin hat mich immer eher gestört, als die Sendung wirklich voranzubringen. Auch fand ich nicht, dass das Nähen zu kurz kam. Das wird auch sicher in den kommenden Folgen mehr Raum einnehmen, wenn wir die Kandidaten schon besser kennen. ich hatte kaum Mühe die unterschiedlichen Leute zu unterscheiden, das war bei der Sewing Bee schon manchmal anders. Jurorin Inge hat mir ganz gut gefallen, sie ist eine kluge Gegenpostion zum netten Guido aber schon hart an der Grenze mit der Äußerung zur Selbstüberschätzung mancher Kandidaten. Die Designerin wird ihre Rolle sicher noch finden, ein Teil iher Rolle besteht aber wohl darin ein praktische Beispiel der Kreativaufgabe zu zeigen. Das Kleid mit Elementen eines Jeanshemdes war da ein deutlicher Hinweis in meinen Augen. Zur Bewertung der Kleidungsstücke lässt sich nicht viel sagen - klare Regeln werden vorab nicht/kaum definiert, daher bleibt es sehr schwammig. Jedenfalls freue ich mich schon auf nächste Woche. LG Kuestensocke

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    1. Ja, du hast natürlich recht - in den nächsten Folgen ist fürs Nähen sicher mehr Raum. Und uns Nähnerds zufriedenzustellen ist keine leichte Aufgabe! Immerhin nimmt man Kretschmer ab, dass er sich wirklich für Textilien interessiert und eine eigene Geschichte mit dem Nähen verbindet, das hätte man bei keinem anderen Moderator haben können.

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  11. Ich habe mich auch am Ende gefragt, was nun anders war. In der Sewing Bee gab es noch diesen Exkurs zu einem Design- / Textil- / Historikthema, den ich sehr interessant fand und in der ersten Staffel wurde ein kleines Produkt zum Selbernähen vorgestellt, etwas, das Anfänger auch schaffen, Kissen, Täschchen usw. - wenn ich mich recht erinnere. Die dritte Aufgabe nahm in der Sewing Bee Zeit ein, denn das Schneidern auf Maß war die anspruchsvollste Aufgabe jeder Folge. Insofern resultiert die Langeweile, die ich auch am Ende verspürte, wahrscheinlich aus einer gewissen Langatmigkeit bei der Wiedergabe der beiden Aufgaben (viel mehr allgemeine Kommentare, weniger nähspezifische Dinge), denn Sewing Bee und Geschickt eingefädelt dauern gleich lang. Natürlich schaue ich mir die Sendung trotzdem weiter an, aber sie kommt leider nicht ans britische Original ran. LG Anja

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    1. Interessant, ich habe auch subjektiv den Eindruck, als wäre in der britischen Sendung mehr Inhalt gewesen, in der gleichen Zeit - kann ja eigentlich nicht sein. Ich glaube es wird viel Zeit für Guidos Kommentare gebraucht - der Star muss ins Bild gesetzt werden.

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    2. Rechnet mal die Zeit für die Werbung raus, dann ist der deutsche Ableger wahrscheinlich kürzer als das britische Original.

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    3. Ich glaube nicht, dass die deutsche Ausgabe kürzer ist, die britische Sewing Bee ist knapp eine Stunde (zumindest die you tube Videos), Geschickt Eingefädelt war mit den beiden Werbeblöcken (je gefühlsmäßig zwischen 5 und 10 min.) ca. 75 - 80 min.

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    4. Die deutsche Ausgabe enthält weniger "challenges". In der britischen Ausgabe gibt es jeweils eine Nähaufgabe nach Schnittmuster, einmal muß ein langweiliges Kleidungsstück kreativ aufgepeppt werden und als dritte Aufgabe gibt es eine Maßanfertigung eines Kleidungsstückes anhand eines lebenden Models.
      Zudem werden in der britischen Ausgabe immer mal wieder kurze Berichte zur britischen Textilgeschichte/Bekleidungsindustrie eingebunden - z.B. Produktion von Tweed/Boucle in Schottland uvm. was ich sehr interessant finde.
      Die deutsche Variante der Sewing Bee ist doch sehr oberflächlich und keine gute Werbung für das Nähen.

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  12. Ich war sehr erstaunt wie sehr die Sendung versucht hat, am Original zu bleiben.
    Die Location war für mich eine große Überraschung, Wie oft habe ich auf der Stadtautobahn gedacht, oh wie toll ist dieses Haus ! Allerdings hat mich die Stoffauswahl nicht unbedingt zum "Wühlen" eingeladen. Das Angebot fand ich sehr langweilig.
    ( Sind die Kandidaten tatsächlich auf einem Tisch rumgelaufen, um an das Stoffregal zu kommen?
    Das hat mich total irritiert.)

    Die Backgroundmusik war auch gleich, sehr angenehm.

    Die Deko ist mir noch aufgefallen, jeder Meter war bestückt mit Trendstücken: Kupferdrahtlampe, Pastellfarbene Leuchten, Vintagemöbel, eine " AllSaints" Nähmaschinenwand, + Loft...alles im Trend und zusammen trotzdem nicht gut. Keine Ahnung warum.

    "Die Kretsche" als Moderator, ganz ehrlich? - da war bei mir die Sendung eigentlich schon gelaufen.

    Das erste Highlight: die Kandidaten laufen wie die kleinen Zwerge winkend mit Köfferchen auf das Haus zu. Guido steht am Fenster und winkt gerührt den Kandidaten zurück. ( Wer denkt sich so einen Mist aus!)
    Oder die beobachtende Jury hinter den Glastüren, heimliche und ehrliche Momente, Worte wie "mit der Kreissäge geschnitten" fallen. Meine Güte ! Locker wird die Sendung wohl nicht mehr werden.

    Die Rolle von Anke habe ich überhaupt nicht verstanden. Bin gespannt,ob sie sich noch behaupten kann. Die strenge Inge hat tatsächlich Potential. Die zarghaften Runden ins Nähgeschehen waren komisch.

    Interessant wie schwer es zu sein scheint, eine Sendung ins Deutsche zu kopieren,
    obwohl man die Lizenz besitzt.
    Es wäre schön, wenn die Sendung nicht zu sehr in die Trashecke abdriftet.
    Was mit einem schnatterndem und rumhampelndem Moderator ziemlich schwer fallen wird.
    ( oh Patrick Grant, you sexy beast !! :)

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    1. Die Sache mit dem Tisch vor dem Stoffregal hat mich auch irritiert. Das Nähatelier wirkt ziemlich vollgestellt, bei den Briten war es aufgeräumter, weniger Deko, z. B. keine Dekonähmaschinen an der Wand. Die Einzelheiten sind mir gar nicht so genau aufgefallen wie dir - die Dekorateure haben wohl jeden Trend mitgenommen, und weniger wäre mehr gewesen.
      Ich hatte den Eindruck, die Jury hatte z. T. vorgegebenen Text zu sagen, inklusive Wortwitze, und der kam dann so steif rüber. Z. B. die Szene, als Inge und Anke wie die Gouvernanten an Katjas Nähmaschine auftauchen, das kam mir wie Laienschauspiel vor. Vielleicht wird das bei den nächsten Folgen ja noch besser, wenn sich die Jurorinnen an ihre Rollen gewöhnt haben.

