Dienstag, 10. Dezember 2013

Loben und Lästern: Burdastyle 12/2013

Noch schnell ein paar Worte zum Dezemberheft der Burdastyle, ehe am Mittwoch schon das Januarheft 2014 herauskommt. Die Ausgaben am Jahresende widmen sich traditionellerweise der Festmode. In früheren Jahren wurde im Dezember meterweise Seidentaft verbraten. Mit der neuen Chefredakteurin - und seit kurzem mit der neuen Modechefin Sabine Maeulen - macht sich seit einiger Zeit ein Stilwechsel bemerkbar, den ich sehr begrüße. Statt bodenlanger Ballroben brachte das Novemberheft modische kleine schwarze Kleider, und auch in der Dezemberausgabe gibt es gemäßigt Festliches, das aus nicht so festlichen Stoffen in jede Alltagsgarderobe integriert werden kann. Die Schnitte in Burdastyle sind in meinen Augen alltagstauglicher geworden - wobei "alltagstauglich" an sich natürlich noch gar nichts aussagt, schließlich sind die Anforderungen des Alltags für jeden unterschiedlich.

Vor ein paar Jahren hätte ich mir die typische Burda-Kundin, die all diese Dinge anziehen soll, als eine Frau um die 50 mit konservativem Kleidungsstil vorgestellt. Eine Frau, die beruflich und privat viel repräsentieren muss, eine Vorliebe für Etuikleider und kurze, kastige, kragenlose Jacken pflegt, die auf den ADAC-Ball geht und den Urlaub am Strand verbringt. Das klingt nicht nach mir, oder? Seit einiger Zeit aber sind die Schnitte für meinen Alltag tauglicher als früher, und ich habe nicht mehr das Gefühl, dass Burdastyle Mode entwirft, die für Leute gedacht ist, die ein ganz anderes Leben führen als ich.

Ich finde daher in jedem Heft ein paar schöne Modelle. Meine Favoriten aus Heft 12/2013:

Die Kimonojacke 116A/B


Warum sollte man eine Jacke anziehen, die so aussieht wie ein Morgenmantel? Das kann ich auch nicht genau erklären, ich weiß nur dass mich die Idee reizt, seitdem Burda im Heft 7/2011 einen Kimono aus unterlegter Spitze zeigte. Die aktuelle Jacke finde ich sogar besser als den Spitzenkimono, weil die Ärmel praktischer sind, und für die abgesetzte Blende könnte man sich schöne Stoffkombinationen ausdenken. Vielleicht ist es auch die Aussicht, ganz Bohémien, im Quasi-Schlafanzug am Schreibtisch zu sitzen. Sallieoh zeigte vor drei Monaten eine ganz ähnliche, tolle Kimonojacke (aus selbstgefärbtem Stoff !), die sie nach dem Schnitt für das Tokyo jacket von tessuti fabrics aus Australien genäht hatte. Jetzt überzeugt, dass so eine Jacke spätestens im Sommer in jeden Kleiderschrank gehört? 

Der Wickelrock 109 


Prada-Zipfel zum dritten - wir sprachen ja schon im Oktober und im September davon. Der aktuelle Zipfel gehört zu einem anfängertauglichen Schnitt, der wenig Stoff braucht. Gefällt mir von allen Prada-Zipfel-Variationen bei Burdastyle bisher am besten: ich suche immer nach Rockschnitten für Wollstoffe, die ein bißchen was Besonderes haben, wie hier den sichtbaren Reißverschluss.

Ganz interessant - aber für mich etwas zu brav - finde ich auch das Kleid 124 A/B mit der spitzen Hüftpasse, das beim Weihnachtskleid-Sewalong einige Male genäht wird. Kleid 104 A/B, mit dem Dodokleid vom letzten Jahr eng verwandt, wird gerade bei Griselda genäht. Und ist euch aufgefallen, wie ähnlich der Tulpenrock des Designerschnitts von Talbot Runhof (130) und die lange Version des Elisalex-Kleides von by hand London sind? Der Bleistiftrock mit angenähtem Schößchen (117) ähnelt dem Charlotte-Rock von by hand - und das ist für mich ein Indiz für den eingangs erwähnten Stilwandel bei Burda: Man orientiert sich mehr an Londoner Jungunternehmerinnen und weniger an Düsseldorfer Empfangssekretärinnen. 

