Den Döner. Gut gemeinter Tipp meines Liebsten angesichts dieser Stickerei - ja, es handelt sich um einen Döner, ich sage das lieber gleich, sonst schreibt glatt jemand "Oh, so ein niedlicher Blumenkorb" und dann kommen wir in eine ganz, ganz peinliche Situation.
Wenn in unserer Straße ein Dönerimbiss aufmacht - und zwar genau an der Stelle, an der vor einem halben Jahr schon jemand mit der gleichen Idee scheiterte - dann verdient das, in Stickerei festgehalten zu werden, denn ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass der Laden das Jahr 2011 erleben wird.
Der Döner ist ja, mehr noch als die Currywurst, so eine Art Berliner Nationalessen. Oder zumindest die Geschäftsidee für Leute, die eigentlich keine Geschäftsidee haben und glauben, so mit möglichst wenig Aufwand Geld zu verdienen. Viele, wenn nicht die meisten Berliner Buden erscheinen mir ziemlich obskur - seit ich in der Stadt bin, pflege ich eine Gammelfleisch-Paranoia und halte mich von diesen Läden mit ihren Schaumfleischspießen fern. Wobei es hier sicherlich auch gute Dönerläden gibt - Tipps von Berliner Leserinnen willkommen!
Der Döner wird hier von der dritten Aufgabe der Stickamazonen umrahmt, eine Stichkombination, die mir diesmal besonders gut gefallen hat, weil sie so ornamental ist. Erinnert mich an orientalische Fliesen, und das passt ja.
Für mich neuer Stich diesmal: Der Bouillonstich oder auch Wickelstich, quasi ein auf die Seite gelegter Knötchenstich, hier in gelb.
Na dann, guten Appetit!