      Achja, Patrick Grant - ich seufze mit!

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  15. Ich habe die Sendung gesehen und mich auch darüber gefreut. Du hast sie sehr differenziert beschrieben und noch Links zu anderen Kommentatoren gesetzt, dadurch denke ich jetzt noch spezieller über das Gesehene nach, weil ich gestern manchmal etwas verwirrt war. Und Du hast es auf den Punkt gebracht, den roten Faden habe ich zwar gesehen, aber er war einfach nicht gut dargestellt. Ich hätte zB gerne mal gesehen, wie es kommt, dass sich jemand bei dem Zusammenkommen der beiden hinteren Schnitt-Teile mit Reißverschluss so vertun kann. Denn dieses junge Mädchen hat sowas bestimmt schon mal richtig hinbekommen. Und immer dieser Hinweis auf "Sexy" nervt mich total, aber so ist VOX nun mal.
    Ein Lob an die total mutigen Teilnehmer, ich könnte nie bei diesem Zeitdruck etwas fertig bekommen und möchte das auf keinen Fall ausprobieren.
    Ich bin so neugierig, wie es weitergeht, denn ich vermute, am Anfang waren die Teilnehmer sehr angespannt und werden mit der Zeit lockerer.
    Jetzt schau ich mir die Sendung gleich nochmal an, hab sie aufgenommen und sehe evtl. einiges wieder ganz anders. LG Agathe

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    1. Ich schaue mir die Sendung auch gleich nochmal an. Und du hast recht: was bei Katjas Reißverschluss schief gelaufen ist, weiß man eigentlich nicht. Man hätte mal einen Blick über die Schulter gebraucht, um zu sehen, was sie da eigentlich machen, stattdessen wurden die Teilnehmerinnen meistens von vorne gefilmt, wie sie etwas machen. (Das muss ich beim Gucken gleich nochmal überprüfen)

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    2. Das Mädel hat doch gesagt, sie hat, weil ihr die Zeit ausging (da hat sie sich mit der Extra-Paspel zeitlich übernommen), nicht gesteckt - da haben sich die Stoffteile einfach gegeneinander verschoben.

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  16. Ich melde mich mal als ganz unbelasteter Gucker, denn ich kann 0 englisch und habe damals nur aus zweiter Hand , also über deutsche Blogs mitbekommen , was da so auf der Insel gelaufen ist. Ich finde die Kandidatenmischung sehr gut, die Juroren werden sich entwickeln, geben aber Pole vor und das ist gut so. Dass Handwerk und Kreativität einen unterschiedliche Rolle spielen ist vollkommen klar, welche das Rennen machen wird, bin ich gespannt, denn das ist die Hoheit der Jury.
    Langweilig fand ich es gar nicht und denke spezieller im Nähtechnischen stößt wahrscheinlich absolute Laien vor den Kopf? Denn mit diesem Sendeplatz ziehlt man ja auf ein großes Publikum.
    Ich finde gut, dass man es gewagt hat in diesem Land, indem Mode meist nur vom Umsatz präsent ist in dem Medien.
    Es wird liebevoll und fachlich streng agiert, das finde ich würdevoll.Von seltsamen Traileransagen mal abgesehen.
    Ich werde garantiert die anderen Teile auch sehen und habe Hochachtung vor den Teilnhemern, die unter Zeitdruck und Aufsicht nähen.
    Eine anonyme Bewertung finde ich sehr interessant, vielleicht ist das noch im Plan?

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    1. Die anonyme Bewertung geht leider von der Grundanlage der Show her nicht: Bei den Briten war beim Nähen der Kreativaufgabe dann ja noch die Moderatorin mit im Raum (die nicht in der Jury ist), Kretschmer ist Moderator und Jury in einem, wenn man den rausschickt, nähen die Kandidaten alleine vor sich hin - geht nicht.

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  17. Danke für deine Zusammenfassung.
    Vorab bemerkt: ich habe die britische Sendung nicht gesehen, kann also keine Vergleiche anstellen. Ein Fan von Koch-, Back- und sonstigen Shows bin ich auch nicht unbedingt und Guido Maria Kretschmer kenne ich nur von der Werbung für Joghurt :-)
    Ich habe die Sendung eigentlich nur angeschaut, weil ich mehrfach drauf angesprochen wurde und entsprechend neugierig war.
    Positiv fand ich, dass keine üblen Witze auf Kosten der Kandidaten gemacht wurden. Die Schneidermeisterin Inge war so, wie ich mir eine Schneidermeisterin eben vorstelle: kritisch und mit Blick für's handwerkliche Detail. Sie macht sich gut als Gegenpol zu Kretschmer. Anke fand ich, naja, bisschen farblos. Da geht noch was - wahrscheinlich wächst sie mit der Zeit rein und findet ihren "Slot".
    Das Nähen selber kam für meine Begriffe zu kurz. Da hatte ich mehr erwartet, vor allem Nahaufnahmen von einigen kniffligen Sachen. Mir ist witzigerweise aufgefallen, dass keiner der Kandidaten beim Nähen den Dual-Tansport zugeschaltet hatte. Grade wenn es darum geht, dass Nähte exakt aufeinander treffen müssen, ist so ein Dualtransport Gold wert :-)

    Die Sendung hat mich nicht vom Hocker gehauen, aber ich werde weiterschauen - vielleicht entwickelt sich noch was.

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    1. Bei Meike im Blog hat jemand kommentiert, warum denn niemand den Dualtrasport+Reißverschlussfuß benutzt hat, ob die Füße nicht bei der Maschine dabei gewesen wären? Das ist in der Tat eine interessante Frage - kannten die Kandidatinnen die Maschinen nicht so gut, wurde es ihnen absichtlich schwer gemacht? Mir ist vor allem aufgefallen, dass dauernd die Overlocks im bild waren, nicht die Nähmaschinen. Aber darauf muss ich beim zweiten Gucken nochmal besonders achten.

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    2. Beim zweiten Sehen: Tobias näht den Reißverschluss tatsächlich mit dem Standardnähfuß ein. Da frage ich mich schon warum. Und hatte Katja vielleicht auch keinen Reißverschlussfuß?

