Posts mit dem Label Anleitung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Anleitung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 18. April 2017

Anleitung: Schnittmusterlinien bei schwierigen Stoffen markieren


Wie überträgt man Nahtlinien, Abnäher, Ansatzlinien auf die Schnittteile, wenn der Stoff schwierig ist und Kreide oder andere Markierungsstifte nicht halten oder nicht sichtbar sind? Ab und zu waren auf meinen Nähfotos schon Markierungen mit Garn zu sehen, daher möchte ich heute einmal systematisch erklären, wie und warum ich das mache.

Das Durchschlagen (so der Fachbegriff, in Österreich sagt man "schlupferln", so weit ich weiß) macht zwar etwas Arbeit, aber das Anzeichnen von Nahtzugaben mit diversen Stiften oder das Durchrädeln mit Schneiderkopierpapier ist ja auch nicht im Handumdrehen gemacht. Das Markieren mit Faden hat den Vorteil, dass es sich spurlos wieder entfernen lässt und dass die Markierungen garantiert sichtbar bleiben - auch wenn ich die zugeschnittenen Teile ein halbes Jahr liegen lasse, fünfmal wieder auftrenne, mehrmals bügele oder zehnmal von A nach B räume. Kreide und anderes ist dann oft schon lange verschwunden.

Ich schlage also die Markierungen durch
  • wenn ich Stoffe wie Bouclé, groben Tweed, Frottee oder Frottier, Chiffon, Samt, Fleece, Walk und flauschige Wollstoffe vernähe, auf denen man nicht mit Markierstiften oder Kreide zeichnen kann
  • wenn ich ein langwieriges, kompliziertes Projekt nähe und sicher sein will, dass ich die Markierungen auch sehr viel später noch erkennen kann
  • und ich würde durchschlagen, wenn ich sehr empfindliche Stoffe wie Seidensatin vernähen würde, bei denen die Gefahr besteht, dass sich Markierungen mit Stiften nicht mehr entfernen lassen (solche edlen Stoffe kommen hier nicht vor, aber falls doch...)
Als Garn zum Durchschlagen verwendet man am besten Heftgarn oder Reihgarn, ein dickes, locker gedrehtes, einsträngiges Garn aus ungebleichter Baumwolle, das man auch zum Heften von Schnittteilen und kniffeligen Stellen verwenden kann. Gegenüber normalem Nähgarn hat Heftgarn zwei Vorteile:
  • es hat eine besonders rauhe Oberfläche, die Garnmarkierungen bleiben daher gut im Stoff hängen und bleiben an Ort und Stelle
  • es reißt sehr leicht, so dass man die Markierungen auch gut auszupfen kann, wenn man darübergenäht hat
Für sehr dünne Stoffe, also den oben genannten Seidensatin oder für Chiffon, würde ich eher ein dünneres Garn verwenden - also normales Nähgarn oder bei ganz empfindlichen Stoffen sogar lieber ein dünnes Maschinenstickgarn, um den Stoff nicht zu beschädigen.

Billiges Nähgarn in seltsamen Farben, zum Beispiel aus den Garnsets der Supermarktangebote, habe ich aber zum Durchschlagen auch schon verwendet - ich habe sowas ab und zu von netten Menschen geschenkt bekommen, die wissen, dass ich nähe, die sich aber mit Garn nicht auskennen. Doppelt genommen geht das allemal zum Markieren, auch bei dickeren Stoffen.


Das Durchschlagen ist wirklich ganz einfach. Die Schnittmusterteile liegen wie üblich auf einer doppelten Lage Stoff, sind mit Stecknadeln befestigt und schon ausgeschnitten. Einen langen Faden abschneiden, in eine mittelgroße Nähnadel einfädeln und entlang der zu markierenden Linie Heftstiche nähen: immer von oben nach unten und wieder nach oben stechen. Bei jedem Stich wird eine kleine Garnschlaufe stehen gelassen - die Stiche sind etwa 1 cm auseinander, das Garn zwischen den Einstichen ist etwa 2,5 cm lang. Anfang und Ende des Fadens kann man einfach hängen lassen und mit einem neuen Faden weitermachen. 


Bei Markierungen wie Abnähern, die mitten in einem Schnittteil liegen, stecke ich Stecknadeln durch den Schnitt und alle Stofflagen durch, so dass man sie auch auf der Rückseite sieht und markiere die Linien dann von der Rückseite aus. Da muss man etwas aufpassen, dass das Schnittmuster nicht mit festgenäht wird! 


Punktförmige Markierungen, wie hier zum Beispiel die Ansätze für die Gürtelschlaufen, kennzeichne ich mit vier Stichen, wobei bei jedem Stich wieder eine Garnschlaufe stehen bleibt. 



