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Freitag, 17. April 2009

Monatsseite März - die Links und, öhm, dieses Mal kein Ausblick auf April



Nach alter Praxis hier noch einmal die Links für die textilen Monatsseiten März zusammen:
Griselda eröffnete den Märzreigen mit einem grün-türkis-blumigen Monatsset.
Tally bewegte sich zwischen Blumen und Schnee - eine Seite mit ganz vielen Details und teilweise alten Materialien.
Karens Seite zeigt wieder den roten Faden, der sich als kleines Pflänzchen dem Licht entgegen streckt, so scheint es.
Monika werkelt noch - wie sie schon verraten hat (leider finde ich nicht mehr wieder, wo das war, aber ich habe das gelesen, ganz sicher!) wird sie wieder etwas nähen, allerdings würde ich mich auch nicht wundern, wenn sie uns mit einer gestrickten Seite überraschte (mit eingestricktem Muster natürlich). Ergänzung vom 20. 4.: Monikas Märzseite ist da! Und sie ist gepatcht, appliziert und bestickt in frischen Frühlingsfarben!

Und der April? Tja, ein paar ganz vage Ideen habe ich zwar, aber bisher war keine so überzeugend, dass ich mich dringend ans Werk machen müsste. Daher im Moment kein Ausblick, aber der Monat dauert ja noch ein paar Tage.

Dienstag, 10. März 2009

Monatsseite Februar: Alle Links und ein Ausblick auf März

Inchie fürs Inhaltsverzeichnis Februar

Wie gehabt möchte ich hier noch einmal zum Nachschlagen die Links zu den einzelnen Monatsseiten Februar versammeln. Ich fiebere den Monatsseiten ja geradezu entgegen und schaue zum Monatsende dauernd nach, ob schon irgendwo eine zu sehen ist. Die ganz unterschiedlichen, sehr persönlichen Ergebnisse überraschen, erstaunen und inspirieren mich sehr. Und außerdem erstaunt und erfreut mich die Anteilnahme, die sich hier und in den anderen Blogs in den Kommentaren zeigt. Danke auch dafür.

Tallys Monatsseite im Zeichen der Fische

Griseldas Winterlings-Monatsset

Wollixundstoffixs Wendetasche

KaZes Gedankenteppich

Und im März? Im März wirds (hoffentlich) endlich grün. Stoffreste, und seien sie noch so klein, kann ich nur sehr schwer wegwerfen. Am Nähplatz habe ich eine stabile Tüte stehen, in die wandert fast jedes Restchen - solange man eine Naht darauf anbringen könnte, ist es nicht zu klein. Alles Grüne habe ich nun für die Monatsseite März aussortiert.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Tauschgeschäft



Der Zufall bringt doch die schönsten Geschenke. Nur der Zufall in Gestalt eines kaputten Handrührgeräts war es nämlich, der mich vor knapp zwei Wochen auf die Webseite der Berliner Stadtreinigung und dann weiter auf die Seiten des BSR Tausch- und Verschenkmarkts führte. Was für den einen völlig wertlos ist, könnte für jemand anderes noch brauchbar sein - und in den Zeiten des Internets muss man sich von diesem "Müll" nicht mehr finden lassen, sondern kann Dinge und Menschen relativ einfach zusammenbringen.

Ich las ein wenig durch die Anzeigen, wunderte mich über Angebote wie "Tausche Laptop gegen Kratzbaum" und entdeckte ganz zum Schluss eine ältere Anzeige „Tausche altes Handarbeitsgarn, aus DDR-Produktion, Reste, gegen eine Flasche Olivenöl, z.B. von Aldi.“ Und tatsächlich fuhr ich letzte Woche mit einer Flasche Olivenöl gen Tempelhof und kehrte mit einem großen Karton zurück.