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  18. Ich habe auch mit Spannung die erste Folge verfolgt. Mir fehlte die dritte Aufgabe aus dem englischen Vorbild. Dort wurde doch immer ein individuelles Kleidungsstück an ein Modell angepasst genäht. Das fand ich bei GBSB immer den interessantesten Teil. Inhaltlich wurde bei der deutschen Variante schon sehr gekürzt, da gebe ich dir völlig Recht. Besonders die genauen Erklärungen zu den einzelnen Nähschritten hatten mir sehr gefallen, die fehlen geschickt eingefädelt völlig.
    Außerdem fand ich das Katja schon etwas negativer dargestellt wurde. Denn ihr (fast) erster Satz war ja, dass sie das ganz locker schafft und mindestens ins Finale kommen will. Mir war also eigentlich schon zu Beginn der Sendung klar, dass sie eine der Ersten sein wird die raus fliegt.
    Ich bin gespannt was die Serie noch an Entwicklung hinlegt und ob sie ans britische Original heran reicht. Bisher habe ich da noch Zweifel.
    Danke für deine Zusammenfassung, einige Dinge waren mir gar nicht aufgefallen.

    Liebste Grüße
    Fräulein Mai

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    1. Mir ging es ganz genauso! Es war sowas von klar, dass sie gehen muss nach so einem Spruch… schade! Ich lebe lieber mit der Spannung :D

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    2. Ja, das war plump gemacht. Wahrscheinlich haben doch alle Kandidatinnen sowas gesagt, dass sie hoffen, ins Finale zu kommen, nur hat man uns das nur bei Katja gezeigt. Aber Katja war wor leider vor allem dazu vorgesehen, die These von der "Selbstüberschätzung" zu illustrieren.

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    3. Auffällig fand ich noch, dass beim Rock vor allem die nähenden Männer und Katja gezeigt wurden. Vielleicht wird bei den Bildschnitten auch berücksichtigt, wer wie lange in der Sendung bleibt, damit gegen Ende mal andere Gesichter im Fokus stehen. Mir ist bewusst, dass das eine gewagte These ist ...

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  19. Hi Lucy,
    wie toll, dass du sofort darüber schreibst, ich hatte es gehofft und wurde nicht enttäuscht! YAY!

    Ich bin ganz deiner Meinung, das Nähen kam viel zu kurz, man hat gar nicht gesehen, wie sich die Leute mit ihren Sachen abmühen, das finde ich bei GBSB immer so spannend. Stattdessen muss man sich zu viele der Kellersprüche von Guido anhören, die ich jetzt nicht so amüsant finde.

    Außerdem habe ich im Vergleich die große Aufgabe am Ende vermisst, bei der eigentlich jeder immer zeigen kann, was er drauf hat. Bleistiftrock und Upcycling sind mir persönlich zu wenig, um zu beurteilen, wer angeblich nicht nähen kann.

    Ein großes Problem ist für mich auch, dass die Jury ganz genau weiß, wer was näht und sich so ja ganz leicht von vorn herein einen Favoriten aussuchen kann. Total unspannend.

    Meine persönliche Jury-Favoritin ist ebenfalls Inge. Anke kann ich schlecht einstufen, schade, dass sie nicht einfach die Moderatorin ist, denn beurteilen tut sie ja nicht so gerne, schaut aber ganz sympathisch aus und will niemandem was Böses. Guido geht für mich GAR NICHT, aber das ist Geschmacksache.

    Alles in allem hoffe ich, dass künftig noch etwas Drive in die Sendung kommt, indem wie im englischen Vorbild mehr auf die Kandidaten und ihre Arbeit geachtet wird. Na ja, wir werden sehen :)

    LG, Jasmin

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  20. Liebe Lucy,
    eine wunderbare Zusammenfassung und Beurteilung dieser Unterhaltungssendung. Um ehrlich zu sein war ich nur neugierig auf Meike, wollte sie einfach auch mal reden hören. Das BBC-Original kenne ich nicht und bin grundsätzlich kein Fan von Shows mit Kandidaten, egal welche. Es geht eigentlich nie um die Kandidaten, sondern letzlich nur um Moderatoren/Coaches und um Einschaltquote.
    Das Positive nebenbei ist für mich, daß ich wahrscheinlich das Buch vom Guido wieder gut verkaufen werde, weil es eben vom Guido ist und nicht von den Teilnehmern.
    L.G.

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    1. Hast du gesehen, dass das wohl gar nicht "von Guido" ist, sondern die Übersetzung eines der GBSB-Bücher mit ein bißchen Guido dazu? Für die Fans hier ist das vermutlich meistens egal, weil die das englische Buch vermutlich nicht haben, für Nähnerds ist es ärgerlich.

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  21. Hallo Lucy, toll, wie Du die Sendung analysierst. Bin begeistert, dass Du die "Quelle" Inges grünen Kleides identifiziert hast! LG

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  22. Ich schließe mich den Vorangegangenen Worten an und sage Danke Lucy für deinen Bericht .. Ich hatte eine nette Damenrunde bei mir .. Ich selber bin nicht so der Nähnerd, brauche nicht so viele Kleidungsstücke ..Wir unterhielten uns in der Runde mehr als dass wir hinguckten .. Bestimmt haben keine Nähbegeisterten die Sendung gestaltet .. ich finde Wettbewerb und polarisierende Stimmung schmälert die Creativität .. Es muss ja nicht alles ein Abbild sein .. Davon haben wir doch genug . Ich finde die Creativen Menschen verspüren doch die Lust durchs Gestalten . zufriedenstellende Ergebnisse sind wichtig aber gehören nicht in den Wettbewerb .. Ich bevorzug e auch lieber meinen Sport weiter nachzugehen
    Hatte die engl Version auch eine Teletuppie Musik Einlage
    Ganz ehrlich : Blogs so ehrlich wie bei dir , aus der Seele erzählt finde ich viel erfrischender und auch hilfreicher
    Ich hab die Fleißigen kaum reden hören .. Wer fragt der führt .dacht e ich auch viel . Das Gefälle Lehrer zu / Jujuroen war zu krass .. Schade in diesem Bereich liegt soviel Begeisterung .. Wird etwas jedenfalls in dieser 1Ausstrahlung geschmälert
    In den Kochsendungen sind doch auch immer gewisse Hilfeleistungen gewährleistet warum hier nicht .. aus Fehlern werden wir klug ..Dank deiner Nähbegeisterung jedenfalls hier im Blog , wird so eine Sendung keinen Einfluss auff die Nähleidenschaft haben .... Ganz ehrlich war und bin etwas enttäuscht ..