Wenn alles mit Faden markiert ist, ziehe ich die beiden Stofflagen vorsichtig auseinander. Der zusätzliche Faden von den kleinen Garnschlaufen auf der Oberseite wird dabei zwischen die beiden Lagen gezogen. Die  Stofflagen können nun auseinandergeschnitten werden.


Die Markierung ist auf beiden Teilen genau gleich, außerdem sieht man auf einen Blick, welches die rechte bzw. die linke Stoffseite ist. Da ich hier die Schnittteile auf die linke Stoffseite gelegt hatte, weiß ich, wenn ich die abgeschnittenen Fadenenden sehe, dass das die rechte Seite ist, während ich auf der linken Seite die Stiche sehen kann. Ein großer Vorteil bei einem Stoff wie diesem (laut Brennprobe ein Leinen-Polyamidgemisch), bei dem sich die beiden Stoffseiten nur wenig unterscheiden.

Ich hoffe die kleine Anleitung hat euch geholfen! Schnitte durchschlagen ist zwar etwas umständlich, aber auf keinen Fall umständlicher, als ständig Teile mit nicht mehr sichtbaren Markierungen mit dem Schnitt vergleichen zu müssen, so dass ich bisher immer froh war, wenn ich mich zum Markieren mit Garn aufgerafft hatte.  

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Nähgeheimnis: Einen großen (Zier-)Knopf selbst beziehen

Beim Nähen gilt: viele Wege führen zum Ziel, und Tricks und Kniffe kann man nie genug kennen. Daher die "Nähgeheimnisse", in denen ich anhand meiner laufenden Nähprojekte solche Tricks dokumentiere, die nicht unbedingt in jedem Nähbuch stehen, die für mich aber hilfreich, einleuchtend, Zeit sparend oder sonstwie nützlich sind - und ich hoffe für euch auch.

Wenn man nur einen einzigen Zierknopf braucht, z. B. für eine Tasche, lohnt es sich kaum, ein ganzes Knopfbezugsset anzuschaffen. Einzelne bezogene Knöpfe, die so wie hier weiter verziert und bestickt werden können, sind leicht hergestellt, und mit einer Plastikdeckeleinlage sogar problemlos waschbar.


Man braucht:

Plastikdeckel von einer Milch- oder Safttüte
Stoff zum Beziehen
Stoff für die Rückseite – am besten dünner Webstoff
eventuell ein kleines Stück Volumenvlies

Nadel, Faden, Schere, eventuell eine kräftige Küchenschere, um den Deckel zurechtzuschneiden und einen Tupfer Klebstoff.


1. Deckel zurechtschneiden

Milchtütendeckel gibt es in verschiedenen Formaten, mal höher, mal flacher und in verschiedenen Größen. Für den oben verlinkten Taschen-Knopf von 2008 hatte ich den Deckel so bezogen, wie er war, für die Strickjacke sollte der Knopf etwas flacher werden, deshalb schnitt ich am Deckelrand das Gewinde ab – wenn ihr das nachmacht: Vorsichtig!! Ich will nachher nichts von abgeschnittenen Fingern hören!


2. Deckel polstern

Für eine schöne, abgerundete Form sollte die Vlieslage die Oberseite und den Rand des Deckels bedecken. Am besten klebt man das Vlies ein bißchen fest, das erleichtert gleich das Nähen.


3. Stoff zuschneiden und einkräuseln

Den Stoff zum Beziehen schneidet man zu einem Kreis etwa mit dem doppelten Durchmesser wie der Deckel zurecht. Die Größe hängt von Deckeldurchmesser und -dicke ab, das Stoffstückchen sollte an allen Seiten bequem um den Deckel herum bis auf die Rückseite reichen.
Am Rand des Stoffkreises mit kleinen Stichen – auf und ab – einen Kräuselfaden einziehen.


4. Deckel beziehen

Den gepolsterten Deckel, Vliesseite voran, auf die Rückseite des Stoffkreises legen und den Kräsuelfaden zusammenziehen, verknoten, nicht abschneiden, sondern in eine Nadel einfädeln und die Kanten ein bißchen kreuz und quer vernähen.


5. Rückseite versäubern

Den Rückseitenstoff zu einem Kreis in der Größe des Deckels zuschneiden, hinten in der Mitte feststecken, die Ränder Stück für Stück einschlagen und auf dem Bezugsstoff von Hand festnähen.


6. Fertig von hinten...

Der Knopf wird durch den Stoff auf der Rückseite angenäht – mit Stiel, falls er wirklich etwas zu knöpfen hat.


7. ... und von vorne

Samstag, 23. Juli 2011

Nähgeheimnisse: Belege versäubern

Beim Nähen gilt: viele Wege führen zum Ziel, und Tricks und Kniffe kann man nie genug kennen. Daher die "Nähgeheimnisse", in denen ich anhand meiner laufenden Nähprojekte solche Tricks dokumentiere, die nicht unbedingt in jedem Nähbuch stehen, die für mich aber hilfreich, einleuchtend, Zeit sparend oder sonstwie nützlich sind - und ich hoffe für euch auch.