In jedem Heft gibt es aber auch Modelle, die mich zusammenzucken lassen. In der Dezemberausgabe war das die Hochwasserhose 106;


Die richtige Hosenlänge ist bei Damenhosen - anders als bei Herrenanzuhosen - ziemlich variabel. Ich kann mich erinnern, dass bis etwa in die Mitte der 1990er Jahre lange Damenhosen schon einmal knapp über dem Knöchel endeten, und auch die nach unten eng zulaufende Form kommt mir bekannt vor. Dann kamen die 2000er Jahre und mit ihnen die überlangen Marlenehosen, die oft mit hohen Absätzen getragen wurden und zwingend so lang sein mussten, dass sie auf dem Boden schleiften. Nach diesen Übertreibungen in beide Richtungen pendelte sich die Hosenlänge auf ein gesundes Mittelmaß ein. Die über dem Knöchel endende Hose ist jedenfalls schon so lange wieder Vergangenheit, dass mich der Anblick von Schnitt 106 erschrocken zurückprallen ließ. Ich konnte nirgends anders mehr hinschauen als auf die freiliegenden Knöchel zwischen Hosensaum und Schuhrand.    

In solchen Fällen hilft mir nur eins: Durchatmen und ab nach draußen und auf der Straße schauen, was tatsächlich getragen wird und wie das auf mich wirkt. Nach einigen Tagen Scannerblick auf Hosensäume und Schuhe stellte ich fest: die nach unten eng zulaufende Hochwasserhose ist längst überall, sie wird in Berlin nur anders getragen als bei Burda. Entweder mit knöchelhohen Stiefeletten, die bis an den Hosensaum reichen, oder mit dickeren Socken oder am Knöchel zusammengeschobenen Kniestrümpfen in der Farbe der Hose, die die Lücke zwischen Schuh und Hosensaum ausfüllen und einen sanften Übergang zwischen Schuh und Hose schaffen. In diesen Kombinationen wirkte diese Hosenform auf mich nicht weiter spektakulär - sie hatte sich längst organisch ins Straßenbild eingefügt, ohne dass ich sie bemerkt hätte. Ich bin gespannt, ob sich im Frühjahr eine knöchelbetontere Trageweise dieser Hose etablieren wird. Im Moment lässt sich das Bedecken der Knöchel ja hervorragend mit der Witterung begründen - aber ist das der wirkliche Grund? Oder ist es nicht eher so, dass der Knöchel bei knöchelkurzen Hosen auf uns im Moment noch irritirend nackt wirkt und wir uns erst wieder daran gewöhnen müssen?  

28 Kommentare:

  1. Mir haben die schmalen Hochwasserhosen immer gut gefallen, und zwar an kleinen, zierlichen Frauen und mit Pumps getragen. An anderen Frauen: kommt drauf an. Oute ich mich damit als kurz vor scheintot ;-) ?

    Viele Grüße
    Ursula

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    1. Mit offenen Schuhen könnte ich mir diese Hosenlänge tatsächlich auch vorstellen, also so, dass man mehr vom Fuß sieht - das ist dann auch nicht mehr so weit entfernt von 7/8-Hosen mit Ballerinas. Mal sehen, ob das im Frühjahr auf der Straße zu sehen ist - die Berlinerin (jedenfalls da, wo ich unterwegs bin) ist nicht so die Pumpsträgerin, dazu ist man einfach zu viel und zu lange zu Fuß unterwegs in dieser Stadt.

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  2. Ich freue mich immer wieder auf dein "Loben u. Lästern". Bei jedem Burdamodell denke ich mir, was du dazu sagen wirst. :)
    LG Elke

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  3. Lustig, die Kimonojacke hat mir auch gefallen, allerdings hatte ich da die Morgenjacken Variante im Kopf. Also nicht am Schreibtisch, sondern Morgens beim Tee...

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    1. Ich brauche demnächst beides: eine Kimonojacke für draußen und einen Morgenmantel für zuhause.