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  23. Ich finde die Sendung ganz gut gelungen. Ja, es gibt Dinge, die man hätte anders machen können, aber man hätte auch ganz vieles schlimmer machen können.
    Dass bei der ersten Folge mehr die Vorstellung der Kanditaten im Vordergrund stand, als das Nähen, hat auch vielleicht damit zu tun, dass ein Rock mit ein paar Nähten kein abendfüllendes Programm bietet. Und auch nicht sonderlich spannend ist. Vielleicht kommt das noch, wenn die Schnitte etwas anspruchvoller werden.
    Laien, die mit Nähen nichts am Hut haben, vermissen einen Untertitel. Mein Kollege saß gemeinsam mit seiner Frau auf dem Sofa, und beide haben sich bei den vielen Fachbegriffen ratlos angesehen und mit den Schultern gezuckt. Hier würde ein ahnungsloser Moderator vielleicht auch etwas mehr Licht ins Dunkle bringen, als GMK, der ja weiß, wovon er redet.
    Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie es weitergeht. Und ich hoffe sehr, dass der Marktanteil weiterhin so bleibt.
    LG, Sandra

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    1. Genau, man hätte auch ganz vieles Schlimmer machen können! Ich werde mir die nächsten Folgen viel entspannter ansehen können, weil jetzt klar ist, dass es keine Krawallshow ist.
      Ob Nicht-Nähende bei den Fachbergriffen mitkommen und die Bewertungen verstehen können, habe ich mich auch gefragt. Beim Original hat der Off-Sprecher auch viel Nähtechnik beogetragen, also z. B. erklärt, was die Teilnehmer gerade machen und warum, was dabei die Schwierigkeit ist, worauf man achten muss etc.

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  24. Mir hat es gefallen. Es war das erste Mal, dass ich von Anfang bis zum Ende vor dem Fernseher saß. Ich schaue keine Back- oder Kochschows. Renovierungsaufgaben oder Gartengestaltungen lassen mich kalt. Aber NÄHEN - das ist meine Zielgruppe.
    Ich habe das britische Orirginal nicht gesehen. Deshalb kann ich mir kein Urteil erlauben. Allerdings habe ich Angst, dass das deutsche Format dadurch kapattgeredet wird und das fände ich schade.

    Wie laufen eigentlich diese Koch- und Backshows ab. Wird da detailliert auf die Rezepte eingegangen? Wird der Einsatz des Bunsenbrenners für das Flambieren erklärt? Jedenfalls gibt es das "Kochformat" schon ewig lang im deutschen Fernsehen.

    Was erhoffe ich mir für die weiteren Folgen? Klar, mich interessiert die Nähtechnik. Aber ist das publikumsaffin? Interessiert es einen Laien, ob der Rocksaum hand- oder maschinengenäht ist? (Ich kann mir gut vorstellen, dass viele viele Menschen nicht mehr wissen, dass ein Rocksaum handgenäht sein sollte. Röcke, die über 100,oo Euro kosten und einen maschinengenähten Saum haben, geht ja gar nicht!) Vielleicht wird durch die Sendung etwas Aufklärung betrieben und das fände ich toll. Ja, und dann klappt es auch mit meiner gewünschten Nähtechnik!
    LG Martina

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    1. Hi Martina .. Ich habe die Kochsendungen ab und zu im Hospiz geschaut mit bettlägerigen Pat . Und habe dort mehr Erklärungen zu den Handlungen erhalten .. Mich persönlich interessieren diese tausend Kochsendungen auch nicht aber sie erfüllen ihren Zweck wie auch diese neue Geschickt eingefädelt Sendung .. Lg An

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    2. Wenn dem Durchschnittzuschauer klarwürde, wie viel Arbeit in der Herstellung eines Kleidungsstücks steckt, wäre das jedenfalls ein schöner Nebeneffekt - auch wenn Konsumkritik bei einem sender wie Vox natürlich vollkommen paradox ist.

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  25. Danke für den tollen Beitrag, Constanze!
    Ich muss zugeben: Die Sendung hat noch Potential nach oben, aber es hätte auch schlimmer sein können.
    Inge fand ich anfangs sehr harsch. Die Sache mit dem Blindenhund hätte man - Maßschneiderin mit scharfem Auge hin oder her - etwas sachlicher und freundlicher formulieren können oder vielleicht sogar sagen können "so und so wäre das besser gewesen". Soviel Zeit sollte drin sein. Lieber einen Werbespot weglassen (haha!). Im Verlauf der Sendung gab sich das ein bisschen, aber da waren Patrick und May etwas "humaner". Zumindest kam es mir so vor.
    Anke fand einfach alles toll (das andere Extrem, aber auch irgendwie seltsam), aber Guido war eine positive Überraschung für mich. Er kam irgendwie natürlicher rüber als die beiden anderen.
    Gut, er ist das Agieren vor der Kamera auch gewöhnt, vielleicht muss man den anderen beiden auch einfach etwas mehr Zeit geben, sich da wohlzufühlen und ihren Platz ohne ständiges "ohwietoll" und "ohwiegrässlich" zu behaupten.

    Vermisst habe ich die Informationen "am Rande", wie sie in der englischen Version vorkommen. Ob das nun die geschichtlichen Hintergründe zu bestimmten Farben/Stoffen sind oder auch mal eine Technik, die von May und Patrick näher erläutert werden (auf was legen wir jetzt wert, wenn ein RV eingenäht wird). Das war schade.
    Auch die dritte Challenge fehlte irgendwie. Die Sendung war so Knall auf Fall zuende, und man saß da so ein bisschen seltsam rum... da kommt doch noch was? Hallo? War's das jetzt schon?

    Die Kandidaten fand ich durchweg sympathisch, obwohl Katja sich mit ihrer Äußerung aus der Einblendung am Anfang für mich persönlich schon fast selbst abgeschossen hat.
    Ob das von Vox so gewollt oder geplant war, sei dahingestellt. Sicher ist, dass ich eine andere, positivere Meinung von ihr gehabt hätte, wenn diese Einblendung NICHT gewesen wäre.
    Schade, aber das ist mir im Nachhinein bitter aufgestoßen. Ganz ohne Meinungsmache geht's scheinbar doch nicht.

    Die Blindbeurteilung einer Challenge hätte der Sendung gut getan. Es menschelt überall, und ich bin mir sicher, dass auch die Juroren nicht immer zu 120% objektiv sein können. Man ist doch vorbelastet durch vorherige Leistungen eines Kandidaten (mal ab von der persönlichen Präferenz, die JEDER hat). Ich lasse mich nicht davon abbringen, dass es auch in der neutralsten Beurteilung immer ein Körnchen "Nasenliebe" mitschwingt. Das ist nicht schlimm, das ist menschlich. Aber durch eine Blindbeurteilung könnte man sowas leicht abfangen.
    In diesem Falle hätte es halt einen Moderator gebraucht. Auch das finde ich in der englischen Version etwas schöner.