Man muss ja nicht gleich eine ausgewachsene Beleg-Phobie an den Tag legen wie die Hausmaus, um Belege problematisch zu finden (Übrigens die hausmaus'sche Anleitung für den Halsausschnitt bei Jerseyteilen mit "falscher" Paspel ist ein sehr nützliches Nähgeheimnis, denn bei Jersey ist ein normaler Beleg wirklich eine blöde Idee, auch wenn Frau Burda das immer nicht einsehen will.) Der Abschluss am Hals- bzw. Armausschnitt ist schön sauber, aber ansonsten hängt der Beleg innen unmotiviert herum und hat eine offene Kante, die man bei Blusen oder Kleidern bestenfalls mit der Overlock versäubern kann. Und ohne Overlock? Da bleibt nur der Zickzackstich, und nichts schreit so sehr "selbstgeschneidert!" wie so eine Zickzackversäuberung, aus der der Stoff dann trotzdem herausfranst...

Die Lösung:
Die Belege gleich mit der Bügeleinlage verstürzen, die man sowieso braucht - sie haben dann einen perfekten sauberen Abschluss und sind gleichzeitig verstärkt. Dieser so einfache wie absolut geniale Trick stammt aus dem Threads magazine vom Anfang des Jahres und tauchte dann auch in einigen US-Nähblogs auf - für mich eine Erleuchtung, ab jetzt verarbeite ich das nur noch so.

Wir brauchen bzw. haben:

Schnittmuster für den/die Beleg(e)
Oberstoff
aufbügelbare Einlage
Bügeleisen
Nähgarn und Nähmaschine


1. Belege und Einlage zuschneiden

Schnitteile für die Belege wie üblich aus Stoff und aus Einlage zuschneiden, mit der üblichen Nahtzugabe. Belegteile (z. B. Vorderteilbelege und Halsbeleg) zusammennähen, falls das nötig ist - einmal aus Stoff, einmal aus Einlage. Die Nähte bei dem Einlageteil nicht ausbügeln - das ergäbe eine Klebekatastrophe -, nur glattstreichen.


2. Belege und Einlage zusammensteppen

Belegteile und Einlagenteile rechts auf rechts aufeinander stecken - die Klebstoffseite der Einlage zeigt nach außen, die nicht-klebende Seite der Einlage und die rechte Stoffseite liegen aufeinander. Entlang der äußeren Belegkante (also der Kante, die später nicht an das Kleidungsstück genäht wird) zusammensteppen.


3. Umschlagen und bügeln

Einlage nach innen wenden, feststecken, bei Rundungen eventuell die Nahtzugabe einschneiden und die Einlage vorsichtig von der verstürzten Kante ausgehend festbügeln. Auf dem Bild sieht man den gesteckten Zustand - vorne erkennt man die verstürzte Kante mit den eingeschlossenen Nahtzugaben von Stoff und Einlage. Das bügelt sich alles wunderbar fest. Bei sehr widerspenstigem Stoff kann man ganz vorsichtig mit der Spitze des Bügeleisens die Naht etwas flachbügeln vor dem Umschlagen - aber nur auf dem Stoff!


4. Fertig

Der Beleg hat eine schicke Außenkante und ist gleichzeitig verstärkt – kann das Leben besser sein? Und: der Trick funktioniert natürlich genauso gut mit Einlage, die nicht aufgebügelt wird.

Montag, 27. Juni 2011

Nähgeheimnisse: Paspeln herstellen

Beim Nähen gilt: viele Wege führen zum Ziel, und Tricks und Kniffe kann man nie genug kennen. Daher die "Nähgeheimnisse", in denen ich anhand meiner laufenden Nähprojekte solche Tricks dokumentiere, die nicht unbedingt in jedem Nähbuch stehen, die für mich aber hilfreich, einleuchtend, Zeit sparend oder sonstwie nützlich sind - und ich hoffe für euch auch.


Das Problem:
Paspeln, also in der Naht zwischengefaßte Zierstreifen aus kontrastierendem Stoff sehen ungeheuer schick aus, es gibt sie aber meistens nur in wenigen Farben und Qualitäten fertig zu kaufen. Die Erkenntnis, dass man gar nicht auf das Ladenangebot angewiesen ist, war für mich ein echtes Aha-Erlebnis - warum nur hatte mir das nie jemand früher erzählt?.

Die Lösung:
Wir machen unsere Paspeln selbst. Sie können aus nahezu jedem Stoff und in verschiedenen Stärken leicht angefertigt werden, wenn man den Reißverschlussfuß der Maschine zur Hilfe nimmt.