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  4. Ach ja, die aktuelle Burda - da schau ich inzwischen auch immer wieder gerne rein, wenn auch nicht bei Hosen, weil ich mit dem Nähen selbiger so einige Probleme habe. Also Röcke und Oberteile; tatsächlich habe ich mir in den Kopf gesetzt, die Kimonojacke zu nähen, aber aus blaugrün schillernder Dupionseide, zusammen mit einem Bleistiftrock - als Projekt für den Januar in Bielefeld.
    Lieben Gruß aus Offenbach

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  5. Die knöchellange Hose-gar nicht mein Fall.
    Ich kenne diese Länge unter dem Begriff "Hochwasserhose", was meint, dass man aufgrund eines Wachstumsschubes aus der Lieblingshose längenmäßig herausgewachsen ist. Das ist bei Kindern häufig zu sehen. Egal, wie man diese Länge stylt, finde ich sie allenfalls anrührend und löst in mir den dringenden Wunsch aus, mit demjenigen eine Hose in passender Länge kaufen zu gehen.
    Außerdem finde ich diese Länge auch unvorteilhaft, da sie das bein optisch verkürzt.
    Möglicherweise sieht das im Sommer anders aus. Diese Hosenlänge könnte, wenn es warm ist, ein wenig Luft ans Bein lassen, ein wenig leicht gebräunte Haut zeigen und könnte mit Absatzpumps bzw Sandaletten ganz nett aussehen.
    Kimonojacken sind auch nicht mein Fall-mich stören weite Ärmel.
    Das Model 104 hat es mir dagegen sofort angetan-irgendwann möchte ich das für mich nähen.
    Auch der Wickelrock 109 und die dazu gezeigte Bluse 107 könnte ich mir für mich vorstellen.
    Und das Kleid 124 ist schon ein interessantes Modell, wobei ich das an mir eher nicht sehe-ich habe da die Befürchtung, dass es an mir bieder wirken könnte.
    LG Susanne

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    1. Ja, bei der 124 nehme ich auch an, dass das an mir wie ein Omakleid aussehen würde. Nina vom Nähkontor näht das gerade für ihre Ladenpartnerin - an ihr kann ich es mir hingegen sehr gut vorstellen. Bei der 104 warte ich erstmal ab, wie es bei Griselda wird - ich glaube der etwas substantiellere Stoff, den sie gewählt hat tut dem Schnitt sehr gut. Die Burdafotos überzeugen mich nämlich nicht so recht - könnte aber auch daran liegen, dass das blaugrüne Kleid fürchterlich schlecht gebügelt ist.

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  6. Wie schön, ich dachte schon die Ausgabe fällt unter den Tisch, dabei habe ich die sogar gekauft. Die Bluse 107 ist sogar schon kopiert. Die Hose 103 finde ich ja auch sehr interessant,frage mich aber ob sie sich durch die vorverlegten Seitennähte wohl gut anpassen lässt. Das Kleid 104 ist sehr schick, nur nichts für mein Leben, das wäre nähen für den Schrank. Das Bild mit der Hochwasserhose hat mich auch zusammen zucken lassen aber nicht nur wegen der Hose. Okay Modells sollen dünn sein aber das Modell sieht doch aus wie kurz vor dem Zusammenklappen.
    Vielen Dank und Viele Grüße
    Sylvia

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    1. Ja, die überdünne Trägerin (und das ganze Arrangement mit Mustern überall) macht den Schnitt auch nicht vorteilhafter. Auf Bluse 107 bin ich dann mal gespannt - hochgeschlossen, weit und mit Schleife kommt für mich einfach gar nicht in Frage, ich würde furchtbar aussehen, fürchte ich.

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  7. Oh, das mit der Hosenlänge ist natürlich seltsam- gerade an spargeldünnen Beinen schaut das so verloren aus. Da hat sich Frau Dandy scheinbar im Kleiderschrank des kleinen Bruders bedient.
    Der außenliegende Metall- Reißverschluss des Zipfelrockes geht wirklich nur mit Stoffen mit Substanz, mein leichter Laser-Cut-Stoff war da vom Gewicht her überfordert. Ich mag den Rock sehr und versuche das nochmal mit einem Kunststoffzip mit Metalloptik. Auf Wollstoff.

    Als nächstes nähe ich aber die Lammfellhausschuhe :)
    Die Dezember-Burda ist echt ergiebig!!