    Insgesamt hat mir die Sendung schon gefallen, aber da steckt noch Potential drin. Luft nach oben ist noch da, hoffen wir mal, dass das auch genutzt wird.

    LG
    Katrin

    PS: Meine (damals noch japanische) Ausgabe von dem Buch habe ich gleich nach der Sendung rausgekramt - Inges Kleid kam mir auch gleich so bekannt vor. Ulkig, das scheint vielen aufgefallen zu sein :)

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    1. Für mich kam das Ende der Sendung auch sehr plötzlich - ich dachte auch: wars das jetzt schon?, dann ging es nahtlos mit dem nächsten Programm weiter. Im Privatfernsehen gibt's ja keinen Abspann mehr, ich bin das nicht gewohnt.
      Die Szene von Katja am Anfang ist sicher von vox spezifisch so ausgewählt - ich nehme an, dass sie alle Kandidaten gefragt haben, was sie denken, wie weit sie kommen, und dass dann alle etwas in die Richtung Verwertbares gesagt haben, aber nur von Katja wurde es uns gezeigt. Pass auf, wenn zum Anfang der nächsten Folge wieder eine sagt "ich will es schon bis ins Finale schaffen" oder etwas Ähnliches, dann wissen wir, wie es weiter geht. Es muss halt ein Spannungsbogen konstruiert werden, und was ist besser geeignet, um den Begriff "Selbstüberschätzung" zu illustrieren, als eine Kandidatin, die glaubt, ganz weit zu kommen und dann an der ersten Aufgabe scheitert? Eine undankbare Rolle wurde Katja da zugewisen, denn es ist klar, dass sie einige deswegen nicht so sympathisch finden werden.

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  26. Ich kann nicht vergleichen, weil ich die englische Sendung nicht kenne. Dadurch bin ich unbefangener. Ich fand die erste Folge ganz ok, nicht überaus spannend, aber unterhaltsam. Dass das Nähen nicht so sehr im Detail gezeigt wird ist sicherlich der kurzen Sendezeit geschuldet und natürlich der Tatsache, dass die Mehrheit vor dem Fernseher wohl keine Nähnerds sind. Aber das kann sich ja noch entwickeln. Mit Katja habe ich schon gelitten, weil sie sich selbst das Leben schwer gemacht hat und gelacht als ich das fertige Upcycling mit den Händen gesehen habe. Auf jeden Fall kreativ gedacht.

    Bei den Ergebnissen zum Upcycling habe ich mich schon gefragt, ob hier die Aufgabenstellung erfüllt wurde. Denn wenn ich nur ein Stück Stoff aus dem Hemd ausschneide und mit anderen Stoffen kombiniere ist das für mich kein richtiges Upcycling. Das hätte ich ja dann auch aus Meterware nähen können. Ich wollte mir nämlich Anregungen holen wie Kragen und Manschetten kreativ und trotzdem tragbar wieder eingesetzt werden können. Na gut. Ich lasse mich von der nächsten Ausstrahlung überraschen.

    Deine Zusammenfassung finde ich genial. Vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße,
    Elke

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    1. Das Oberteil von Frank mit den Händen hat mir auch gefallen - das war mal wirklich kreativ, hatte etwas von Schiaparelli.

      Davon abgesehen fand ich die Ergebnisse der Upcycling-Challenge nicht so gut vergleichbar: Wenn der eine nur ein Teil weiterverwertet und der andere das Hemd als Hemd lässt und nur ein bißchen verändert, ist das beides ein bißchen an der Aufgabenstellung vorbei, wenn man es streng betrachtet. Und was soll man dann höher bewerten? Das ist aber auch in der englischen Sendung immer ein Problem gewesen: Wie bewertet man Kreativität? Bei den Technikaufgaben gibt es ja ganz klare Kritierien.

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  27. Hallo Constanze,
    vielen dank für diese ausführliche Zusammenfassung/Kritik; ich selber habe nur kurz meine Eindrücke aufgeschrieben, und was mir aufgefallen ist, ist das Fehlen der Historischen Themen, aber vielleicht kommen die ja noch dran.
    Ob viele Zuschauer nun Lust aufs Nähen bekommen, weiß ich nach der ersten Folge noch nicht so richtig, aber ich kenne ein Forum, da wurde zu der Sendung ein Strang eröffnet, in dem dann einige User schreiben, sie hätten jetzt Lust bekommen, sich an die Maschine zu setzen. Wahrscheinlich sind die für die Mehrheit nicht repräsentativ, aber m.E. ein gutes Zeichen.

    LG
    Ulrike

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    1. Die historischen Themen fand ich bei GBSB auch immer sehr interessant, und die Expertengespräche - aber da hätte wohl der NDR oder der WDR die Lizenz übernehmen müssen. Na mal sehen, was noch kommt. Vox und Bildungsauftrag - ich weiß nicht.

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  28. Danke Dir für diese fundierte Zusammenfassung. Ich habe die Sendung gesehen und einige Eindrücke mitgenommen, sie aber noch nicht so strukturiert. Den Eindruck der Langeweile hatte ich auch. Im englischen Original gab es den Bogen von erster Tag etwas nach Schnittmuster und Upcycling, beide brauchen unterschiedliche Fähigkeiten (Genauigkeit, Vorstellungsvermögen, Erfahrung, Kreativität,...), zum zweiten Tag, bei dem diese Fähigkeiten verbunden werden und mit der Schwierigkeit Passform kombiniert zu einem besonderen Kleidungsstück für eine echte Person werden sollen. Damit kann man sich mehr identifizieren als mit einer Puppe für die die ersten Aufgaben geschneidert werden. Guido nimmt mit seinen Kommentaren viel Zeit ein. Mein Eindruck war ebenfalls, dass weniger Information dabei war. Die Schnitte waren auch wesentlich schneller, aber das ist im deutschen Privatfernsehen nicht anders zu erwarten. Das macht es schwer eine Story aufzubauen. Positiv möchte ich herausstellen, dass die kooperative Stimmung, die ebenfalls im englischen Original rüberkam, mitgenommen wurde. ('Der Reißverschluss ist vorne') Hoffentlich kommt sie in den nächsten Folgen noch stärker zu tragen.
    Viele Grüße,
    Katharina

