Sonntag, 24. Juni 2012

Stoffmanipulationen - Stoffdimensionen im Juni: Gefaltetes


Ein alter, schon ganz dünn gewaschener Kopfkissenbezug lieferte das Material für die Stoffmanipulation im Juni: der weiße Stoff ist schon zu morsch, um etwas daraus zu nähen. Er lässt sich aber wunderbar falten, und so probierte ich eine Faltanleitung aus, die ich über das Hobbyschneiderinnenforum bei instructables gefunden hatte.


Der fabric origami quilt block wird aus einem Stoffquadrat gefaltet. Den letzten Schritt der Anleitung, bei dem die Ecken des Quadrats von der Rückseite wieder nach vorne gezogen werden, ließ ich schließlich weg. Mir gefielen die Gebilde ohne offene Kanten und mit nur vier großen Blütenblättern besser.



Die gefalteten Quadrate befestigte ich mit ein paar großen Stichen auf dem Untergrundstoff. Mehrere Quadrate in Reihe ergeben eine Borte - bestimmt auch schön aus Filz oder gefilztem Pullovermaterial, das könnte man in einer Lage verarbeiten.



Suschna sammelt heute wieder die Beiträge der Stoffmanipulandinnen - hier - zufällig zeigt sie heute auch eine Borte aus weißem Stoff, auf den ersten Blick ähnlich, aber ganz anders gemacht. Ach, unendliche Möglichkeiten!




Mittwoch, 20. Juni 2012

Liebe Leserinnen,

ich hätte da mal eine Frage!

Wie ihr wisst, nähe ich viel mit den Schnitten aus dem Burdastyle-Heft. Zuletzt hatte ich in den Artikeln immer auf die Schnittmuster auf einer der fremdsprachigen Burda-Seiten verlinkt. Nun ist auch noch die russische Seite nach dem Vorbild der deutschen umgebaut worden, so dass es auch dort kein vernünftig verlinkbares Heftarchiv mehr gibt. Auf der französischen und der italienischen Seite stehen zwar noch die alten Bilder, aber seit dem Frühjahr tauchen die neuen Ausgaben nicht mehr im Archiv auf, so dass es wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch diese Seiten umgestaltet werden.

Da die meisten Heftschnittmuster bei Burdastyle auch einzeln heruntergeladen werden können, könnte ich auf die Schnitte im Katalog verlinken, daneben stünde dann jeweils die Kaufoption - und ich frage mich: will ich das eigentlich?

Ehrlich gesagt bin ich von der Burdastyle-Webseite mehr als genervt. Durch deren ständige Umbauerei funktionieren die meisten Schnittmusterlinks hier im Blog sowieso nicht mehr. Die Veränderungen auf der Webseite zielen darauf ab, die Anzahl der Klicks und die Verweildauer der Besucher auf der Seite zu erhöhen, um die Werbeplätze teurer verkaufen zu können. Journalistische Inhalte oder auch Service für die Kundin sind nicht mehr vorgesehen - denn damit verdiene man ja kein Geld, so verriet der fürs Internet zuständige Verlagsvorstand Philipp Welte schon im September 2010 in einem Interview. Wenn Burda wenigstens noch "die Inhalte seiner Print-Produkte im Web ablaichen" würde, wie Thomas Knüwer damals kommentierte. Stattdessen haben wir Kauf-mich-Angebote und Anzeigen, kurz: einen Webshop. Soll ich das noch unterstützen, indem ich Links setze und denen Traffic zuführe?

Oder was meint ihr? Unten könnt ihr abstimmen - und natürlich diskutieren! 



  • Ja, find' ich nützlich
  • Nein, die verdienen schon genug!
  • Mir egal, ich klick' das sowieso nicht an
  • Näh' doch lieber mal was anderes

Montag, 18. Juni 2012

Wochenrückblick KW 24








1. Ein Kommentar zum alten oder zum neuen Neukölln? Das Kulturfestival 48 Stunden Neukölln von Freitag bis Sonntag Abend entstand vor 14 Jahren, um dem öffentlichen Bild vom Problembezirk ein anderes entgegen zu setzen. Das Festival hat auch dieses Jahr der Versuchung zum immer mehr - immer größer - immer lauter widerstanden. An 340 Orten - Läden, Ateliers, Veranstaltungsräume, Parks, Privatwohnungen - gab es Lesungen, Aufführungen, Ausstellungen, Konzerte Ich finde jedes Mal überraschend, was in der eigenen Nachbarschaft im zweiten Hinterhof alles verborgen ist.