Wir brauchen:
Schrägband, gekauft oder selbstgemacht – für eine dünne Paspel wie hier beschrieben etwa 2,5 bis 3cm breit, bei einer dickeren Paspeleinlage entprechend breiter
Schnur als Paspeleinlage – zarte, weiche Paspeln für Kleidung fülle ich mit dem typischen Topflappengarn aus Baumwolle („Schulgarn“, siehe Foto), bisweilen kann man im Kurzwarenhandel spezielle Paspelschnur als Einlage kaufen. Es gehen aber auch dünne Kordeln bzw. Seile vom Meter (Kurzwaren oder Baumarkt), oder auch Wäscheleine, falls eine kräftige Paspel gebraucht wird.
Reißverschlussfüßchen
Garn, Nähmaschine


1. Schrägband bügeln
Schrägband in gewünschter Länge abschneiden, der Länge nach Kante auf Kante falten und den Bruch leicht einbügeln. Damit muss man sich nicht lange aufhalten, einen scharf gebügelten Knick braucht man nicht, aber er hilft, die Schrägbandkanten beim Nähen später genauer aufeinander zu legen.


2. Paspelschnur einlegen und nähen
Die Paspelfüllung am Bruch einlegen, Reißverschlussfuß an die Maschine und mit großen Stichen eng an der Füllung entlang nähen (große Stiche deshalb, weil sie nichts halten müssen und sich im Falle des Falles leichter trennen lassen). Der Reißverschlussfuß hat auf der Unterseite eine Ausbuchtung, mit der er automatisch im richtigen Abstand von den Reißverschlusszähnchen geführt wird. Beim Paspelnähen läuft er genau so an der Wulst der Paspel entlang – fast wie von selbst.


3. Fertig
Immer passende Paspeln – jederzeit.
Zum Einnähen nimmt man am besten auch das Reißverschlussfüßchen, und wenn es scharf um die Ecke oder in die Rundung gehen soll, schneidet man die Paspel-Nahtzugabe leicht ein.


Meistens nähe ich die Paspel erst auf einem Schnitteil an - das ist einfach, denn man sieht ja, was man tut. Dann stecke ich das zweite Schnitteil rechts auf rechts entlang der Paspel fest. Wenn man das Teil mit der festgenähten Paspel an der Maschine nach oben legt, sieht man diese Fixiernaht und kann sich für die zweite Naht (diese mit normaler Stichlänge, denn sie soll ja etwas aushalten) danach richten.

Hilfreiche Ergänzungen aus den Kommentaren:

Von Griselda stammt die Idee, Paspeln mit Jerseystreifen zu füllen, sie schrieb:
"Wenn man eine richtig voluminöse und weiche Paspel haben will, kann man auch Singlejersey im waagerechten Maschenlauf in schmale Streifen schneiden, das rollt sich bei Zug auch schön auf."

Gaby probierte die Anleitung gleich bei einem Shirt aus - und hier kam von Julia der Hinweis auf die Jersey-Paspel: dabei wird in der Naht ein quer zum Maschenlauf geschnittener Streifen Jersey mitgefasst, der sich schön einrollt und sich im Gegensatz zu der verstärkten Paspel auch mitdehnen kann. Eine Anleitung dazu gibt es hier.

Sonntag, 28. November 2010

Alabama Lydia


Dekorierte Kleidung ist ja immer so eine Sache, finde ich - der Grat zwischen "gekonnt" und "ungeschickt selbstgebastelt" ist ziemlich schmal. Wie aber sogar handgenähte Verzierungen absolut hochglanzmagazinwürdig aussehen können, dafür ist die Webseite von Alabama Chanin eine gute Inspirationsquelle. Die Designerin Natalie Chanin entwirft Kleider, Wohnaccessoires und Möbel und lässt sie in Alabama anfertigen. "Slow design"´nennt sie diesen Prozess, denn nicht nur dass ressourcenschonend mit Bio-Stoffen und Recyclingmaterialien gearbeitet wird: Die Kleider sind komplett von Hand genäht und meistens großflächig mit Applikationen und Stickereien verziert, und das dauert seine Zeit, was auch die stolzen Preise für die Stücke erklärt. Inzwischen gibt es sogar zwei Anleitungsbücher von Natalie Chanin, so dass man macnhe Stücke originalgetreu nacharbeiten kann.

Im Oktober 2008 hatte ich schon einmal einen kleinen Versuch mit Applikationen im Alabama-Chanin-Stil unternommen, den ich bald wiederholen wollte, im Mai dieses Jahres wurde ich durch die wunderbaren Röcke von Kathrin/annekata aufs Neue daran erinnert, so dass im Oktober die Lösung auf der Hand lag, als ich von drei verschiedenen Jerseys im blau-grün-petrol-Spektrum jeweils gerade ein bißchen zu wenig hatte.