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    1. Ich sehe bei dem Rock auch das Problem, dass es schwierig sein könnte, überhaupt einen ansehnlichen teilbaren Reißverschluss in passender Länge zu bekommen. Im Kaufhaus gibt es die nicht. Wobei die Frage ist, ob man nicht auch mit einem unteilbaren RV in den Rock hineinkommt.

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  8. Ich sehe das genau wie du: mit knöchellangen Hosen kann ich nichts anfangen, und die Kimonojacke finde ich super. Neben dem Rock gefällt mir auch die fließende Bluse dazu (Mod. 107). Die werde ich mir auf jeden Fall nähen. Und das Kleid Nr. 124 wird ja schon sehr oft im Rahmen des WSA genäht. Ursprünglich habe ich das Heft nur deswegen gekauft, finde aber mittlerweile einige schöne Modelle darin. Der Kauf hat sich diesmal gelohnt.
    Liebe Grüße,
    Nastjusha

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    1. Was habt ihr bloß alle mit Bluse 107? ;-) Aber im Ernst, du schriebst ja mal, dass hochgeschlossen total dein Fall ist. Bin gespannt.

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  9. Habe gerade erst deinen blog entdeckt, was ich zu meiner Schande gestehen muss (bin noch nicht so lange im blogger Leben unterwegs), aber ich musste gerade andauernd nicken und schmunzeln, als ich deinen post gelesen habe. Ich habe quasi mit "burda" und "Neue Mode" in den achtzigern nähen gelernt und fand die Klamotten auch immer sehr solide. Und war sehr positiv überrascht, als sich burda damals neu gestaltet hat. Überlege schon seit einiger Zeit wieder, das Abo zu reaktivieren... mal sehen.

    Danke und liebe Grüße
    Doro

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    1. Ja, ein Abo hatte ich sogar mal - und habs dann irgendwann gekündigt, um mir danach trotzdem weiter jedes Heft zu kaufen. Aber da das Abo vom Heftpreis her auch nicht billiger ist, ist es eigentlich auch egal.

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  10. Beim ersten Blick in die Dezember-burda war meine Meinung: eher nix. Jetzt kam aber gestern die Januar-burda, meine Meinung dazu: überhaupt gar nix und meine Meinung heute zur Dezember-burda: nicht nur schlecht.
    Burda-Hefte relativieren sich für mich mit der zeit immer mehr und in zwei Jahren nähe ich vielleicht was aus 2013.
    Gut, dass Du deine Meinung hier archivierst, auch für den Fall, wenn Hochwasserhosen genäht werden.
    Liebe Grüße
    Julia

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    1. Den Aspekt finde ich auch am interessantesten: wie sich die eigene Meinung ändert, wenn man sich an bestimmte Schnittformen gewöhnt hat. Ich finde oft in 2 Jahre alten Burdas zufällig genau den Schnitt, den ich gerade suche, wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass ich der altuellen Mode 2 Jahre hinterherhinke.

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  11. Mich hat gerade die Hochwasserhose angesprochen, ob sie an mir gut aussieht, muss ich noch testen ;-)

    Liebe Grüße
    Eva

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    1. Ja, teste das mal. Und zieh' andere Schuhe dazu an als die Präsentierdame ;-)

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  12. Ach, ist das schön, eure Kommentare zu lesen! Spannend, dass es so viele nähende Frauen gibt, die sich mit burdastyle auseinandersetzen.
    Ich habe in den 70erJahren damit nähen gelernt - und es geliebt. Ich würde ja immer noch für mich nähen, aber: Ich finde seit langem keine Schnitte mehr, die mir so gut gefallen, dass ich mich an die Arbeit mache. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Redaktion Frauen mit mehr als 60 Lebensjahren auf dem Buckel überhaupt noch auf der Rechnung hat. Aus m einer Sicht sind die Schnitte momentan für Magermodels mit Größe 34/36 zwischen 20 und 30. Oder für pfundige Frauen ab Größe 44. Aber habt ihr in burdastyle schon mal ein Model jenseits der 50 mit Größe 40/42 gesehen?
    Liebe Grüße
    Beate