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  29. Danke für deine Zusamenfassung!
    Die Sendung fand ich okay, aber vom Hocker gehauen hat sie mich nicht. Und dieses suchtartige Gefühl, sorfort die nächste Folge schauen zu müssen oder an die eigene Nähmaschine zu rennen, das gleich bei der ersten Folge GBSB einsetzte, kam leider gar nicht auf. Auch ich fand dieses sich wiederholende "sexy"-Ding ein bisschen nervig, die Bemerkungen der Jury oft flach und austauschbar und hätte mich über mehr Information zum Nähen gefreut. Allerdings hatte ich mich auch an dem Tag vorher richtig richtig über das Buch zur Sendung geärgert, da es eben bloß die deutsche Version des zweiten GBSB-Buches ist (das war beim Vorbestellen noch nicht ersichtlich), und dann auch nur mit Downloadschnitten...
    Mal sehen, was der nächste Dienstag bringt...
    LG Hendrike

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    1. Genau, nach einer Folge GBSB hatte ich auch immer schlagartig Lust, jetzt sofort was zu nähenm suchtartig, du triffst es genau - und das war nach der Sendung bei mir auch nicht der Fall. Bei twitter sagte Ute/Schneckennasen (wenn ich das aus dem Gedächtnis richtig zuordne), die Sendung vermittele in erster Linie, dass Nähen Stress ist. Der Spaß am Schaffen kommt nicht richtig rüber.

      Die Werbung für das Nähbuch macht wirklich einen ganz anderen Eindruck - als erführe man darin Nähtricks und Anekdoten "von Guido". Nachdem er ja schon zwei Bücher mit Kleidungsanekdoten veröffentlicht hat, würde das ja naheliegen. Da sind viele zu Recht enttäuscht, wenn das jetzt nur eine Übersetzung mit einem anderen Titelbild ist. Vor allem sind in dem Buch ja Schnitte enthalten, die in der britischen Staffel genäht wurden und die sich die Kandidaten sekbst ausgesucht hatten, z. B. der gelbe Mantel im 60er-Stil - die Kandidaten hier werden ja vermutlich nicht genau das gleiche nähen? Also bekommt man dann ein Buch, das mit dem Inhalt der deutschen Sendung eigentlich ncihts zu tun hat?

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  30. Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

    Ich meine ja, Guido und Inge sollten Jury sein und jemand ohne Ahnung vom Nähen sollte moderieren, z.B. Barbara Schöneberger oder Sonya Krauss oder so.

    Manche Kommentare fand ich schon daneben, z.B. die Sache mit der Kreissäge und Guidos Lachen dazu.

    Ich würde auch lieber mehr Näherei und weniger Stock Footage sehen wollen. Wie oft wollen die noch das KLUWE-Haus von außen zeigen? Ist die Werbung eigentlich retuschiert oder zeigen sie es nur von den anderen drei Seiten?

    Ich freu mich, dass überhaupt so viel über diese Sendung geschrieben wird. Schlechte Publicity ist besser als gar keine. So erfahren vielleicht noch ein paar mehr HobbyschneiderInnen davon, die es bisher noch nicht mitbekommen haben.

    Jetzt hätte ich gern noch eine Adaption der dänischen Stricksendung, die ich wunderbar finde. Wenn alles klappt, schau ich mir nachher die dritte Folge an.

    Liebe Grüße,
    Henriette

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    1. Zweite Sichtung:
      Der ach so kreative Guido sagt: "Wenn Du eine schwarze Bluse zu dem Rock anziehen willst, dann nimm den schwarzen Reißverschluss." Und zur grauen Bluse den grauen. Na Wahnsinn! Und ich hätte es genau umgekehrt gemacht oder vielleicht sogar den grauen RV mit einer weißen Bluse kombiniert. Tja, ich versteht halt nix von Mode...

      Ja, das KLUWE-Haus wird immer nur von drei Seiten gezeigt, nicht von der vierten mit der Werbung.

      Guidos Beiträge in den Jury-Besprechungen wirken sehr auswendig gelernt, also gescriptet.
      Und seine Hose finde ich ganz furchtbar. Obenrum viel zu eng und an den Knien verbeult. Kein Vergleich mit dem stets korrekt gekleideten Patrick von der BBC. *seufz*

      Da heißt es "Deutschland sucht den besten Hobbyschneider"? Hat Deutschland also inzwischen den Impfpass gefunden? ;-)
      Warum darf dann eine Schweizerin mitmachen? Ich hab nichts gegen die Celine, aber irgendwie wirkt das für mich unlogisch. Darf dann Manchester United auch in der Bundesliga mitspielen? Bei internationaler Beteiligung (fände ich prima!) könnte man doch sagen: "Wir suchen..." oder "VOX sucht..." Aber es soll wohl nach DSDS klingen.

      Mir war schon beim ersten Anschauen klar, dass Katja als erste gehen muss, als sie gleich am Anfang sagte, sie rechnet damit, dass sie mindestens ins Finale kommt. Das war doch bei GBSB in der ersten Staffel auch so.

      Ich bin immer wieder (auch beim BBC-Original) überrascht, wie da Leute mitmachen und dann sagen: "Ach, so nach Schnittmuster kann ich gar nicht nähen. Das ist nicht mein Ding. Oh je, einen Rock habe ich noch nie genäht." Würde ich da mitmachen, dann würde ich mir noch einmal alle drei Staffeln GBSB ansehen und alles einmal nähen, was da verlangt wurde. Vielleicht nicht alle Varianten, aber einen Rock mit Formbund, ein Oberhemd, eine Hose, ein Kleid, einen Mantel. Aber ich bin ja auch Perfektionist. Wenn ich schon ins Fernsehen gehen würde, dann aber auch vorbereitet.
      Genauso seltsam fand ich, als Celine sagte, dass sie noch nie Upcycling gemacht habe. Öhm, das weiß man aber doch vorher, dass das jedesmal eine Aufgabe ist.

      Verdächtig, dass Celines Rock nur von vorn gezeigt wurde. Ich hätte da gern mal die Seitennähte gesehen.
      Den Karorock vom Textilterroristen fand ich eigentlich ganz schön.

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    2. Ja, du bist Perfektionist! Falls es noch weitere Staffeln der Sendung geben wird, wird sich der Vorbereitungsstand der Kandidaten sicher noch ändern. Bei der 3. Staffel GBSB kam das nämlich nicht mehr vor, dass jemand unvorbereitet vor einem Schnittmuster stand, und den Kreationen bei den Upcycling-Aufgaben merkte man an, dass sich die Kandidatinnen vorbereitet hatten - deswegen gabs dann solche Aufgaben wie Neoprenanzug zu Kleid, auf die niemand vorbereitet sein konnte.

      Beim Karorock haben die Karos an den Nähten sehr gut aufeinander gepasst, das hat leider niemand gesagt.