Das „Handarbeitsgarn“ entpuppte sich als Garnvorrat einer versierten Häklerin mit einer Vorliebe für Weiß- und Naturtöne und ich fühle mich reich beschenkt. Die Vorbesitzerin, ich nehme an eine ältere Verwandte der Tauschpartnerin, kaufte Material für ihr Hobby immer gleich in größeren Mengen: weißes, cremeweißes und beiges Garn für Filethäkelei und Taschentuchspitzen jeweils zehn Mal, buntes Spitzengarn in türkis, fliederlila, pastellgelb, hellblau und in Mischungen dieser Farben jeweils vier bis sechs Mal. Dazu noch Garn mit Leinenanteil, weißes Klöppelgarn, Viskose-Glanzhäkelgarn und Sticktwist. Zufällig genau die Farben und Garne, die ich mir erhofft, aber in einer Menge, von der ich nicht zu träumen gewagt hatte. Die meisten Knäuel sind noch unversehrt, die Zeit hat ihnen nicht geschadet und hinsichtlich der Qualität kann ich im Moment keinen Unterschied zu „Westware“ erkennen.

Die bunten Garne werden in die Februar-Monatsseite einfließen, ich war nämlich schon drauf und dran, Häkelgarn zu kaufen und wollte mich vorher nur noch über die Stärke der Häkelnadel schlau machen. Die Pastellfarben entsprechen genau meiner Vorstellung von dieser Seite und und ich freue mich besonders, dass ich hier wieder altes Material benutzen kann, das schon einen eigene Geschichte mitbringt.
Was die schönen weißen und cremeweißen Garne in verschiedenen Stärken betrifft, so habe ich noch keine konkreten Pläne. Aber ich habe jetzt Garn genug für alle möglichen Experimente, noch dazu ressourcenschonend erworben, und schon das Vorhandensein des Materials lässt mich Filethäkelgardinen mit anderen Augen betrachten.

Wer auch sein Glück bei der Suche nach solchen alten Handarbeitsschätzen versuchen will: Solche Tauschbörsen gibt es in vielen Städten, auf dieser Seite findet sich ein Überblick. Der Liebste fühlte sich von meinem Tausch gleich animiert, seinen Computersammlung zu durchforsten, um selbst etwas anbieten zu können.

Auf ein anderes Zufallsgeschenk kürzlich, über das ich mich auch sehr gefreut habe, möchte ich auch noch aufmerksam machen: Im Blog der neuen Kreativ-Community wanaba wurden meine Inchies vorgestellt. Inchies sind nämlich, so der Entschluss der Bastelbuchverlage und Agenturen, DER neue Kreativtrend im Jahr 2009, daher gibt es dort im Blog im Februar einen thematischen Schwerpunkt „Inchies“ mit Buchbesprechungen und Vorstellung einiger Inchie-Bastler. Ich werde aufmerksam verfolgen, ob sich dieser Trend im realen Leben tatsächlich zum Trend auswächst – wenn ich zum ersten Mal in freier Wildbahn ein Inchie sehe oder jemand, den ich tatsächlich kenne, mit der Inchie-Bastelei anfängt, gebe ich Bescheid.
Im wanaba-Blog läuft übrigens noch bis zum 15. März eine Inchie-Mitmachaktion, bei der man etwas gewinnen kann.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Monatsseite Januar - die Zusammenfassung, ein Inchie und ein Ausblick auf Februar

Inchie Silberperlen









Nun gibt es auch bei den Mitstreiterinnen des textilen Kalenderprojekts die Januarseiten zu sehen, und weil ich es gerne übersichtlich habe (vor allem für mich, dann muss ich die Links nämlich nie wieder suchen, hehe), hier die einzelnen Beiträge mit den Ergebnissen:
Tally zeigt hier ihr blau-türkises Neujahrsfeuerwerk in ganzer Pracht. Dank einer Tasche auf der Rückseite ein echter Erinnerungsspeicher.
Griselda näht ein benutzbares Nähtagebuch – ein Patchwork-Tischset aus den Resten ihrer Jaunuarprojekte.
Kazes Tyvek-Experiment wartet noch auf Vollendung (Link dann auch hier). ist zu einer Winterlandschaft mit rotem Faden geworden.

Am Sonntag habe ich dann noch ein Inchie nachgeschoben, aus den gleichen Materialien wie die Hauptseite. Die grobe Idee ist, dass ich die großen Monatseiten später entweder wie ein Buch oder wie ein Leporello verbinde und dass die allererste Seite (oder ein etwas festerer Umschlag) mit den zwölf Monatsinchies gestaltet wird, etwa so wie ein Inhaltsverzeichnis. Mal sehen, so weit sind wir ja noch lange nicht.