Die Schnittgrundlage ist Lydia von burdastyle.com (auch im Heft 10/2006 als Nummer 114/115) mit selbst eingezeichneten Vorder- und Rückenpassen. Die Passenteile sind doppellagig - obere Lage petrolblau, untere Lage grün - und mit Reversapplikationen verziert.

Die offenkantige Reversapplikation, manchmal auch "ungekehrte" Applikation oder Negativapplikation genannt, ist wohl die Technik, die Alabama Chanin am häufigsten verwendet. Jersey hat dabei den Vorteil, dass die offenen Schnittkanten nur minimal ausfransen.
2008, als ich meinen alten Beitrag schrieb, gab es auf der Webseite sogar eine Fotoanleitung dafür, die inzwischen verschwunden ist, daher habe ich ein bißchen mitfotografiert. Schwierig ist die Applikation nicht, und auch gar nicht so zeitaufwendig, ja sogar fernsehgeeignet, sofern das Programm nicht zu spannend ist. Die Technik eignet sich natürlich nicht nur für Shirts (auch wenn man damit sogar solche mit Löchern oder Flecken noch retten kann), sondern auch für Schals oder Kissenbezüge oder kleine Einsätze für Taschen, die sogar noch bis Weihnachten fertig werden würden. 

Material: Jersey, Heftgarn, Papier für eine Schablone, Seife oder Schneiderkreide oder Markierungsstift, Stecknadeln, Sticktwist oder anderes stärkeres Garn, passende Nadel, kleine spitze Schere
(Die Bilder werden beim Anklicken vergrößert angezeigt.)

Das Schnitteil zwei Mal aus Jersey zuschneiden und die beiden Lagen am Rand aufeinander heften (links auf rechts). Bei so kleinen Teilen verzieht sich im allgemeinen nichts, bei größeren Flächen würde ich eventuell in der Mitte noch ein- oder zweimal durchheften oder beide Lagen mit etwas Sprühzeitkleber verbinden.

Für das Muster braucht man - logisch - eine Idee und dann eine Schablone. Es lassen sich z. B. Quiltschablonen verwenden, oder man überträgt ein Stoffmuster auf Papier, aber auch einfache Blümchen, Blätter, Kreise, Ovale oder Spiralen sehen gut aus. Die Formen sollten nicht zu filigran und kompliziert sein. Ich habe hier einfach ein Stück Papier in der Größe des Schnitteils mehrmals zusammengefaltet, am Rand Dreiecke und andere Formen herausgeschnitten (wie bei den Scherenschnittsternen, die man in der Grundschule macht), und hatte damit meine Schablone.

Die Schablone auf dem zusammengehefteten Jersey feststecken und das Muster durchmalen. Ich verwende gerne kleine Seifenstücke dafür, das lässt sich problemlos auswaschen und kostet nichts.

Die bemalten Flächen werden später ausgeschnitten, dort kommt die  untere Stofflage zum Vorschein.
Am Rand der markierten Motive mit kleinen Vorstichen entlangnähen.  Dabei den Faden nicht allzu stark anziehen - die Stiche verschwinden dann leicht im Stoff, und mit lockerem Faden bleibt die Stickerei noch etwas elastisch.

Hier habe ich Sticktwist (2fädig) verwendet, aber jedes andere dickere Garn funktioniert sicher genauso gut, zum Beispiel Handquiltgarn oder einfädiges Stickgarn (dänisches Blumengarn).

Um vom einen zum nächsten Motiv zu kommen, kann man den Faden zwischen den beiden Lagen entlangführen - wie man auf dem zweiten Foto vom Tshirt oben erkennen kann, habe ich das selbst nicht immer ganz konsequent so gemacht.

Wenn alle Formen umnäht sind, innerhalb der Motive die obere Stofflage mit einer spitzen Schere sehr vorsichtig wegschneiden - bei sehr gutem Licht und vor allem: ohne Hektik!

Der Rand des Schnitteils bleibt so, wie er ist, bei Zusammennähen werden beide Stofflagen wie eine behandelt. Ich habe auch die Passennähte anschließend noch mit Vorstichen verziert.

Für solche Applikationen kann ich mir übrigens noch bessere Platzierungen vorstellen als meine Schulterpasse - meistens trage ich nämlich eine Strickjacke darüber, und dann sieht man gar nichts mehr vom Muster. Beim nächsten Mal probiere ich eine Rundpasse rund um den Ausschnitt oder einen Einsatz vorne, falls ich nicht wieder viel zu wenig Stoff habe.