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    3. Bei deutschen Casting-Shows sind doch immer auch Österreicher oder Schweizer mit dabei; meines Wissens hat aber noch nie einer von ihnen auch eine deutsche Casting-Show gewonnen, oder? Ich möchte daher fast darauf wetten, dass die Schweizerin, egal, wie gut sie ist, das Finale nicht ereichen wird; aus irgendeinem Grund wird man sie schon rauskicken.
      LG von Susanne

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  31. Jetzt habe ich die Sendung auch endlich gesehen. Linux braucht ein bisschen ne Extraeinladung, um die DRM-Codierung von Vox zu verarbeiten ...

    Gesamteindruck: naja. Ich fand nicht nur schade, dass die Jury nicht wirklich neutral war, sondern mir nimmt Guido Kretschmer einfach zuviel Raum ein. Ganz zu schweigen von den unerträglichen Sprecherkommentaren aus dem Off. Oder war das die Zugabe für Sehbehinderte ;-)? Kann man nicht einfach die Kandidaten beim Arbeiten filmen und gut? Das Übermaß an Fachbegriffen ist mir nicht aufgefallen, dazu sind mir die alle - wie den meisten Nähnerds - zu geläufig. Aber wenn es schon einen "Erzähler" geben musste, hätte der besser die Fachbegriffe erklärt.

    Auch mir kam es so vor, als wäre die deutsche Sendung kürzer oder hätte weniger Inhalt als das englische Original. Wobei es mir gar nicht auf die Dichte bzw. Menge der Aufgaben ankommt, mit mehr Fokus auf die Kandidaten und weniger Blabla wäre ich schon glücklich. Die Schnittfolge in der dritten Staffel GBSB war mir schon wieder zu rasant.

    Sympathisch fand ich die Bemerkung von Guido, dass er nicht glaube, dass Katja nicht nähen könne. Genau. So katastrophal ihr Rock misslungen war, so toll war sie selbst gekleidet. Kreativ und auf ihre etwas schräge Art sehr gelungen. Da mangelt es offensichtlich weder an Kreativität noch an handwerklichem Geschick. Aber sich in der kurzen Zeit und vor aller Augen zu beweisen ist halt doch ne andere Nummer. Und Glück ist auch noch dabei - man ist nicht immer in seiner besten Form. Ich habe mir gerade die aktuelle Staffel von Project Runway angesehen. Ashley Nell Tipton, die Plussize-Designerin, die schließlich gewonnen hat, hat mehr als eine Aufgabe ziemlich in den Sand gesetzt, u.a. sogar die in ihrer Paradedisziplin Plussize. Aber in anderen hat sie brilliert, und in der Summe hat es wohl zum Sieg gereicht.

    Schaun mer mal, wie sich die weiteren Folgen entwickeln ... auf jeden Fall cool, dass es das Format jetzt auch bei uns gibt.

    Viele Grüße
    Ursula

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    1. Ja, von Katja hat man in der Sendung ja einige Kleider gezeigt - das waren sehr gelungene Sachen. Ich möcht enicht wissen, was ich fabriziere, wenn ich mit einer uunbekannten Nähmaschine und in so einer Filmsituation und mit zwei Leuten im Nacken einen Reißverschluss einnähen müsste.

      Ich glaube der off-Sprecher bei GBSB hat vor allem nähtechnischen Hintergrund vermittelt, erklärt, woran die Kandidaten gerade arbeiten, worauf sie dabei achten müssen, was die Schweirigkeit ist usw. In der deutschen Fassung wird der Off-Kommentar nach meinem Eindruck vor allem dazu eingesetzt, dem Zuschauer die (vermeintlichen) Gefühle und Intentionen der Kandidatinnen zu erklären. Es kam doch dauernd sowas wie "Katja traut sich sehr viel zu", damit der "dumme" Zuschauer auch weiß, was er denken muss. das ist jetzt nur eine These, ich müsste die deutschen und britischen Folgen mal parallel-vergleichend anschauen.

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    2. Naja, was ich sagen wollte: daher könnte der Eindruck kommen, dass es in der britischen Sendung mehr Informationen gab.

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  32. Sehr schön zusammengefasst.
    Mir fehlte jemand in der Art der englischen Moderatorin. Ihre spritzige Unwissenheit und ihre Verschwörungen mit den Kandidaten gegen die Jury machten die Sendung bei BBC etwas spaßiger (bin ich vielleicht zu wenig Guido-Fan?).
    Oder fehlt mir das *blliiinķ* der Musik?
    Vermutlich wird es mit den nächsten Folgen auch lockerer, die Aufnahmesituation ist ja für (fast) alle sehr ungewohnt.
    Auf jeden Fall schau ich Dienstag wieder zu.
    Lieber Gruß
    Elke

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  33. Mir hat die Sendung gefallen und ich werde auch die nächsten Folgen anschauen. GBSB hatte einen etwas anderen Stil dabei, allein schon durch die Juroren. Gegen Patrick Grant sieht und bewegt sich GMK einfach etwas zu leger - er kann kein 'Maßkonfektions-Feeling' aufbauen.

    Auch wenn die Bewertung für Ines Rock gut waren und nähtechnisch sie wohl alles richtig gemacht hatte, fand ich die Anordnung des Musterrapports auf den beiden Vorderteilen ganz daneben. Hier wäre ein Kommentar angebracht gewesen - auch ein nähtechnischer Laie konnte sehen, dass der Rapport nicht ok war.

    Bin gespannt auf die folgenden Nähaufgaben.