2. Die Gartenkolonie Hand in Hand zum Beispiel, die demnächst dem Ausbau der Rütli-Schule weichen soll.  Am Samstag gabs da ein tolles kleines Konzert der Dreiercombo Trajdiridirom, die entweder ganz anders geschrieben wird, oder wirklich nicht die kleinste Internetpräsenz hat.

3. & 4. Jacquardtextilien von Vivian Christlein in der Föllerei - Stoff mit integrierter Blumenvase.

5. Und abends wirkt der Neuköllner Schifffahrtskanal wie der Amazonas. 

6. Beim Konzert von Phia im Locht 43 mussten wir relativ schnell wieder gehen, weil Freund W. so einen inneren Widerstand gegenüber gefühlig singenden Anfangszwanzigerinnen verspürte - schade!

7. "Hat abstrakte Kunst heute noch eine Berechtigung?", wurde im Kunstraum Ossastraße 38 diskutiert. Die meiste Zeit dachte ich, wir seien in ein Happening geraten und die Zuschauerreaktion Teil des Kunstwerks, denn die Thesen des belgischen Kritikers Ludovik Vermeersch kennt man ohne die intellektuelle Verbrämung von den Stammtischen dieser Welt - "das kann ja mein Dreijähriger auch malen!" Dass unter dem Namen Ludovik Vermeersch, von dem verwaisten Blog abgesehen, keine Publikationen aufzufinden sind, zerstreut mein Misstrauen nicht gerade. Wer war dieser Mann? Sollte ein angeblicher Kulturkritiker und freier Journalist nicht irgendwo gedruckt oder zitiert werden? Vielleicht gibt ein Filmessay Auskunft, der zur Zeit über die Veranstaltungen im Kunstraum gedreht wird. Interessant fand ich aber aber die Erwiderungen der ausstellenden Künstler, die ihre Arbeitsweisen erklärten - im Bild Jens Presser, das Bild im Hintergrund stammt von Anna Ernst.    

8. Lesenswert gefunden: Dieses Interview mit dem Urheberrechtsexperten Till Kreutzer auf sueddeutsche.de, der die Debatte auf eine Meta-Ebene hebt: "Will man erreichen, dass das Recht befolgt wird, muss es verständlich und angemessen sein. Sonst wird es nicht akzeptiert."

Freitag, 15. Juni 2012

Sandwiches, Milchkaffee und Bügelperlen: Manyfold in Kreuzberg


Kennt ihr die Situation, wenn ihr nur noch wisst "darüber hab' ich doch irgendwas im Internet gelesen", aber ihr wisst nicht mehr, was? Am letzten Samstag nach der Textile Art ging es mir genau so: ich wanderte ein Stück die Gneisenaustraße entlang, um nach den Ausstellungseindrücken den Kopf auszulüften. Als ich mich der Zossener Straße und der U-Bahn näherte, fiel mir ein, dass es dort neben Knopf Paul einen neuen Laden geben soll, den ich als "interessant" im Kopf vorgemerkt hatte. Was für ein Laden und weswegen interessant? Keine Ahnung.


Also ging ich nachgucken und traf auf Linda, eine sympathische Texanerin, wie ich jetzt weiß, und auf Manyfold, ihr Bastel- und Näh-Café der Extraklasse. Die Räumlichkeiten sind riesig: ein Bastelzimmer, ein Kinderspielzimmer, ein Näh- und Handarbeitszimmer, eine Werkstatt, dazu bergeweise Material, ich wäre am liebsten gleich eingezogen. Allein das Stickgarn vome im Laden- und Cafébereich und noch viel, viel mehr in einem der hinteren Räume zog mich magisch an. Tatsächlich gibt es bald einen Anfänger-Stickkurs, sobald sich noch mindestens eine Teilnehmerin findet.    


