Samstag, 3. Oktober 2015

Verspätete Mini-Stoffspielerei im September: Falten


Ich schiebe einen Berg fast fertiger Blogposts vor mir her, einer davon ist dieser Beitrag für die Stoffspielerei im September, die am letzten Sonntag fällig gewesen wäre. Griselda hatte als Aufgabe das Thema "Falten" gestellt und die Beiträge gesammelt. Ich nähte am Sonntag sehr zügig und erfolgreich an meinem Wintermantel, vervollständigte dieses Täschchen erst am Dienstag und hatte dann Abendveranstaltungen und/oder so viel zu tun, dass ich nicht zum Bloggen kam. Aber jetzt! Dabei ist mein Faltenversuch auch noch unglaublich simpel und schnell hergestellt.


Ich wollte ausprobieren, wie "wilde" Falten wirken, ohne Abmessen gelegt und ein bißchen kreuz und quer verschoben. Die Methode (wenn man das so hochtrabend benennen will), ist ideal zum Herumhuddeln, bei regelmäßigen Falten würde das Messen und Vorbereiten wohl länger dauern als das Nähen, und zum Schluss wären die Falten (zumindest bei mir) dann doch nicht ganz gleichmäßig.



Hier sieht man  Vorder- und Rückseite des Grundstoffs: Die schmalen Falten habe ich bewusst nicht parallel und in unterschiedlichen Abständen eingelegt und abgesteppt (damit sind daraus im Prinzip Biesen geworden). Für das Täschchen wurde der Stoff plattgebügelt und bekam eine Lage Wattierungsvlies und ein Futter.


Beim Annähen des Reißverschlusses kamen die Falten mal glatt, mal gegen den Strich zu liegen, auch das ist Zufall. Die Tasche hat eine sehr schöne Haptik, irgendwie organisch, sie fordert dazu heraus, an den Falten entlangzustreichen. Maximler effekt mit minimalem Einsatz sozusagen.

Guckt euch unbedingt auch die anderen, pünktlichen und viel komplizierteren Beiträge der Stoffspielerei an. Der nächste Termin ist am 25. 10., dann geht es um Spitze, und Karen wird die Beiträge sammeln.

9 Kommentare:

  1. Das sieht maximal elegant aus .
    Ich glaube ja das Eleganz oft Lässigkeit ist.
    Und die Tasche sieht echt gut aus.Das ist mal eine Optik die nachzählen würde,
    Obwohl ich ja gar keine mehr nähe, also Taschen..

    Liebe Grüße
    Stella

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  2. Das gefällt mir richtig gut! Liebe Grüße, Zuzsa

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  3. Oh, das gefällt mir! Passt auch gut zu meiner Arbeitsweise :-) Das mach ich unbedingt nach - danke für diese Idee!!
    LG Judy

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  4. Das ist ja total schön, wie der Stoff in seiner Struktur mit den Falten wirkt. Durch die Zufälligkeit der Falten ist es total lässig und gleichtzeitig elegant. So eines will ich jetzt auch! Aber Taschen, seien sie noch so klein, sind so dermaßen nicht mein Ding. Das wäre tatsächlich mal eine Herausforderung.
    Liebe Grüße,
    Katharina

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    1. Ich finde es interessant, wie viele sich als Nicht-Taschen-Näherinnen outen. Ich habe mit dem Nähen von kleinen Reißverschlusstaschen auch erst vor ein paar Jahren angefangen, und es ist wirklich praktisch, für allen möglichen Kleinkram immer ein Täschchen zu haben. Sowas kann man durchaus ab und zu mal nähen. Auch gut zum Verschenken an Leute, die nicht nähen.

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  5. Sehr schön auch dazu die kleinen roten Ecken am Reißverschluss. Ganz fein alles, und besonders auf den zweiten Blick. Das sieht auch mit viel weniger Falten und noch unregelmäßiger gut aus, also wirklich etwas für alle, die keine Lust auf Abmessen und exakte Linien haben.

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    1. Danke für die Idee - denn letztlich war es dein Satz "kleine Tasche mit unregelmäßigen Falten", die das in Gang gesetzt hat.

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  6. Ja genau, die kleinen roten Ecken und die farbig gesteppten Linien sindSchönheiten, die erst beim zweiten Blick auffallen.
    Farblich und auch strukturell sehr clever.
    (Und hey- das erste Foto mit den Dahlien in der Midcenturyvase, dazu ein alter Teppich und ein USB-Anschluss- das ist ein Dekobloggerfoto!!)

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Vielen Dank für deinen Kommentar!