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  34. Danke für die Erklärung und Zusammenfassung der Sendung. Ich wußte nämlich gar nicht, dass es ein britisches Original gibt. Das liegt wohl daran, dass ich das Nähen in letzter Zeit etwas vernachlässigt habe. Entsprechend unbefangen habe ich mir die Sendung angeschaut, nachdem ich in einem Newsletter davon gelesen hatte.
    Seltsam fand ich, dass der Rock genau nach Schnitt genäht werden sollte.. Für mich persönlich dient der Schnitt nur dazu, zu wissen, wie die Schnittteile aussehen müssen und läßt Raum für eigene Interpretationen und in einer Fernsehsendung über das Nähen habe ich Kreativität vorausgesetzt und mich gewundert, wieso da nicht mehr daraus gemacht wurde. Erst später ging mir auf, dass beurteilt werden sollte, wie gut die Kanditaten nähen können.
    Und die Aufgabenstellung war auch komisch: ein sexy Bleistiftrock. Ist der Bleistiftrock nicht an sich sexy?
    Kreativität kam dann erst im zweiten Teil. Da wiederum hätte ich mehr erwartet.
    Schade, dass so wenig vom Nähen selbst gezeigt wurde und wenn, dann wurde mit der Hand genäht. Der unbelastete nichtnähende Zuschauer denkt jetzt vermutlich, dass wir Hobbyschneiderinnen alles mit der Hand nähen...
    Ich hätte gern mal einen Blick auf die Maschinen geworfen. Und auf das Stoffregal natürlich!
    Guido fand ich symphatisch, ich kenne ihn aber bisher nur aus der Werbung. Es wäre natürlich spannender gewesen, wenn die Jury nicht gewußt hätte, wer was genäht hat.
    Schade auch, dass die Kandidaten unter Zeitdruck nähen mußten, normalerweise nimmt man sich ja Zeit für sein Hobby. Das ist meiner Meinung nach auch der Grund, warum Katja rausgeflogen ist. Ihre Kostüme beweisen, dass sie nähen kann und kreativ ist.
    Eine Frage zu dem Buch hab ich noch, vielleicht hat es ja schon jemand, da steht in der Beschreibung:
    "Exklusives Schnittmuster von Guido Maria Kretschmer in Originalgröße im Buch! - Plus drei Schnittmuster aus der Show 'Geschickt eingefädelt' - 20 Basismodelle für Damen, Herren und Kindermit Schnittmustern zum Download"
    Was ist das für ein Schnittmuster von Guido - Rock, Kleid, ganz was anderes?
    Sind die Downloadschnitte diese: http://www.frauenzimmer.de/cms/schnittmuster-aus-geschickt-eingefaedelt-kostenlos-zum-download-2495330.html
    Nun bin ich gespannt auf die nächste Sendung.

    Liebe Grüße
    Angel-Isis

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    1. So weit ich das verstanden habe, muss man alle Schnittmuster herunterladen - auf der Webseite des Verlags sind sie hier: Schnittmuster .

      Der Schnitt von Kretschmer ist ein Kleid, das gibt es samt Anleitung zum Herunterladen bei Brigitte: Kleines Schwarzes

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  35. Vielen Dank für diese gute Kritik! Jetzt nach der zweiten Folge ist mir auch klarer, warum mir die deutsche Version so viel weniger gefällt als die originale englische:
    1. die schon oben mehrfach erwähnten Sticheleien sind einfach unnötig und geben dem ganzen einen sehr unschönen Beigeschmack.
    2. Die interessanten technischen Kritiken werden abgetan als übertriebene Kritik der "Pingel-Inge". Was ist das, wenn die Autoritativ eines Jury-Mitglieds so untergraben wird? Ist dieses Good-Cop-Bad-Cop wirklich nötig? Kann man nicht das in den Mittelpunkt stellen, warum wir alle diese Sendung anschauen, nämlich handwerkliche und kreative Exzellenz in kollegialer Atmosphäre?
    3. Du erwähntest so richtig, dass diese Sendung keine Lust aufs Nähen macht... Ich glaube es liegt daran, dass man den zweiten Tag des Originals weg gekürzt hat. Was bleibt sind die mühsamen (und meiner Meinung nach nicht besonders schönen) Pflichtaufgaben - und eben nicht der Spass am eigenen kreieren.
    Ich werde die Sendung sicher weiter sehen - allerdings nicht mit dem gleichen Enthusiasmus wie das britische Original.
    -calina

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  36. Ich find die deutsche Variante einfach nur lahm, da gehts nicht um nähen, sondern nur um Selbstdarstellung und Effekt hascherei.
    Wenn DAS die besten 8 aus 500 sind, na dann, gute Nacht!
    Die Wertung der Jury geht mir auch nicht ein. Beim Einen wird der schiefe Reißverschluß/Kragen massiv moniert und beim anderen gar nicht.
    Weder Stoffwahl noch Musterausgeglichenheit fließen in die Bewertung mit ein und sogar das Schnittmuster bekommen die fertig ausgeschnitten hingelegt.
    Spricht für mich nicht grad für gezeigte Fachkompetenz von Jury und Kandidaten bzw. riecht nach durchgeplant wer, wann geht.
    Für dieses "upcycling" haben die Briten nur EINE Stunde Zeit und keine 2,5!!! Und was die da zustande kriegen ist der Hammer.
    Ich mag Guido sehr, aber der ist auch der einzige Grund warum ichs mir bis jetzt angeschaut hab. Ansonsten komm ich aus'm toben während der Sendung nimma raus.
    Auch, daß der Schwierigkeitsgrad der Show so massive runtergeschraubt wurde, find ich traurig. Die Maßanfertigungs-Aufgabe zeigt nämlich eigentlich erst wirklich was ein "Schneider" kann.
    Aber ich geh mal davon aus, daß bei dieser Aufgabe alle Kandidaten nach der 1ten Show rausgeflogen wären.
    Ob ich mir das - trotz Guido - noch weiter antu, weiß ich ned.... Vielleicht verlaß das Jammertal von Geschickt eingefädelt und freu mich einfach auf die nächste Staffel der Sewing Bee.

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  37. Ich kenne die englische Originalsendung ebenfalls nicht. Mich hat die deutsche Fassung irgendwie aber schon fasziniert.

    Inge ist sicherlich Thema für sich. Ich denke aber, wenn man sie als Lehrmeisterin hat, dann könnte man richtig gut werden. Wobei ich es wohl anstrengend finden würde, wenn ständig kritisiert wird. Allerdings hat Inge mich ein wenig zu mehr Perfektionismus animiert.

    Von den Upcycling-Aufgaben bin ich enttäuscht. Einmal empfand ich es als eher nervig, dass der zweite Teil der Sendung irgendwie als kreativer Teil und eigene Ideen verkauft wird und doch "nur" Upcycling gemacht wird. Allerdings denke ich auch, spätestens bei der 3. Sendung sollten sich die Kandidaten darauf eingerichtet haben und es müsste nicht ständig betont werden, wie doof man Upcycling gerade findet.

    Wiederholungen ist eh so ein Ding. Von dem einem jungen Mann wird immer berichtet, dass er ja bevorzugt Kleider aus den 60er Jahren näht. Die Zeit könnte man auch anders füllen.

    Das Thema anonyme Bewertung finde ich interessant. Ich denke nämlich auch, dass die Jury sich durchaus beeinflussen lässt. Ob es nun der Punkt ist, dass jemand ja die Woche vorher eine super Arbeit gemacht hat und nun daran gemessen wird oder man immer wieder betont, dass jemand immer gleiche/ähnliche Fehler macht.

    Für Leute die viel Nähen, wird die Sendung nicht viel Neues bieten. Mich persönlich würden auch mehr Feinheiten interessieren.

    Danke für deinen schönen Bericht :-)

    Viele liebe Grüße
    Alex

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