Neben den wiederkehrenden Kursangeboten - im Moment vor allem wirklich günstige Nähkurse und Samstags-Bastelnachmittage für Kinder - können die Räume für Kindergeburtstage mit Bastelprogramm gebucht werden. Materialien und Stickgarn kann man dort ebenfalls kaufen, oder so wie ich einen wirklich guten Kaffee trinken und dabei in Bastelbüchern blättern.


Linda führte mich bereitwillig herum, ich durfte kurz um die Ecke in die Werkstatt schauen, wo gerade ein Siebduck-Workshop stattfand. Damit fiel mir auch wieder ein, wo ich auf Manyfold gestoßen war: bei Elisabetta von RenewFabrics, deren Workshop zufällig jetzt gerade lief - die Welt ist klein. Die handbedruckten Stoffe von RenewFabrics waren mir schon im Schaufenster aufgefallen. Stoff-Recycling, wie es Elisabetta betreibt, ist übrigens auch ein thematischer Schwerpunkt der Kurse bei Manyfold. Also: ein schöner neuer Selbermach-Ort in Kreuzberg.

Manyfold
Zossener Straße 10, 10961 Berlin

Di-Fr 10-17.30 Uhr, Sa 10-16.00 Uhr, Kurszeiten können abweichen

www.manyfold.de

Mittwoch, 13. Juni 2012

Blümchen-Zwischenstand und grundsätzliche Überlegungen zu Wickelkleidern


So sieht das Blumen-Wickelkleid (122 aus Burda 2/2007) für Meikes Blümchenmonat inzwischen aus: noch nicht weit  Das Ober- (und das Unterteil) sind zusammengenäht, die Falten eingelegt und die Passform getestet. Ich habe mit reichlich (3cm) Nahtzugabe zugeschnitten, und was die Oberteillänge betrifft hätte es sogar noch mehr sein können. Die Taille sitzt bei Burda-Schnittmustern für mich immer einige Zentimeter zu hoch, dafür sehen die Schultern diesmal nicht so breit aus wie sonst.


Trotzdem bin ich nervös, denn Wickelkleider aus Webstoffen sind ein schwieriges Kapitel. „Wickelkleider schmeicheln jeder Frau!“, liest man ja ab und zu. Jaja, aber nur passende Wickelkleider! Kürzlich hatte ich mal wieder welche im Laden anprobiert: in der kleineren Größe passten die Schultern, dafür fiel mir die Brust aus dem Ausschnitt. In der größeren Größe war die zwar bedeckt, wenn ich das Kleid atmungsbehindernd fest wickelte, dafür waren die Schultern zu weit und ich fühlte mich wie eine in der Mitte abgebundene Knackwurst. "Schmeichelnd" hab ich mir ja anders vorgestellt.

Über die typischen Wickelkleid-Problemstellen habe ich mir daher einige Gedanken gemacht, die ich hier sortieren will. Ich hoffe auch auf Input von euch - lasst uns doch mal Wickelkleid-Erfahrungen sammeln und vergleichen.  

Also Wickelkleid-Problemstellen sind zum Beispiel:
Die Ausschnitttiefe: die Vorderkanten bilden immer eine Diagonale von Halsansatz bis zum Rockansatz und enden an oder in der Nähe der Seitennaht. Sie kreuzen sich irgendwo in Brusthöhe.


Dabei können folgende Probleme auftreten: a) der Kreuzungspunkt liegt allgemein oder im Verhältnis zur eigenen Anatomie zu tief, so dass man das Kleid nur mit Unterkleid o. ä. tragen kann.

Dieses Problem tritt je wahrscheinlicher auf, je länger das Oberteil ist bzw. je tiefer die Taille liegt. Bei Wickelkleidern mit Empirelinie bilden die Vorderkanten ein flaches „X“ und damit einen weniger tiefen Ausschnitt. Wickelkleider, bei denen das Wickeloberteil in der natürlichen Taille endet, beschreiben ein steiles „X“, damit steigt die Gefahr, dass der Kreuzungspunkt an einer ungünstigen Stelle liegt.

Mögliche Abhilfe: die vorderen Kanten nicht in einer Gerade verlaufen lassen, sondern in einem leichten Bogen. Wenn die Kanten wie bei meinem Schnitt mit einem Beleg verstürzt werden, spricht nähtechnisch nichts dagegen. Mich beunruhigt allerdings, dass die Vorderkanten bei allen Schnitten, die ich kenne, eine exakte Gerade bilden – möglicherweise gibt es dafür gute Gründe, die ich nicht verstehe. Ich probiere den leichten Bogen einfach mal aus, dann werden wir ja sehen.

