Montag, 16. September 2013

Woche 37


Auf meinem Nähtisch liegt ein echter Luxusschnitt - das Elisalex-Kleid von by hand London. Die ersten Elisalex-Kleider sichtete ich im Frühjahr bei Dodo und bei Yvonet, aber erst vor kurzem ging mir auf, dass die Schnittmuster von by hand London in Großbritannien gerade der totale Hype sind - die Schnitte werden in den britischen Nähblogs wie verrückt rauf und runter genäht.

Die Firma wurde vor noch nicht einmal einem Jahr von zwei Mittzwanzigerinnen in London gegründet, ehemalige Schuhdesignerin die eine, Marketingexpertin die andere. Man könnte daher befürchten, dass der große Erfolg vor allem durch geschicktes Einspannen der bloggenden Nähcommunity zustande gekommen ist - aber die zahlreichen Bilder vorteilhafter und gut sitzender Kleider sprechen eine andere Sprache, und so viel enthusiastisches Lob kann man nicht kaufen. Denke ich. Eine Sache haben die Frauen von by hand London jedenfalls schon ganz richtig gemacht: die Verpackung des Schnittmusters und das Anleitungsheft sind so schön und hochwertig gestaltet, dass nicht nur Nähnerds, sondern auch Büchernerds voll auf ihre Kosten kommen.

Ich bekam den Schnitt von Constance im Tausch gegen Korrekturlese- und Redigierarbeit (hat sie natürlich auch in ihrem Shop), und streichelte erstmal eine Woche nur die Verpackung, aber am Wochenende war ich dann so neugierig, ob das etwas für mich sein könnte, dass ich ein Probeoberteil nähte. Das Oberteil sitzt sehr vielversprechend, und ich denke es ist mir auch gelungen, die Schnittteile für den Rock so zu kürzen, dass ein knielanger Tulpenrock mit der "Beule" an der richtigen Stelle dabei herauskommt - das ist am Schnittmuster nämlich etwas merkwürdig, der Rock ist extrem lang (an Dodo sieht man hier die Originallänge), damit der Rock wie auf der Modellzeichnung nur bis zum Knie geht, müsste die Trägerin also ca. 1,93 m groß sein.

Also, das nähe ich mir als nächstes, dann komme ich (falls es klappt) auch nochmal auf die Änderungen zurück. Der Stoff ist oben mit auf dem ersten Foto - eine Art Feincord mit weit auseinander liegenden Rippen in dunkelblau-schwarz von Philea.

Ansonsten ist nicht viel passiert - in unserer kleinen Straße eröffnete ein kleiner israelischer Falafel- und Hummus-Imbiss, der wahrscheinlich unser Ziel für die Abende werden wird, an denen ich weder Lust noch Zeit zum Kochen habe. Und die Turmspringer vom Kanal, die im August noch so aussahen, sind um zwei Springer und Wasser ergänzt worden. Im Netz gibts die neuen Strickmuster von knitty.com - "deep fall 2013" - ja, wir stecken schon mitten im Herbst.    

7 Kommentare:

  1. Mich persönlich begeistert die übertriebene fast bizarre Form des Rocks und den Ausschnitt finde ich auch sehr schön. Als Fan dieses Schnittes bin ich also sehr auf deine Elisalex gespannt. Der Stoff sieht sehr interessant aus, sind das Elefanten?
    LG Yvonne

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    1. Das ist nur das Probeteil! Die Ärmel sind aus Elefantenbettwäsche. Das richtige Kleid wird aus so einer Art Cord genäht.
      Ja, der Tulpenrock ist der Witz an dem Schnitt, der bleibt auf jeden Fall dran - aber etwas kürzer als das Originalschnittteil.

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    2. Reingefallen! Da hab ich Elefantenbettwäsche für französischen Stoff gehalten :)) dabei schreibst du doch unmissverständlich, dass der eigentliche Stoff auf dem ersten Foto zu sehen ist.
      Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich den Rock meines Kleides schon 20cm kürzer zugeschnitten und danach noch ein wenig gekürzt.

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  2. Ich drück Dir die Daumen für die Änderung - bin aber jetzt schon ziemlich sicher , dass Du das hinkriegst ! Aus Deinem Cordstoff kann ich mir das sehr gut für Dich vorstellen .
    Und Dein Post hat mich jetzt schwer animiert das " Ding " auch nochmal als Herbstvariante mit Ärmel zu nähen :)
    liebe Grüsse Dodo

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  3. Ich bin ja schon sehr auf deine Variante gespannt!
    Liebe Grüße
    Constance

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  4. Das Kleid finde ich auch toll, wegen des Tulpenrocks. Eigentlich müsste die Tulpe doch so lang sein wie bei Dodo und Catherine, komisch, dass die Zeichnung auf dem Schnitt anders ist. Mal sehen, wie es dann bei dir aussieht. Dein Probeteil kannst du dann in Mitte bei "Made in Berlin" oder so verkaufen.

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  5. Wir haben gestern übrigens den Falaffelladen ausgetestet.
    Mh.
    Das gute: Die Falaffel waren sehr lecker. Etwas gewöhnungsbdürftig fand ich die restlichen Zutaten, insbesondere die Gurken, die waren sehr speziell.
    Aber das hattest Du ja auch angedeutet.
    Was ich hoffe: dass die beiden noch etwas besser in den Tritt kommen. Es hat EWIG gedauert... Und sie waren erstaunlich unflexibel: einen Hommusteller mit Falaffel UND Pilzen? Das geht nicht! Äh, warum nicht...? Ich zahl auch mehr. Nein, das geht nicht, das sind zwei verschiedene Teller. *kratzamkopf"
    Also: noch Luft nach oben :)

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