Einen ersten Ausblick auf die Februarseite zeigt das Foto unten – im Februar wird sich bei mir alles um Rosetten drehen. Diese aus Papier werden als Schablone dienen, aber es wird auch noch welche aus Stoff geben. Dazu aber später mehr, denn wie sich mein Bild im Kopf technisch umsetzen lässt, ist mir selbst noch nicht ganz klar.

Scherenschnittrosetten

Freitag, 7. November 2008

Eine rote Blume macht noch keine Wiese

rote Stoffblumen im blauen EierbecherSechzehn Blumen - ein voller Eierbecher

Ich hätte ja nicht gedacht, dass Inchies für mich einmal so ein Thema werden (und ich bin überrascht, wieviele Leute über Google mit dem Suchbegriff "Inchies" ausgerechnet hier landen). Mit der Zeit kommen einem 2,54cm im Quadrat immer größer vor, ehrlich! (Auch wenn das Bedürfnis, anschließend etwas Großes - bodenlange Vorhänge oder ein Zelt - zu nähen, immer noch da ist, ja.)

Für die Herstellung der Grundlage hat wohl jeder seine eigene Methode - ich schneide erstmal einen Stoffstreifen grob zu (etwa 3,5cm breit, Länge beliebig), verstärke ihn mit Bügeleinlage, bringe eventuell eine erste Schicht Verzierungen an, und bügele mit Vliesofix einen zweiten Stoff auf die Rückseite. Auf der Rückseite markiere ich dann die Inchies mit einer Schablone, umkantele die eingezeichneten Quadrate mit schmalem Zickzackstich und schneide sie mit einer Schere aus. Durch den dichten Zickzackstich hat man am Rand fast schon so etwas wie eine Perforation, so dass es einfach ist, dicht an den Stichen abzuschneiden. Eine andere Anleitung für die "Inches", wie man sie wohl auch nennen kann, findet sich hier.

Die meisten Verzierungen, die ja ohnehin nicht unter die Nähmaschine passen, nähe ich dann mit der Hand auf die umkantelten Quadrate. Bisher habe ich nur einen Bruchteil der Ideen umgesetzt. Das entwickelt sich auch einfach beim Machen, wie gesagt, der Platz kommt einem nach und nach immer größer vor...

Inchie  mit roter Blume


Für den jüngsten Tausch, Thema Blumenwiese, habe ich aus roten Futtertaftresten kleine Stoffblümchen gebastelt, wie ich sie so ähnlich einmal in einem Kurzwarengeschäft in München gesehen habe.








Aber jetzt die Wiese:

Inchies mit BlumenWiesenblumeninchies

(1. R. v. l. n. r.) von Stoffkatze, Akinom017, Zauberpuffel, Angel-Isis, (2. R.) Herbst-zeitlos, ?, Hasilein, (3. R.) Mikimaki (Patchmaus), Stephani, JackyO, ?, (4. R.) Traumfee, ?, ColourFly, Karo.

Sonntag, 20. Juli 2008

Inchies: Und man kann sie doch benutzen!

Armband aus Inchies

"Wozu sind die denn gut?", "Was macht man denn damit?" sind die Fragen, die Außenstehenden wohl zuerst beim Anblick von Inchies einfallen.

Also Freunde, man braucht sie natürlich gar nicht (wie so viele andere Sachen), aber man kann sie durchaus benutzen. Zum Beispiel, um sich ein schmückendes Armband zu basteln. Hier habe ich sieben passende Stücke aus dem roten Inchies-Tausch per Hand mit Langettenstich dicht an dicht auf ein 2,5cm breites Ripsband genäht. Als Verschluss dienen zwei kleine Druckknöpfe, die waren noch da. Das Armband wird mit dem Rest Ripsband gefüttert, auch mit der Hand mit kleinen überwendlichen Stichen. Die Nähmaschine muss hier wegen der Perlen und plastischen Verzierungen leider draußen bleiben. Die Perlenkante verdeckt kleine Unregelmäßigkeiten, die Inchies sind nämlich nicht immer exakt 2,5 cm breit.