Sonntag, 1. August 2010

Einstieg in die Schnittkonstruktion: Schnittmuster entwerfen, Schritt für Schritt


Kennt ihr diese Versuche, ein bestimmtes Wunschkleidungsstück zu erzeugen, bei denen man die Ärmel von Schnittmuster X an die Rumpfteile von Schnittmuster Y bastelt und dazu einen Kragen entwickelt, der so ähnlich ist wie bei Schnittmuster Z, das ganze aus Probestoff zuammennäht, verzweifelt, sich durch diverse Passformänderungen kämpft und sich denkt, dass ein passender Grundschnitt als Ausgangspunkt die ganze Sache sicher etwas vereinfacht hätte? Dass die meisten von uns diese Arbeitsweise gar nicht erst ausprobieren, hat vermutlich auch damit zu tun, dass Bücher über Schnittkonstruktion teuer bis sehr teuer sind.


Ein preiswertes Buch, das eine ersten Einstieg in die Konstruktion von Schnitten vermittelt, ist mir gerade im Bücherbogen in die Hände gefallen: Patternmaking in fashion/ Schnittmuster entwerfen von Lucia Mors de Castro.

Das Buch ist englisch-französisch-deutsch betextet und erklärt ohne viel Drumherumreden mit vielen Grafiken und Fotos das Maßnehmen, das Konstruieren eines Rockgrundschnittes, eines Oberteils und eines Ärmels. Zu jedem Grundschnitt werden noch zwei Abwandlungen detailliert gezeigt, die zugleich grundlegende Verfahren wie das Umwandeln von Abnähern und das Einfügen von Falten anwenden. Die Schnittkonstruktion beruht laut Vorwort auf Erfahrungen mit dem System von Müller & Sohn, das durch Ausprobieren, Austausch im Kollegenkreis und Erfahrungen mit anderen Schnittsystemen erweitert wurde.


Aus dem Rockgrundschnitt werden so ein Rock mit schrägen Falten im Vorderteil und ein Ballonrock mit runder Passe und Taschen an den Seiten (siehe Foto oben), Oberteilschnitt und Rock gemeinsam lassen sich in ein Halterneckkleid mit Glockenrock und in ein eiförmiges Kleid ohne Taillenabnäher umwandeln, aus Oberteil und Ärmel entstehen eine schlichte Lederjacke mit betonten Schultern und eine Tweedjacke mit Raglanärmeln und Volantkragen (siehe Foto unten).


Mir gefällt die schnörkellose, übersichtliche Herangehensweise des Buches, die Schnittkonstruktion nach den eigenen Maßen als eine absolut lösbare Aufgabe erscheinen lässt.
Nähkenntnisse und Erfahrung beim Anpassen von Fertigschnitten sind auf jeden Fall von Vorteil, denn die Autorin verzichtet vollständig auf Anleitungen, wie die erstellten Schnitte denn zu nähen sind. Auch das Anpassen des Grundschnittes an die eigenen Figurbesonderheiten durch ein Probeteil und Abstecken am Körper wird zwar vorausgesetzt, aber nicht erklärt. Hier könnten also gerade die Selbermacherinnen, die auch bei fertigen Schnittmustern mit unlösbaren Passformproblemen hadern, an Grenzen stoßen. Patternmaking in fashion/ Schnittmuster entwerfen ist daher eher dazu geeignet auszuprobieren, ob Schnittkonstruktion einem überhaupt Spaß macht und ob sich die Anschaffung der mehr als zehnmal so teuren Standardwerke lohnen würde. Aber das ist für ein Buch für knapp 10 Euro schon ziemlich viel.

Dienstag, 20. April 2010

Häkelborte mit Noppen

Darum gehts: Eine gehäkelte Borte

Zur Zeit bilde ich mir (noch) ein, dass dieses Muster ganz neu und originell und nur von mir erfunden ist. Ich wollte nämlich ein Kante mit kleinen Bommeln, fand gar nichts in der Richtung in meiner recht umfangreichen Häkelmusterbibliothek und auch nicht im Internet und probierte selbst ein wenig herum. Wie Suschna ganz richtig feststellte, handelt es sich um eine Häkelei mit Bouillonmaschen*) oder Büschelmaschen. Wahrscheinlich ist auch in punkto Häkelmustern alles, was überhaupt möglich ist, schon irgendwo gehäkelt worden, und wir wissen nur nichts davon. Aber egal ob wirklich neu oder nicht, hier nun die Anleitung.

Eine Reihe Stäbchen
Das Muster lässt sich sowohl in hin- und hergehenden Reihen als auch in Runden häkeln. Die Noppen treten auf der Rückseite des Gehäkelten hervor. Wenn man die Borte direkt anhäkelt muss man also darauf achten, dass die Musterreihe eine Rückreihe bildet, bzw. dass man beim Häkeln in Runden z. B. an einen Rock- oder Ärmelsaum die Innenseite des Kleidungsstücks vor sich liegen hat, damit die Noppen dann auch außen zu sehen sind.