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    1. Tja, die Burda richtet sich damit nach den allgemeinen Frauenzeitschriften-Gepflogenheiten und es ist immer nicht so einfach, sich die so präsentierten Sachen dann an normalen Menschen vorzustellen. Das ist das tolle an Nähblogs, dort entdecke ich manche Schnitte überhaupt erst, die ich im Heft überblättert habe. Jenseits der 60 und Größe 40/42 - das bin ich in gut 20 Jahren. Im Moment gehe ich optimistischerweise davon aus, dass ich dann ungefähr das gleiche anziehen würde wie heute (OK, man weiß nicht, wie die Mode in 30 Jahren ist). Also was ich sagen wollte: wäre ich 60, würde ich z. B. den Wickelrock mit dem sichtbaren Reißverschluss immer noch anziehen - denke ich mir zumindest jetzt. Es wäre nur noch schwieriger, von dem überdünnen Model in der Fotostrecke abzusehen und mir den Schnitt an mir vorzustellen. Aber grundsätzlich würde ich schon Schnitte finden. Bei Ottobre werden die Sachen ja an ganz verschiedenen Figuren gezeigt - das finde ich wirklich hilfreich.

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  13. Ich lese dein Loben und Lästern immer sehr gerne!

    Eine Hochwasserhose könnte ich nicht tragen, da ich sowieso schon eher kurze Beine habe. Und Trends hin oder her - was mir nicht steht, trage ich nicht. Aber an einer grossen Frau könnten die mir durchaus gefallen!

    Das Model ist mir auch aufgefallen. Die Burda-Models sind teilweise so dünn, dass die Kleider an ihnen einfach nur furchtbar aussehen und ein "normales" Katalogmodel viel besser darin ausgesehen hätte, wie sie sie z.b. bei der Nähmode haben. Viele der momentanen Schnitte sehen zudem an der Art Figur schrecklich aus - schmale Taille, knochig, breite Schultern.

    Mir würde das Kleid 104 b gefallen, es sieht raffiniert und dennoch bequem aus. Gekauft habe ich sie auch wegen 121 und 129, beide Kleider sind toll! 124 b gefällt mir zum Anschauen sehr gut, ich fühle mich aber für das Kleid noch zu jung und es ist mir - wie du sagst - etwas zu bieder. Gefällt mir aber an anderen Frauen bestimmt.

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    1. Ja, das Kleid 129 finde ich auch gut, mit den interessanten Teilungsnähten. Diese nicht-taillierte Kleidform steht mir leider überhaupt nicht, das ist für mich die Art Kleid, die mir nur an anderen gefällt.

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  14. Hochwasserhosen kommen und gehen immer wieder. Lustig waren sie damals bei Raumschiff Enterprise, als Kirk und Spock Trompetenhosen und Stiefeletten trugen:
    http://www.dippold.org/startrek/serien/tos/pics/3_22_7.jpg

    Neulich habe ich den Film "Berlin - Symphonie einer Großstadt" gesehen und war überrascht, dass man auch in den 20er Jahren die Hosen etwas kürzer trug:
    http://stralau.in-berlin.de/blog/images/12-01-2007/sinfonie.jpg

    Ich hatte gedacht, dass die Hosenlänge bis zur Oberkante des Absatzes schon ganz lange die "klassische" sei und es nur in den letzten Jahrzehnten ab und zu Geschmacksverirrungen gegeben hätte. Naja, man lernt nie aus...

    Liebe Grüße,
    Henriette

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  15. Die Enterprise-Hosen sind ja neckisch! Bei den Herrenhosenlängen gibt es sogar leichte regionale Unterschiede: in Nordamerika werden sie kürzer als bei uns getragen, in Russland eher länger. Und in den 20ern und 30ern gab es für "dazwischen" ja durchaus noch die Gamasche, fällt mir gerade ein - zumindest in den Gangsterfilmen aus den 30ern. Möglicherweise waren Gamaschen damals schon etwas Unseriöses, das tragen immer die Verbrecher!

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  16. Stimmt! Bei Gamaschen fallen mir gleich zwei Figuren ein: Onkel Dagobert und der Gangster namens Gamaschen-Colombo (im Original "Spats-Colombo") aus dem Film "Some like it hot".

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Vielen Dank für deinen Kommentar!