Armbandverschluss mit DruckknöpfenDer Verschluss aus der Nähe

Das Armband aus sieben Inchies ist mit Verschluss 20cm lang, man braucht also etwa 42cm Band, für ein Acht-Inchies-Armband (22,5cm) braucht man demzufolge etwa 47cm. Mein Ripsband (bei Karstadt gekauft) erwies sich übrigens als nicht durchgefärbt und ziemlich empfindlich, so dass bei jedem Stich leichte Farbtonunterschiede im Band sichtbar werden. Ich weiß nicht, ob das die übliche Qualität ist. Vorsichtshalber würde ich beim nächsten Mal ein anderes Band zum Füttern nehmen, ein Samtband stelle ich mir zum Beispiel auch schön vor.

Das Armband ist sehr bequem und tragbar. Normalerweise irritieren mich Armbänder, weil sie hin- und herrutschen, auf der Tastatur klappern, am Ärmel hängenbleiben, dieses aber ist für mich perfekt: geräuschlos, weich, nicht einengend.
Jetzt überlege ich, wie man ein Armband mit Inchies zum Auswechseln konstruieren könnte, das sich je nach Kleidung und Anlass verändern lässt und mit dem man kleine Inchie-Erinnerungsstücke sammeln und spazierentragen kann. Dazu später eventuell mehr.

Freitag, 11. Juli 2008

Neue Inchies

Inchies naturfarbenWie unschwer zu erkennen, war "naturfarben" das Thema



Erste Reihe von links nach rechts: Halina, HappyA, ColourFly, Haus1958, Birgitt.
Zweite Reihe: meins, Omale, ajochem, herbst-zeitlos, Karo.
Dritte Reihe: bücherfee, australiakatze, Myrin, Slashcutter, Mikimaki (patchmaus).
Vierte Reihe: Stoffkatze, akinom017, Ina6019, Zauberpuffel.

Samstag, 12. April 2008

Für mich solls rote Inchies regnen








.. und wenn auch nicht sämtliche, aber dieses Wunder ist mir tatsächlich begegnet. Eigentlich hatte ich nur aus Neugierde, weil ich wissen wollte, was "Inchies" sind, einen Thread im Hobbyschneiderinnen-Forum angeklickt. (Schöne Beispiele in diesem pdf). Das Ende dieses Lieds war, dass ich dann schließlich an einem Inchies-Tausch teilgenommen habe, denn diese verzierten Stoffquadrate in der Größe eines Inchs (2,54 x 2,54cm) sind natürlich um so schöner, je mehr verschiedene man davon hat. Wer jetzt fragt, wozu denn diese Kleinigkeiten gut seien, hat das Prinzip nicht verstanden.

Inchies rotEingeschickt habe ich diese mit Blumen ...

Ursprünglich stammen die Inchies wohl aus der amerikanischen Papierkunst-Szene - die Papierbastler tauschen nicht nur ATCs (artist trading cards), sondern auch Kärtchen in 1"-Größe, die als eine Art Visitenkarte fungieren. Auf das Medium Stoff übertragen ist die Verzierung eine noch größere Herausforderung, denn 2,5cm im Quadrat ist wirklich sehr sehr klein. Nach 27 Inchies hatte ich jedenfalls dringend das Bedürfnis nach einem größeren Format.

Inchies rot...diese mit Herzen ...

Dennoch finde ich die Inchie-Idee äußerst reizvoll und ausbaufähig. Es gibt ja tolle Tagebücher auf Stoff im Netz (die ich vor Jahren mal gesehen, aber jetzt leider nicht wiedergefunden habe), bei denen jede Woche oder sogar noch häufiger ein Stoffstück in einer vorgegebenen Größe gestaltet wird. Für Inchies wäre das auch eine Idee und würde sogar noch weniger Platz und Material brauchen.

Inchies rot...und diese abstrakten.

Was ich mit meinen getauschten Kleinigkeiten mache, weiß ich noch nicht genau. Vielleicht nehme ich erst noch mal an einem Tausch teil. Dass so ein Tausch funktioniert - zwischen Menschen, die außer einem Hobby im Grunde nicht mehr gemeinsam haben als Leute, die zufällig im gleichen Aufzug stehen - das ist wohl das größte Wunder.

Zurückgetauscht bekam ich diese hier (ein Klick vergrößert die Bilder) - besonders gefällt mir die winzige Häkelblume von halinas.