Als Grundlage häkelt man eine Reihe feste Maschen, halbe Stäbchen, Stäbchen oder Doppelstäbchen nach Wunsch, je nachdem, wie breit man die Borte haben möchte. Wenn man sie mit der Maschine annähen möchte, sollte man Stäbchen oder Doppelstäbchen nehmen, bei der Häkelborte neulich verwendete ich halbe Stäbchen und quälte mich beim Annähen mehr als nötig mit dem Reißverschlussfuß - nicht empfehlenswert.



Für die Büschel- oder Wickelmaschen wird der Faden als Umschlag um die Nadel gelegt, in die nächste Masche eingestochen, der Faden geholt, wieder ein Umschlag, wieder in die gleiche Masche eingestochen und der Faden durchgeholt, wieder ein Umschlag, Faden holen... usw. und das insgesamt vier Mal. Und locker bleiben dabei. (Fünfmal und mehr ist natürlich auch möglich, dann wird die Noppe größer, aber auch der nächste Schritt schwieriger)
Es liegen nun insgesamt neun Schlingen auf den Nadel - die Anfangsschlinge und je vier Umschläge und vier durchgeholte Fadenschlingen.



Die neun Schlingen nun kurz Richtung Griff schieben - denn nun soll der Faden durch alle Maschen aufeinmal. Das geht am besten, wenn die Schlingen schön gleichmäßig liegen und der Haken der Häkelnadel nach unten zeigt. In Häkelsprache heißt dieser Schritt wohl "Alle Schlingen in einem Zug abmaschen."


Anschließend eine Luftmasche häkeln - die erste Noppe ist fertig.


Im Übergang zur zweiten Noppe zwei Kettmaschen häkeln - also in die nächste Masche einstechen, den Faden durchholen und gleich durch die Schlinge auf der Nadel ziehen. Bei der übernächsten Masche genauso. In die dritte Masche kommt dann die nächste Noppe.


Auf der Häkelseite sieht die Borte mehr oder weniger glatt aus...


... tadaa! - die Noppen liegen auf der Rückseite.

Ergänzung 6. 8. 2010: Kirsti hat die Noppenborte an einer Tasche eingesetzt. Und gleich noch eine Anleitung für eine Häkelborte mit Schlingen und Noppen geschrieben. Sehr schön!


*) Da ich bei B(o)uillonmasche oder auch beim ebenfalls gewickelten Bouillonstich in der Stickerei (wir hatten das bei dem Döner) in erster Linie an die nächste Mahlzeit denke, interessierte mich die Herkunft dieser Bezeichnung. Im frühen 17. Jahrhundert wurde in Frankreich ein gedrehtes, verschlungenes Band zur Verzierung von Kleidung als Bouillon bezeichnet. Und dann gibt es ja noch den Bouillondraht, ein Material in der Goldstickerei, nämlich ein spiralig aufgewickelter sehr feiner Metalldraht aus Gold oder Silber, der in Stücke geschnitten und aufgenäht wird.

Freitag, 19. März 2010

Stoff mit Häkelkante


Wie verbindet man am besten Stoff und Gehäkeltes? Wie angekündigt kommt hier eine kleine Anleitung, Ergebnis meiner Versuche zum Umhäkeln eines Stoffstreifens, neuerdings bekannt als Schal. Jetzt wo ich Nikis zauberhaften blumigen Frühlingsschal gesehen habe, fühle ich mich zu weiteren Häkeltaten geradezu herausgefordert. Häkelkanten an Rock-, Ärmel-, Taschensäumen, an Stulpen, Haarbändern oder Tüchern, das ist es doch, was man jetzt braucht. Oder wie Susanne so schön sagte "könnt mir diese Häkelspitzen grad an allem vorstellen". Genau.

Aber jetzt zu den Bildern, sie lassen sich durch Anklicken größer anzeigen - die Garnfarben sind so gewählt, dass man möglichst viel erkennt.

1. Klassisch: Schlingstich/ Langettenstich/ Festonstich* per Hand

geeignet für: alle Stoffe, auch feste, dicht gewebte und feine, empfindliche, auch für verstürzte Kanten, z. B. an einem Kissenbezug.
man braucht: Garn zum Umstechen, z. B. Sticktwist, dünnes Perlgarn oder auch Wolle und eine dazu passende Nadel, eventuell ein Lineal.

*) Dieser Stich hat viele Namen - statt Langettenstich wird manchmal auch "Languettenstich" geschrieben. Englisch heißt er buttonhole stitch oder blanket stitch, zwischen beidem gibt es anscheinend keinen Unterschied. Wobei es auf Deutsch auch noch den Knopflochstich gibt, der ist aber nicht mit diesem Schlingstich identisch. Ziemlich verwirrend also, ich habe mich hier für die Bezeichnung "Schlingstich" entschieden.