Problem b) ist mit der Vorderkantenfrage eng verknüpft: die Kanten können aufklaffen und abstehen, das passiert sowohl bei viel als auch bei wenig Oberweite.

Mögliche Abhilfe: „Kneifen“ des Ausschnitts, eine Änderung, die ich bei Stichelbeere abgeguckt habe. Dazu wird gleich am Schnittmuster ein kleines Dreieck wie ein kleiner Abnäher herausgefaltet bzw. eingeschnitten und übereinander geschoben, wodurch die Ausschnittkante kürzer wird und besser anliegt. (Wollte ich hier auch machen, habe ich aber vergessen - zur Not nähe ich später einfach einen kleinen Abnäher in die Kante.)

Nächstes Problem: Bewegungsfreiheit in den Schultern/Rücken. Das Problem ist für mich nicht so leicht zu analysieren, es tritt aber genauso bei Blusen auf, immer dann, wenn ich etwas aus dem obersten Regalfach holen will: der Schulter/Ärmel/Rückenbereich scheinen einfach nicht für ausgreifende Bewegungen gedacht.

Mögliche Abhilfe: keine Ahnung. Ist es mein Problem, dass ich solche Bewegungen ab und an machen will? Ich vermute, es hat etwas mit der generellen Passform zu tun. Vor längerer Zeit hatte ich eine Bluse von H&M, damit war das oberste Regalbrett kein Problem. Der Armausschnitt sollte auf jeden Fall nicht zu groß sein, er zieht sonst das ganze Teil mit nach oben, wenn man den Arm hebt. Funkenmariechen-Jacken haben zum Beispiel sehr enge Ärmel und Armausschnitte und einen Zwickel unter dem Arm - dann kann man ihn zum Kamelle-Werfen senkrecht nach oben strecken. Also: Armausschnitt nahe an die Achsel ran, das ist Dank der breiten Nahtzugaben kein Problem.

Drittes Problem: Bequemlichkeit in der Taille. Das unvergleichliche Tragegefühl von Kleidern rührt daher, dass das Hauptgewicht eines Kleides auf den Schultern ruht, nicht in der Taille. Anders bei Wickelkleidern: zumindest bei Kaufkleidern muss ich das ganze Kleid fest zusammenschnüren, damit ich überhaupt bedeckt bin, ständiges Verrutschen, Zupfen und Knackwurst-Effekt inklusive.
Mögliche Abhilfe: Es müsste theoretisch möglich sein, ein Wickelkleid ebenso zu tragen wie ein normales Kleid, und zwar so, dass es im zugebundenen bzw. -geknöpften Zustand den Körper relativ locker umschließt. Voraussetzung dafür ist, denke ich, eine gute Passform und genügend übereinander liegender Stoff. Ich habe daher den Untertritt beim Rock (d. h. das unten liegende Rockteil) schon mal um 10cm verbreitert.

Sonstige, bisher undefinierbare Probleme: Ich habe den Eindruck, dass es weitere Faktoren gibt, die über Erfolg oder Mißerfolg eines Wickelkleides entscheiden. Ich denke da nur an Mellenis Wickelkleid-Reihe nach Butterick 5030: das rote ist, soweit ich weiß, ein Lieblingskleid, alle weiteren Kleider nach diesem Schnitt (ein braun gemustertes und eins aus blumigem Jersey) kommen nicht an Kleid Nummer Eins heran - warum auch immer. Christel alias Oh-Mimmi hat Butterick 5030 auch genäht - es sieht auf jeden Fall toll aus. Und dann ist da ja noch Mellenis Karowickelkleid nach Onion 2010, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Und bei euch? Mit welchen Schnittmustern habt ihr Wickelkleid-Erfolge oder -Mißerfolge erlebt? Habt ihr spezifische Änderungen oder Tipps? Über einen Kommentar würde ich mich freuen, ihr könnt auch gerne zu älteren Beiträgen von euch verlinken, wenn ihr schon mal über Wickelkleider geschrieben habt. Vielleicht kommen wir so zu einer Schnitt-und-Änderungssammlung, so dass wir uns alle nur noch tolle, schmeichelnde Wickelkleider nähen.  