Ausstechen...
Faden mit einem kleinen Rückstich sichern...
so geht der erste Schlingstich....
... und so gehts weiter.
Direkt an der Saumkante ausstechen und den Faden mit einem kleinen Rückstich in die Kante sichern. Von vorne ein Stück unter der Kante einstechen, Nadel nach oben führen, der Faden liegt hinter der Nadel, Faden durchziehen. Dabei bildet sich eine Schlinge, die vom Arbeitsfaden gehalten wird. Für den nächsten Stich ein Stück daneben einstechen, im gleichen Abstand zur Kante wie beim ersten Mal, Faden unter die Nadel legen, durchziehen. Das Ablauf als Zeichnung und aus anderer Perspektive sieht man auch hier.
Ich finde es schwierig, die Abstände zwischen den Stichen möglichst gleichmäßig zu halten und markiere mir daher Punkte für die Einstichstellen mit Bleistift und Lineal. Fräulein Schick hat sich für ihre schicken Kissenhüllen eine ganz clevere Methode ausgedacht: sie steppt die Hülle am Rand ab und orientiert sich dann an der Maschinennaht. Ihre Anleitung findet sich hier.


Häkeln: In die Schlingen des Schlingstichs häkelt man eine Reihe feste Maschen oder abwechselnd eine feste Masche – eine Luftmasche, wenn die Schlingstiche etwas weiter auseinander sind. Das hängt von den gestickten Abständen und der Häkelgarnstärke ab, probiert aus, was besser passt.
In der nächsten Reihe oder Runde kann man dann mit dem eigentlichen Muster anfangen.

2. Schnell: Pseudo-Schlingstich mit der Maschine

geeignet für: alle Stoffe, auch feste, dicht gewebte, auch für verstürzte Kanten.
man braucht: Nähgarn passend zum Stoff oder passend zum Häkelgarn, Nähmaschine.


Selbst einfachere Nähmaschinen haben in der Stretchstich-Abteilung einen Kastenstich oder einen Stich für das Befestigen von Kanten oder das Applizieren, der aus einem breiten, schmalen Zickzack oder einem Querstich und einem kurzen geraden Verbindungsstich besteht. Wichtig ist, dass der Stich, der quer zur Kante liegt so lang ist, dass man das Häkelgarn dort bequem durchziehen kann. Der Stich, den ich für das Foto verwendet habe, heißt bei meiner Nähmaschine „Overlock-Kantenstich“, Stichwahl G.

Häkeln: Bei meiner Probe sind die Querstiche zum Einhäkeln etwa 3mm auseinander, genau passend für eine Reihe feste Maschen.

3. Brutal: Kante direkt umhäkeln

geeignet für: locker gewebte Stoffe in einfacher Lage, z. B. Leinen oder grobfädige Wollstoffe.
Man braucht: Häkelgarn und eine passende Häkelnadel, die mit etwas Druck auch durch den Stoff geht – hier und bei dem Schal vom letzten Mal war es eine Nadel in Stärke 1,5 und passendes Baumwollhäkelgarn. Bei ganz lockerem Wollbouclé könnte man aber auch Wolle und eine dickere Häkelnadel verwenden.



Bei dieser Methode den Stoff zuerst mit einem ganz schmalen Saum befestigen: an der Kante umbügeln, nahe am Bruch eine gerade Naht nähen, die Zugabe dicht an der Naht abschneiden. Ein Rollsaum oder eine Overlocknaht geht sicher auch. Bei einem dicken, fransenden Wollstoff würde ich Zickzack nähen, nachschneiden, den Zickzack nach links bügeln und mit Geradstich festnähen.

Häkeln: Die Häkelnadel vorsichtig (vorsichtig für den Stoff, aber auch für die eigenen Finger!) durch den Stoff neben dem Saum bohren und abwechselnd eine feste Masche – eine Luftmasche direkt um den Saum häkeln. Der gleichmäßige Abstand der Einstiche wird durch die Häkelei schon vorgegeben, zumindest fiel mir das hier leichter als bei Methode 1.

An den Ecken (und das gilt auch für Methode 1 und 2), zwei Mal an der gleichen Stelle einstechen, dazwischen drei Luftmaschen.

Häkelmuster:
Das deutschsprachige Internet hält nicht sonderlich viele Anleitungen für Häkelbordüren bereit, aber bei Yarn crazy girl habe ich einige (englische) Anleitungen für schöne Häkelkanten gefunden. Eine Tabelle mit der Übersetzung englischer Häkelbegriffe gibt es z. B. hier unten auf der Seite. Ansonsten empfehle ich für die Mustersuche die örtliche Stadtbücherei – meistens fristet dort sehr interessante ältere Häkelfachliteratur ein ödes Dasein, die sich freut, wenn sie auch einmal ausgeliehen wird.

Noch Fragen? Habe ich etwas vergessen? Wenn nicht, dann auf zum Häkeln, ansonsten: bitte fragen, ich bemühe mich, Antworten zu geben.