Montag, 11. Juni 2012

Wochenrückblick Kw 23






1. Eine ereignislose Woche und ein textiles Superwochenende: Am Samstag die Textile Art, die große Textilkunst und Kunsthandwerksausstellung in einer labyrinthisch verschachtelten Schule am Südstern.

Ich bin diesmal nur in zweieinhalb Stunden schnell durchgaloppiert, hier ganz subjektiv meine Favoriten:
  • Die Filzobjekte von Conny Weber/berlinfilz.de, in einer ungünstig abgelegenen Ecke im Erdgeschoss präsentiert. Anatomisch korrekte Herzen, Nieren, und, besonders schön, ein Darm (man sieht ihn auf der Berlinfilz-Webseite, wenn man auf "Conny Weber" klickt). Außerdem flächige Filze mit rot-gelben fleischwundenartigen Flecken... Ein paar andere Besucherinnen fanden das "eklig", ich fands humorvoll.
  • Die seidenen Ikat-Männermäntel aus Usbekistan, sehr ähnlich wie dieser hier. Einen Beitrag über diese Mäntel mit vielen Bildern findet man hier. Die Sammlerin Lenore Böcking-Döring, eine agile ältere Dame, erwarb die Mäntel Anfang und Mitte der Neunziger Jahre in der Türkei, wo die Usbeken diese um die 100 Jahre alten Stücke gegen Waschmaschinen und Kühlschränke eintauschten. Die Mäntel haben einen charakteristischen glockigen Schnitt, auch die vordere Kante läuft nach unten breiter aus. Der Seidenikat, ein Gewebe, bei dem die Kettfäden vor dem Weben gefärbt werden, ist mit bedruckten Baumwollstoffen gefüttert und in größeren Abständen von Hand auf das Futter gequiltet.  
  • Entdeckt am Stand vom Nähcafé Smilla aus Schöneberg: Barbiepuppenkleider zum Ausschneiden und Zusammennähen. Alle Schnitteile sind auf ein etwas DinA3-großes Stück Stoff aufgedruckt, inklusive Kragen und Knöpfe. Nicht, dass ich dafür irgendwie Verwendung hätte, aber die Idee ist klasse und die Modelle liebevoll entworfen (selbstverständlich mit passenden Handtaschen!) 
  • Die pflanzengefärbte Wolle von Elke Schröter, die es ab Juli unter dem Namen Tulliver Yarn bei Dawanda geben wird.
2. Zwei Knäuel Tulliver Yarn waren auch meine Beute - Färbung mit Malve, dunkelgrün, Lauflänge wie Sockenwolle. Ich will mir irgendein Tuch stricken und bin, wie nach jedem Wollkauf, von dem Gedanken beherrscht, dass ich zu wenig Garn habe. Ein Blick auf ravelry belehrte mich aber, dass es gefühlt 53000 Tuchanleitungen für meine Garnmenge (100g, also 400m) gibt. Puh. Jetzt muss ich mich nur noch für ein Muster und schlimmer: gegen alle anderen entscheiden.
Außerdem alte Kimonostoffe vom Stand einer Frankfurterin. Die sind so schön - werde ich ewig nicht anschneiden!

3. Die Abende stehen natürlich im Zeichen des Fussballs, in meinem Kiez herrscht glücklicherweise die angemessene ironische Distanz zu "unserer" Mannschaft. Die kürzlich gehörte These, Philip Lahm sei wie Angela Merkel, werde ich hier am Mittwoch zur Diskussion stellen. Wenn "wir" nicht schon in der Vorrunde rausfliegen, wird die Fußballguckerei auf die Dauer doch etwas anstrengend, wie ich von früheren Turnieren weiß. Ich sollte mir mit der Wolle aus 2. schnellstens ein Strickprojekt überlegen.

4. Am Sonntag Quiltgruppentreffen im Nadelwald, da ohne Schlüssel, landeten wir dann doch woanders. Der Nadelwald hat aber ein schönes neues Schild - alles aus Filz, auch die Schere.

5. Was das bedeutet, weiß ich auch nicht - 48 Stunden Neukölln, das Kunstfestival am nächsten Wochenende, wirft seine Schatten voraus.